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Intern
    Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit

    Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2009

    bei Prof. Dr. Dominik Burkard

    Vorlesung

    Kirchengeschichte III: Kirche in der Neuzeit. Vom Konzil von Trient bis zur Aufklärung


    Zeit: Montag 8-10 Uhr c.t., 2-std.
    Ort: Sanderring 318
    Zielgruppe: Diplom, Magister und Lehramt sowie interessierte Hörer aller Fakultäten
    Beginn: 20.04.09

    Zum Thema: Zum Thema: Der Augsburger Religionsfrieden von 1555 anerkannte und garantierte erstmals zwei Konfessionen im Reich: Luthertum und Katholizismus. Dieses Nebeneinander führte in der Folge zu tiefgreifenden Selbstfindungs- und Abgrenzungsprozessen beider Konfessionen. Die durchaus parallel verlaufende katholische, lutherische und calvinistische „Konfessionalisierung“ umschloss die je eigene Bekenntnisbildung ebenso, wie die organisatorische Verfestigung und ihre mentale Formung (Frömmigkeit, Fest- und Alltagskultur, Riten und Sprache). Doch führte dies auf katholischer Seite keineswegs zur Konservierung eines „tridentinischen Einheitskatholizismus“. Im „Jansenismus“, „Gallikanismus“, „Josephinismus“, „Episkopalismus“ und „Febronianismus“ traten diesem widerstrebende, teils theologisch, teils spirituell, teils politisch konkurrierende Katholizismen entgegen. Über den binnenkirchlichen Bereich hinaus war die Konfessionalisierung als „gesellschaftlicher Fundamentalvorgang“ eng verzahnt mit der Ausbildung des frühneuzeitlichen Staates und der Formierung einer disziplinierten Untertanengesellschaft. Nach wie vor waren Politik und Religion untrennbar miteinander verbunden, auch wenn sich im Zuge der beginnenden Aufklärung bereits andere Entwicklungen abzeichneten.

    Begleitende Lektüre: Heribert Smolinsky, Kirchengeschichte der Neuzeit I (Patmos), Düsseldorf 1993; Richard van Dülmen, Kultur und Alltag in der Frühen Neuzeit, 16. bis 18. Jahrhundert. Bd. 3: Religion, Magie, Aufklärung, München 1994; Harm Klueting, Das Konfessionelle Zeitalter 1525-1648, Stuttgart 1989; Kaspar von Greyerz, Religion und Kultur. Europa 1500-1800, Göttingen 2000.

    Übung

    zur Vorlesung Kirchengeschichte III

    Zeit: Dienstag 9-10 Uhr c.t., 1-std.
    Ort: Sanderring 305
    Beginn: 21.04.09
    Zielgruppe: Alle Studiengänge

    Zum Thema: Die Übung soll Raum bieten für Fragen zur laufenden Vorlesung. In Form eines offenen Gesprächs dient es der Vertiefung des Vorlesungsstoffes.

    Kompaktseminar mit Exkursion

    Konfessionalisierung im 16. und 17. Jahrhundert

    Vorbesprechung: Dienstag 28.04.09, 16-18 Uhr c.t.
    Seminarwochenende: Freitag/Samstag 19./20. Juni 2009
    Ort: Sanderring 305
    Exkursion: Samstag, 18. Juli 2009 zum Historienspiel „Kinderzeche“ in Dinkelsbühl
    Zielgruppe: Alle Studiengänge, insbesondere Lehramt
    Voraussetzung: verbindliche Voranmeldung erforderlich (beim Dozenten oder im Sekretariat Zi. 302)
    BEGRENZTE TEILNEHMERZAHL

    Zum Thema: Von der „Reformation“ bis zur „konfessionellen Eindeutigkeit“ in Theologie, Mentalität und Frömmigkeit war ein weiter Weg. Das „Konfessionalisierungsparadigma“ ist Gegenstand des Kompaktseminars. Der Veranschaulichung, die kritisch reflektiert werden soll, dient eine Exkursion zur „Kinderzeche“ nach Dinkelsbühl mit Besuch des im 19. Jahrhundert kreierten Historienspiels.

    Literatur: Wolfgang Reinhard/Heinz Schilling (Hg.), Die katholische Konfessionalisierung, Münster/Gütersloh 1995; Hans-Christoph Rublack (Hg.), Die lutherische Konfessionalisierung in Deutschland, Gütersloh 1992.

