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Intern
    Lehrstuhl für Altes Testament und biblisch-orientalische Sprachen

    Digitaler Workshop: The power of narrative and narratology mit Prof. Irene J.F. de Jong (University of Amsterdam)

    09.11.2020

    Die DFG-Forschungsgruppe 2757 (LoSAM) durfte am 22.10.2020 die renommierte niederländische Gräzistin Prof. Dr. Irene de Jong zu einem Online-Workshop zur Narratologie begrüßen.

    Der interaktive Workshop ermöglichte vielseitige Einblicke über die Chancen und Grenzen der interdisziplinären Anwendbarkeit der Erzähltheorie für jede Teildisziplin der Forschungsgruppe. 

    Frau Prof. Dr. de Jong gewährte zunächst Einblicke in die Anwendung der Narratologie für antike Texte (insbesondere anhand von Texten des Herodot und Homer) und thematisierte hierbei mit Hilfe zahlreicher Beispiele die Schwerpunkte “narratology and narrative texts”, “narratology and historiography”, “narratology and visual art” sowie “narratology and landscape”. Dieser Teil des Workshops stand auch Teilnehmenden außerhalb des Projekts LoSAM offen und stieß auf große Resonanz innerhalb verschiedener Disziplinen wie der Politikwissenschaft, Geschichte und Theologie.

    Anschließend hatten alle Workshopteilnehmer*innen die Möglichkeit, Anwendungsmöglichkeiten der Erzähltheorie für ihre jeweilige Disziplin vorzustellen und hierfür direktes Feedback von Frau Prof. Dr. de Jong zu erhalten.

    Demzufolge wurde im zweiten Teil des Workshops aus dem Teilprojekt C (Altes Testament) ein Einblick in die “Narratologische Analyse von 1 und 2 Makk” präsentiert, das Teilprojekt D (Alte Geschichte) eröffnete eine Debatte zum Thema “Fokalisation in den Hauptberichten über die Getreidekrise in Antiocheia”. TP E (Vergleichende Politikwissenschaft) stellte zur Diskussion, ob die Narratologie für Archivdokumente, wie Zeitungsausschnitte, angewandt werden kann und die Teilprojekte F (Ethnologie) sowie G (Humangeographie) präsentierten die Möglichkeiten einer “Narratologischen Interviewanalyse”. Schließlich gewährte Teilprojekt G (Humangeographie) Einblicke in das Thema “Narratologie in fotografischer Dokumentation”.

    Für die historisch arbeitenden Disziplinen ebenso wie für die Sozialwissenschaften, insbesondere im Bereich der qualitativen Interviewanalyse, erweis sich der theoretische wie methodische Zugriff der Narratologie als fruchtbringend und perspektiveröffnend.

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