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Intern
    Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit

    Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2007

    bei Prof. Dr. Dominik Burkard

    Tel. 0931/31 2289; e-Mail

    Vorlesung

    Kirchengeschichte III: Kirche in der Neuzeit. Vom Konzil von Trient bis zur Aufklärung

     

    Zeit: Mo 8-10 Uhr, 2-std.
    Ort: HS 318
    Zielgruppe: Diplom, Magister und Lehramt sowie interessierte Hörer aller Fakultäten
    Beginn: 16.4.2007

    Zum Thema: Der Augsburger Religionsfrieden von 1555 anerkannte und garantierte erstmals zwei Konfessionen im Reich: Luthertum und Katholizismus. Dieses Nebeneinander führte in der Folge zu tiefgreifenden Selbstfindungs- und Abgrenzungsprozessen beider Konfessionen. Die durchaus parallel verlaufende katholische, lutherische und calvinistische „Konfessionalisierung“ umschloss die je eigene Bekenntnisbildung ebenso, wie die organisatorische Verfestigung und ihre mentale Formung (Frömmigkeit, Fest- und Alltagskultur, Riten und Sprache). Doch führte dies auf katholischer Seite keineswegs zur Konservierung eines „tridentinischen Einheitskatholizismus“. Im „Jansenismus“, „Gallikanismus“, „Josephinismus“, „Episkopalismus“ und „Febronianismus“ traten diesem widerstrebende, teils theologisch, teils spirituell, teils politisch konkurrierende Katholizismen entgegen. Über den binnenkirchlichen Bereich hinaus war die Konfessionalisierung als „gesellschaftlicher Fundamentalvorgang“ eng verzahnt mit der Ausbildung des frühneuzeitlichen Staates und der Formierung einer disziplinierten Untertanengesellschaft. Nach wie vor waren Politik und Religion untrennbar miteinander verbunden, auch wenn sich im Zuge der beginnenden Aufklärung bereits andere Entwicklungen abzeichneten.

    Begleitende Lektüre: Heribert Smolinsky, Kirchengeschichte der Neuzeit I (Patmos), Düsseldorf 1993; Richard van Dülmen, Kultur und Alltag in der Frühen Neuzeit, 16. bis 18. Jahrhundert. Bd. 3: Religion, Magie, Aufklärung, München 1994; Harm Klueting, Das Konfessionelle Zeitalter 1525-1648, Stuttgart 1989; Kaspar von Greyerz, Religion und Kultur. Europa 1500-1800, Göttingen 2000.

    Hauptseminar

    Kirchengeschichte in Biogrammen

    Zeit: Di 8-10 Uhr, 2-std.
    Ort: Zi 305
    Beginn: 24.4.2007, 8 Uhr c.t.
    Anmeldung: Per e-Mail oder persönlich
    Zielgruppe: Diplom, Lehramt sowie Interessierte
    Scheinerwerb: Hauptseminarschein
    Arbeitsweise: Kontinuierliche Mitarbeit, Verfassen eines Biogramms nach Anleitung

    Zum Thema: Geschichte wird von Menschen gestaltet, Theologie von Personen gedacht – Geschichte und Theologie sind deshalb immer auch Biographie und insofern Spiegel des eigenen Lebens- und Erkenntnisprozesses. Einen Zugang zu Theologie und Kirchengeschichte bietet deshalb die Beschäftigung mit prägenden Gestalten.

    Das Seminar möchte in personenzentrierter Arbeit nicht nur solche Zugänge zu Theologie und Geschichte schaffen, sondern gleichzeitig mit den Methoden kirchenhistorischer Arbeit vertraut machen. Die Seminarteilnehmer werden angeleitet, zu jeweils einer Persönlichkeit ein eigenes quellengestütztes Biogramm zu verfassen. Das Seminar möchte gleichzeitig die Möglichkeit zu einer ersten kleinen Publikation schaffen.

    Hauptseminar

    Katholische Zugänge zum Nationalsozialismus?

    Zeit: Mo 16-18 Uhr, 2-std.
    Ort: Zi 305
    Beginn:
    Vorbesprechung am 23.4.2007, 16 Uhr c.t.
    Anmeldung: Per e-Mail oder persönlich
    Zielgruppe: Diplom, Lehramt sowie Interessierte
    Scheinerwerb: Hauptseminarschein
    Arbeitsweise: Kontinuierliche Mitarbeit, schriftliche Hausarbeit

    Zum Thema: Bis 1933 war die Haltung des Katholizismus zur Partei und zu den Ideen des Nationalsozialismus weitgehend eindeutig ablehnend. Nach der „Machtergreifung“ wurde allgemein eine „Abrechnung“ Hitlers mit den „Schwarzen“ erwartet. Stattdessen äußerte dieser, er sehe in den beiden christlichen Konfessionen „wichtigste Faktoren der Erhaltung unseres Volkstums“, und lud die Kirchen zur Mitarbeit am neuen Staat ein. Als die neue Regierung dann auch noch Verhandlungen über ein Reichskonkordat anbot, kam es im Katholizismus zu einem Stimmungsumschwung.

