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    Katholisch-Theologische Fakultät

    Zum Tod von Prof. Dr. Franz Dünzl

    28.08.2018

    Nachruf der Katholisch-Theologischen Fakultät

    Die Katholisch-Theologische Fakultät
    der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
    trauert um ihr Mitglied
    Herrn
    Prof. Dr. Franz Dünzl

    geboren am 25. Juli 1960
    gestorben am 23. August 2018

     

    Franz Dünzl wurde 1960 in Regensburg geboren. Er studierte Katholische Theologie (Diplom) an den Universitäten Regensburg und Augsburg. Von 1985 bis 1987 war er Mitarbeiter in der Seelsorge am Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg. Es folgte eine wissenschaftliche Tätigkeit am Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte und Patrologie der Universität Regensburg, wo er 1992 mit der Studie „Braut und Bräutigam. Die Auslegung des Canticum durch Gregor von Nyssa“ promoviert wurde.

    Im Jahr 1998 habilitierte er sich an der Universität Regensburg mit der Studie „Pneuma. Funktionen des theologischen Begriffs in frühchristlicher Literatur“. Kurz darauf wurde er zum Privatdozenten für das Fachgebiet Kirchen- und Dogmengeschichte des Altertums mit Patrologie ernannt. Als solcher wirkte er in Regensburg, bis er 2001 den Ruf auf den Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Altertums, christliche Archäologie und Patrologie an der Universität Würzburg erhielt.

    Prof. Dünzl war Vorsitzender des Fördervereins „Freunde des Ostkirchlichen Instituts“ und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts. Seine besondere Sorge galt dabei auch der Fachvertretung für Ostkirchengeschichte und Ökumenische Theologie an unserer Fakultät, für deren auf Zukunft hin gesicherte Finanzierung durch Drittmittel er sich immer wieder eingesetzt hat.

    Prof. Dünzl veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Monographien und Aufsätze zu grundlegenden und speziellen Fragen der Kirchengeschichte. Breite Rezeption erfuhr v.a. seine Schrift „Kleine Geschichte des Trinitarischen Dogmas in der Alten Kirche“, die auch ins Englische und Italienische übersetzt wurde, sowie „Fremd in dieser Welt? Das frühe Christentum zwischen Weltdistanz und Weltverantwortung“ (2015). Seit 2001 war Prof. Dünzl Mitherausgeber der Reihe „Fontes Christiani“.

    Die Katholisch-Theologische Fakultät ist Prof. Dünzl für seinen Einsatz in Forschung und Lehre zu großem Dank verpflichtet. Er war ein von Studierenden wie Lehrenden gleichermaßen geschätzter Professor, dessen ungeheure fachliche Kompetenz sich mit einem großen Maß an Liebenswürdigkeit und echter Herzlichkeit verband. In Konfliktsituationen war er stets ein ehrlicher, nach gangbaren Lösungswegen suchender Makler, dessen Rat von allen dankbar gehört wurde.

    Mit großer Leidenschaft und Hingabe war Franz Dünzl akademischer Lehrer. Er war bei den Studierenden äußerst beliebt, seine Sondervorlesungen, etwa zu Weihnachten, hatten Kultstatus. Bis zuletzt, schon von schwerer Krankheit gezeichnet, lag ihm das Wohl seiner Studierenden am Herzen. Für sein Engagement als theologischer Lehrer wurde er 2005 mit dem „Preis für gute Lehre an den staatlichen Universitäten in Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.

    Als Mitglied verschiedener Leitungs- und Verwaltungsgremien war Prof. Dünzl stets um die aktive Mitgestaltung von Fakultät und Universität bemüht. Von 2011 bis 2013 bekleidete er mit großer Umsicht das Amt des Dekans der Katholisch-Theologischen Fakultät.

    Franz Dünzl hat seiner heimtückischen Krankheit tapfer widerstanden, er hat, trotz körperlicher Einschränkungen, auch wieder gearbeitet, weil ihm das Lehren an der Universität so sehr am Herzen lag. Er hat den Kampf gegen die Krankheit schlussendlich verloren, ist aber sehenden Auges und ruhig auf den Tod zugegangen.

    Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Würzburg trauert um einen beliebten und geschätzten Kollegen, dessen viel zu früher Tod uns sehr traurig, aber auch getröstet durch sein starkes Vorbild im Umgang mit seiner schweren Krankheit zurücklässt.

    Wir werden das Andenken an Prof. Franz Dünzl an unserer Fakultät stets in Ehren halten.

    Das Requiem für den Verstorbenen findet am Freitag, 31. August 2018, um 10.00 Uhr in der Kirche Heiliger Geist in der Isarstraße in Regensburg statt. Es folgt um 12.00 Uhr die Grablegung auf dem Dreifaltigskeitsbergfriedhof.

    Die Katholisch-Theologische Fakultät gedenkt des Verstorbenen in einem Requiem am Mittwoch, 17. Oktober 2018, um 18.00 Uhr in der Jugendkirche (Kilianeum) in Würzburg.

     

    Prof. Dr. Martin Stuflesser
    Dekan

     

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