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    Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit

    Die Macht der Zensur. Heinrich Heine auf dem Index

    Hubert Wolf/Wolfgang Schopf/Dominik Burkard/Gisbert Lepper:
    Die Macht der Zensur. Heinrich Heine auf dem Index, Düsseldorf 1998.

    Heinrich Heine (1797-1856) stand seit 1836 mit einigen Texten – wie den „Reisebildern“ oder „Französische Zustände“ – auf dem Index verbotener Schriften der katholischen Kirche. Bei der Rekonstruktion des Falles durch Hubert Wolf und Dominik Burkard in Rom und Wien stellt sich eine enge Verbindung zwischen dem politischen Verbot Heines durch den österreichischen Staatskanzler Metternich und seiner Aufnahme auf den vatikanischen Index heraus. Im Hintergrund standen die traumatischen Erfahrungen der Vertreter eines „Ordnungsdenkens“ mit revolutionären Umtrieben; Aus Angst vor einer Wiederholung der französischen Revolution von 1789 und „Pariser Verhältnissen“ sollte ein führender Träger des revolutionären Ungeistes mundtot gemacht werden. Eine Analyse der Gutachten von Gisbert Lepper und eine Reflexion über „Religionskritik, Zensur und Selbstzensur“ schließen den Band ab.