    Das Seminar beschäftigt sich mit dem positiven Echo, das der Nationalsozialismus bei katholischen Theologen fand. Unter anderem werden Originaltexte gemeinsam gelesen und diskutiert.

    Literatur zur Vorbereitung: Heinz Hürten, Deutsche Katholiken 1918-1945, Paderborn u.a. 1992.

    Prüfungskolloquium

    Kirchengeschichte I, II, IV

    Zeit: Di 16-18 Uhr, 2-std.
    Ort: Zi 305
    Beginn: Vorbesprechung 17.4.2007, 16 Uhr c.t.

    Zielgruppe: Examenskandidatinnen und Examenskandidaten aller Studiengänge. Die Veranstaltung dient dem Check-up des eigenen Wissensstandes. Ausgewählte Themenkreise aus dem Bereich Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit werden im Hinblick auf die Prüfungen durch die Teilnehmer noch einmal in ihren Grundzügen vorgestellt und im Gespräch vertieft.

    Oberseminar

    Vorstellung von Zulassungsarbeiten sowie Dissertationsprojekten

    (gemeinsam mit Wiss. Mitarb. Andreas Fieback)

    Zeit: nach Vereinbarung, 2-std.
    Anmeldung: persönlich
    Ort: 305

    Zielgruppe: Studierende mit Schwerpunkt Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit (Staatsexamensarbeit, Diplomarbeit, Dissertation). Das Oberseminar dient der Begleitung und Diskussion der aktuell im Entstehen begriffenen Arbeiten. Besprochen werden auch Methodik, Struktur und praktische Arbeitsschritte.

     

     

    Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2007

    bei Dipl. Theol. Kathrin Brüggenthies, wiss. Mitarbeiterin

    Tel. 0931 / 31 2268; e-Mail

    Übung

    Einführung in die Quellen und Methoden neuerer Kirchengeschichte

     

    Zeit: nach Vereinbarung, 2-std.
    Ort: Zi 305
    Beginn: Vorbesprechung 17.4.2007, 14 Uhr c.t.
    Zielgruppe:
    Studienanfänger; Begleitveranstaltung für alle, die an einer kirchenhistorischen Arbeit schreiben.

    Diese Übung ist keine thematische Lehrveranstaltung. Im Vordergrund stehen methodische und systematische Fragestellungen wie z.B. was sind Quellen und wie ist mit ihnen umzugehen, wie findet man Literatur und was ist beim Zitieren zu beachten. So werden anhand praktischer Beispiele verschiedene Techniken für die Erstellung eines Referates und einer wissenschaftlichen Seminararbeit Schritt für Schritt erklärt und gemeinsam eingeübt. Darüber hinaus werden Inhalte und grundlegende Methoden des Faches Kirchengeschichte vorgestellt.

     

    Lektüreübung

    Heiligenvita und Legende

    Zeit: Di 18-20 (nur 16.10.2007-11.12.2007), 1-std.
    Ort: R. 305
    Beginn: 16.10.2007
    Anmeldung: Per e-Mail oder persönlich im Sekretariat
    Zielgruppe: Diplom, Lehramt sowie Interessierte

    Zum Thema: Die Lebensbeschreibung von Heiligen ist eine eigene Literaturgattung, die bis weit in die Neuzeit einen festen Platz im europäischen Lesekanon hatte. In dieser Übung wollen wir mit dem Martinsleben des Sulpicius Severus, dem Benediktsleben Gregors d. Gr. und Teilen der Legenda aurea des Jakob von Voragine Werke lesen, die stilbildend wirkten bzw. die religiöse Vorstellungswelt prägten. Ziel ist es, neben der Literaturkenntnis auch einen Einblick in die Literaturgattung zu bekommen.

    Die Lektüre versteht sich als Ergänzung zum thematisch verwandten Proseminar, dessen Besuch allerdings keine Voraussetzung für die Teilnahme ist. Lateinkenntnisse sind von Vorteil, jedoch nicht zwingend notwendig. Die Texte (in Übersetzung) werden gestellt.

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    Kontakt

    Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit
    Sanderring 2
    97070 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-82268
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