Abschlusstagung zum DFG-PAK Lokalität und Gesellschaft: Horizontale Bindungskräfte in der Antike
22.10.2026Erfolgreicher Abschluss des DFG-Paketvorhabens mit einer Tagung vom 29.-30.09.2026
Von 29. bis 30. September 2026 fand in den Räumlichkeiten des Instituts für Klassische Philologie der Universität Würzburg die interdisziplinäre Abschlusstagung zum DFG-PAK Lokalität und Gesellschaft: Horizontale Bindungskräfte in der Antike statt.
Gemeinsam mit internationalen Projektpartner:innen wurden die Ergebnisse der einzelnen Teilprojekte, die in den vergangenen drei Jahren erarbeitet wurden, aus verschiedenen Fachperspektiven beleuchtet und diskutiert. Besonders ergiebig war die Reflexion der Forschungsergebnisse in Hinblick auf grundsätzliche Fragen nach dem Stellenwert horizontaler Bindungskräfte in antiken Gesellschaften. In der gemeinsamen, durchaus auch kontroversen Auseinandersetzung damit hat sich der Wert des Forschungsansatzes, der im Projekt verfolgt wurde, gezeigt: Die tiefgehenden Untersuchungen im Rahmen der einzelnen Teilprojekte haben es ermöglicht, die Relevanz lokaler Selbstorganisierung für antike Gesellschaften aufzuzeigen und zugleich die Vielfalt der Formen, die diese Selbstorganisierung haben kann, ernst zu nehmen.
Die Ergebnisse der Forschungsprojekte werden in einem zweisprachigen Open-Access-Sammelband publiziert, der bei Würzburg University Press erscheinen wird.
Sandra Erker: Isidor von Pelusium. Briefkommunikation, monastische Selbstorganisierung und städtische Gesellschaft
Anna Kontriner: What Can Be Taken for Granted? Depictions of Elders in Ruth, Judith, and Susanna
Maria Janosch: Überlegungen zum Verhältnis von horizontalen Bindungskräften, Gruppen und poleis
Isabel Fraunhofer: Ensuring Everyday Survival. Horizontal Binding Forces in the Judeo-Aramean Community in Elephantine
René Walter: Who cares? Annäherung an eine selbstregelnde Gruppe