    Hauptseminar

    Augustin Bea – Jesuit, Exeget und Ökumeniker

    Zeit: Mo 16-18 Uhr c.t., 2-std.
    Ort: Sanderring 305
    Beginn: 27.04.09

    Zum Thema: Als erster „Chef“ des Päpstlichen Sekretariats für die Einheit der Christen und als eine der markantesten Persönlichkeiten des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde der aus Südbaden stammende Jesuit in den 1960er Jahren weiten Kreisen bekannt. Gegen vielfältige Widerstände setzte sich der „Kardinal der Einheit“ für den jüdischchristlichen wie für den interkonfessionellen Dialog ein und übte auf die Konzilsdokumente über den Ökumenismus, die Religionsfreiheit und das Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen größten Einfluss aus. Schon zuvor hatte Augustin Bea wichtige Ämter inne, die sein Denken bestimmten: 1921 war er erster Provinzial der Oberdeutschen Provinz nach Wiederzulassung der Jesuiten in Deutschland, 1924 Oberer eines internationalen Studienhauses der Jesuiten in Rom. Als Rektor des Päpstlichen Bibelinstituts (1930-1949) und Mitglied der Päpstlichen Bibelkommission verhalf er der historisch-kritischen Exegese entscheidend zum Durchbruch. Das Seminar möchte sich anhand von Quellen vor allem mit den eher „unbekannten“ Seiten Beas beschäftigen

    Literatur: Maria Buchmüller (Hg.), Augustin Kardinal Bea – Wegbereiter der Einheit. Gestalt, Weg und Wirken in Wort, Bild und Dokument aus Zeugnissen von Mitarbeitern, Augsburg 1972; Stjepan Schmidt, Augustin Bea – Der Kardinal der Einheit, Graz 1989.

    Oberseminar

    Vorstellung von Zulassungsarbeiten, Diplomarbeiten sowie Dissertationsprojekten

    Zeit: nach Vereinbarung, 2-std.
    Persönliche Anmeldung erforderlich.
    Ort: 305

    Zielgruppe: Studierende, die an einer Staatsexamensarbeit, einer Diplomarbeit oder einer Dissertation im Fach Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit arbeiten. Das Oberseminar dient der Begleitung und Diskussion der aktuell im Entstehen begriffenen Arbeiten. Besprochen werden auch Methoden, Struktur und praktische Arbeitsschritte.


    Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2009

    bei wiss. Mitarbeiterin Dr. Maria Cristina Giacomin

    Proseminar

    „Zeitschriften als Zeitzeichen“. Katholische Zeitschriften im 19. und 20. Jahrhundert

    Zeit: Do. 10-12h, 2-std.
    Ort: Zi. 305
    Zielgruppe: Lehramt, Diplom sowie Interessierte
    Voraussetzungen: Kontinuierliche Mitarbeit, Referat, Hausarbeit
    Anmeldung per Mail oder in der Sprechstunde der Dozentin

    Zum Thema: Ziel des Seminars ist es, einige der bedeutendsten katholischen Zeitschriften des 19. und 20. Jahrhunderts (Der Katholik, Historisch-politische Blätter, Stimmen aus Maria-Laach/Stimmen der Zeit, Das Zwanzigste Jahrhundert, u.a.), unter die Lupe zu nehmen, um ihre Funktion innerhalb des sich entwickelnden Katholizismus zu studieren.
    Im Seminar werden der historische Kontext der Zeitschriftengründung, die daran beteiligten Persönlichkeiten sowie die Programmatik der Zeitschrift und die Schwerpunkte ihrer Arbeit untersucht.

    Literatur zur Einführung:
    Michael Schmolke, Katholisches Verlags-, Bücherei- und Zeitschriftenwesen, in: Anton Rauscher (Hg.), Katholizismus, Bildung und Wissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert, Paderborn u.a. 1987, 93-117; Dominik Burkard, Presse und Medien, in: Erwin Gatz (Hg.), Geschichte des kirchlichen Lebens in den deutschsprachigen Ländern seit dem Ende des 18. Jahrhunderts. Bd. 8: Laien in der Kirche, Freiburg i. Br. 2008, 558-602.


    Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2009

    bei Referendarin Katharina Döhner

    Prüfungstutorium

    zu den Vorlesungen I, II und IV


    Zeit: nach Vereinbarung, erster Termin: Freitag 24.04.09, 14-17 Uhr c.t.
    Ort: Sanderring 305
    Zielgruppe: Alle Studiengänge
    Beginn: 24.04.09
    Anmeldung: in der Vorlesung am 20.04.09 oder über das Sekretariat

    Zum Thema: Das Tutorium dient der Prüfungsvorbereitung. Gemeinsam werden zentrale Themen der Vorlesungen rekapituliert.