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Katholisch-Theologische Fakultät

Katharina Ebner mit dem Preis für gute Lehre ausgezeichnet

20.04.2026

Katharina Ebner experimentiert in ihren Lehrveranstaltungen mit innovativen Methoden wie dem kritisch reflektierten Einsatz von KI und begeistert ihre Studierenden für theologische Forschung. Dafür wurde sie nun mit dem Preis für gute Lehre ausgezeichnet.

(c) Axel König (StMWK) (Bild: Axel Koenig - StMWK)

„Helden der Lehre“

Am vergangenen Freitag wurden im Rahmen des bayerischen Tags für gute Lehre wieder 20 Preise für gute Lehre verliehen. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr an der Friedrich-Alexander-Universität Augsburg statt. Mit dem Preis für gute Lehre fördert das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst exzellente Qualität der Hochschul-Lehre. Bei der Preisverleihung sagte Markus Blume: „Gute Lehre ist der Herzschlag der Wissenschaft. Wo engagiert und passioniert gelehrt wird, entsteht Neugier, Mut und Vision. Exzellente Lehre ist die Grundlage für exzellente Forschung – das eine gedeiht nicht ohne das andere. Wissenschaft lebt von überzeugender Vermittlung. […]“

Einer der Preise ging in diesem Jahr an Dr. Katharina Ebner. Ihr Lehrstil kombiniert verschiedene Methoden, ist experimentell, reflektiert und zukunftsfähig. Als Lehrperson ist es ihr wichtig Ansprechpartnerin und Lernbegleitung zu sein. Dadurch schafft sie ein lebendiges und respektvolles Lernklima auf Augenhöhe. Dies wird Ihr durch Studierende in zahlreichen Evaluationen bestätigt.

 

Begeisterung für Forschung und Persönlichkeitsbildung

Für Katharina Ebner ist „Theologie […] die wissenschaftliche Beschäftigung mit Gott und Glaubensfragen in engagierter Perspektive: Ich bin überzeugt, dass sich Theologie als akademischer Diskurs der lebensdienlichen und menschenfreundlichen religiösen Praxis verpflichtet fühlen muss; und dafür muss sie konzeptuell kritisch und machtsensibel gedacht werden.“ Dies spiegelt sich inhaltlich in ihren moraltheologischen Lehrveranstaltungen wieder ist für sie aber auch eine Frage der eigenen Haltung.

Mit dem Lehrpreis werden nicht nur didaktische Methoden und Konzepte geehrt, sondern auch Lehrpersonen, die „mit echter Hingabe und beeindruckender Kreativität […] die eigene Begeisterung [vermitteln] und Persönlichkeiten [formen].“ (so Markus Blume in der Laudatio)

 

Forschende Lehre und KI

Die Lehrveranstaltungen von Katharina Ebner sind regelmäßig nach dem Prinzip der forschenden Lehre gestaltet. Dabei initiieren Studierende eigene Forschungsprojekte, die sich am Thema der Lehrveranstaltungen orientieren, und führen diese selbstständig durch. Ein herausragendes Beispiel: eine Gruppe von Studierenden untersuchte lang bevor das Thema breit in den Medien erschien mit „Christfluencern in Social Media“. Dazu luden sie auch eine Christfluencerin ein, die mit ihnen praxisnah über ihren Content sprach, wie sie diesen kreiert und welchen Einfluss sie auf ihre Follower*innen hat.

Weiterhin experimentiert Katharina Ebner in Ihren Lehrveranstaltungen mit verschiedenen Tools, so auch mit KI-unterstütztem Schreiben. In Essays haben die Studierenden die Aufgaben mit Hilfe von KI beantwortet, ihre Unterlagen, wie etwa die verwendeten Prompts aber mit eingereicht. Dadurch ist es für die Lehrperson möglich, neben fachlicher Kompetenz auch die digitale Kompetenz zu überprüfen und den souveränen Einsatz auch von neuen und sich noch entwickelnden Hilfsmitteln wie KI zu trainieren.

Als Lehrperson nimmt sich Katharina Ebner hier zurück und sieht sich eher in der Rolle der Begleitung. In der Vergangenheit sind dabei unter anderem kleinere Filmprojekte und Essays, aber auch ein Beitrag in einer Fachzeitschrift entstanden. So engagiert sich Ebner aktiv an der akademischen Nachwuchsförderung.

 

Zum Preis für gute Lehre: Der Preis für gute Lehre wird jedes Jahr an 20 herausragende Hochschuldozent*innen vergeben und ist mit je 5000 Euro dotiert. Seit diesem Jahr wird zusätzlich auch ein Anerkennungspreis für vorbildliche Lehre von Lehrbeauftragten vergeben. Mit dem Preis für gute Lehre sollen Anreize geschaffen werden, der Lehre einen gleichrangigen Platz neben der Forschung zu geben und diese auf modernem Stand zu halten.

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