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    Katholisch-Theologische Fakultät

    „Ethik des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“

    29.04.2022

    ERASMUS-geförderter Lehraufenthalt von Prof. Dr. Stephan Ernst und Hendrik Weingärtner an der Katholisch-Theologischen Fakultät Wien

    © Universität Wien/Gebhard Sengmüller

    Die Entwicklung der theologisch-ethischen Reflexion im Mittelalter bis hinein in die frühe Neuzeit war Gegenstand eines – durch das ERASMUS-Programm geförderten – Lehraufenthalts vom 25.-27. April 2022, zu dem Prof. Dr. Stephan Ernst zusammen mit Hendrik Weingärtner von der Katholisch-Theologischen Fakultät Wien eingeladen worden war. Im Mittelpunkt des Workshops „Ethik des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ standen zunächst Entwicklungslinien in der Handlungs- und Normtheorie sowie in der Tugendlehre, wie sie sich im 12. und 13. Jahrhundert bis hin zu Thomas von Aquin abzeichnen. Im Weiteren wurden spätscholastische, vom Voluntarismus geprägte Ansätze (Wilhelm von Ockham, Marsilius von Inghen, Johannes Gerson und vor allem John Mair) thematisiert. Den Abschluss der Lehrveranstaltung bildete ein Einblick in die Gattung der kasuistischen Handbücher der Barockscholastik am Beispiel von Juan Azor (1536–1603). Der Überblick machte deutlich, wie in den verschiedenen Epochen, bedingt auch durch die entsprechenden Zeitumstände, versucht wurde, trotz der Voraussetzung eines universal gültigen Sittengesetzes dennoch durch entsprechende Theoreme (Intention, Umstände, Proportionalität, Epikie, Klugheit, minus malum, Probabilismus, Kasuistik) der konkreten Wirklichkeit der Handlungssituation und der handelnden Personen gerecht zu werden. Der Workshop zur Geschichte der Theologischen Ethik wurde in Kooperation mit Prof. Dr. Sigrid Müller und Martina Besler von der Universität Wien im Rahmen der „Vienna Doctoral School on Theology and Reasearch on Religion“ veranstaltet.

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