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Lehrstuhl für Pastoraltheologie

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2024

Prof. Dr. Johannes Först

Lehrstuhlinhaber
09 31 / 31 86 01 0
johannes.foerst@uni-wuerzburg.de
Sprechstunden: Mi, 17.00 – 18.00 Uhr, nach vorheriger Vereinbarung

0155100, Vorlesung:
Christwerden in heutiger Kultur und Gesellschaft
Modernisierung, sozialer Wandel und Religion

Zeit:                          
Mi, 08.00 – 10.00 Uhr (2 SWS)       
Ort:                           
Neue Uni, HS 318
Zielgruppe:              
Mag, BA, LA FB, GWS
PrüfTeilmodule:      
01-M13-2V (320485)            Inst.-Prüf = 8 ECTS
01-M25a | 01-23b (320588) 4 ECTS
01-M25b | 01-M23c (320589) 4 ECTS
01-M25d | 01-M23e | 01-BA-ThSt-SQ-ThID | 01-BATS-FSQ14 | 01-LA-FB-ThID (320550) 3 ECTS
01-BA-ThSt-SQ-TPTh-2-1 / 01-LA-FB-TPTh2  (326816) 3 ECTS
01-BATS-PT-1 / 01-BA-ThSt-WPF-Past (319626) 5 ECTS
01-ASQ-KGWPTh1 / 01-LA-FB-KGWPTh1 (327618) 5 ECTS
01-ASQ-KGWPTh2 / 01-LA-FB-KGWPTh2 (327619) 3 ECTS
01-LA-GWS-RKG1 (327501) 3 ECTS
01-LA-GWS-RKG2 (327502) 5 ECTS

Zum Thema:
Diese Vorlesung analysiert an ausgewählten Beispielen das Verhältnis von Modernisierungs-prozessen und Religion, christlichem Glaube und Kirche in der späten Moderne. Nach dem „klassischem“ Verständnis der Aufklärung stehen Modernisierungsprozesse und ‘Religion’ in einem Konkurrenzverhältnis. Die Religion, so diese Vorstellung, würde dabei als Verlierer hervorgehen, mehr und mehr ins Private abgedrängt und letztendlich endgültig an Bedeutung verlieren (Säkularisierung). Ist es im Kontext etwa von Technisierung, Digitalisierung, naturwissenschaftlichem Verstehen und der Diffusion kultureller Identitäten u.v.m. überhaupt möglich, christlich zu leben?

In der Vorlesung werden unterschiedliche Fragekomplexe bearbeitet:

a) Was bedeutet dieses Konkurrenzverhältnis für Christentum und Kirche in Europa?

b) Welche Möglichkeiten bieten sich dem einzelnen Menschen, der die existentiellen Herausforderungen seines Lebens deuten und integrieren muss? Unter welchen Bedingungen kann der christliche Glaube diesbezüglich ein hilfreiches Angebot sein?

c) Welche Möglichkeiten bieten sich Familien mit Kindern, das Christentum nicht als abstraktes Lehr- und Denkgebäude, sondern als bereichernde Lebensform zu erschließen?

d) Welche Bedeutung kommen vor allem lokalen kirchlichen Sozialformen in diesem Transformationsprozess zu?

 

Literatur:
Literatur zur Einführung (Auswahl):

Först, Johannes, Versöhnung mit der Moderne. Rekonstruktionen kirchlicher Praxis, Würzburg 2017.

Frühmorgen, Peter, Das Leben nicht-religiös interpretieren. Eine empirisch-theologische Studie im Anschluss an Dietrich Bonhoeffer, Würzburg 2016.

Gabriel, Karl/Gärtner, Christel/Pollack, Detlef (Hg.), Umstrittene Säkularisierung. Soziologische und historische Analysen zur Differenzierung von Religion und Politik, Berlin 2012.

Gabriel, Karl/Horn, Christoph (Hg.), Säkularität und Moderne, Freiburg/München 2016.

Reckwitz, Andreas, Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne, Berlin 2017.

Taylor, Charles, Ein säkulares Zeitalter, Aus dem Engl. v. J. Schulte, Frankfurt a. M. 2009.

Widl, Maria, Das Volk Gottes auf dem Weg durch die Postmoderne: Eine kleine Pastoraltheologie, erscheint 2018 im Verlag Grünewald.

Willems, Ulrich/Pollack, Detlef/Basu, Helene/Gutmann, Thomas/Spohn, Ulrike (Hg.), Moderne und Religion. Kontroversen um Modernität und Säkularisierung, Bielefeld 2013.

Weitere Titel werden in der Veranstaltung bekanntgegeben.

01558000, Vorlesung:
Einführung in die Grundfragen der Pastoraltheologie
Theologie und Praxis kirchlicher Pastoral (Grundlagen)


Zeit:                           
Mi, 10.00 – 12.00 Uhr (2 SWS)
Ort:                           
SR 3, Bibrastr. 14
Zielgruppe:               
Mag, BA, LA GYM
PrüfTeilmodule:      
01-M4-3 (320476) 8 ECTS (TL)
01-BA-ThSt-GPastRP-1 (326772) 6 ECTS (TL)
01-LA-Gym-GPastLit-1 (321143) 2,5 ECTS (TL)

Zum Thema:
Diese Vorlesung führt in die Grundlagen der Pastoraltheologie ein. Im Mittelpunkt stehen theoretische und praxisbezogene Zugänge zu einer heute situationsgerechten und zugleich überlieferungsgerechten kirchlichen Praxis. Entsprechend der neueren Pastoraltheologie seit und mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil will diese Vorlesung die hermeneutischen und praxisbezogenen Grundlagen dafür herstellen, das Leben der Menschen und die sozialen Entwicklungen auf der einen Seite und die jüdischen und christlichen Überlieferungen auf der anderen Seite in ein bedeutungsvolles Auslegungsverhältnis zu setzen. Ziel ist es, unter den gegenwärtigen Gesellschaftsbedingungen lebens- und alltagsrelevant theologisch denken und handeln zu lernen und eine ausdifferenzierte, für die Menschen wirklich situationsgerechte und hilfreiche kirchliche Praxis entwerfen zu können. Diese Vorlesung erarbeitet das pastoraltheologische Basiswissen dar, auf das die weiterführenden Lehrveranstaltungen im Fach aufbauen.

Literatur:
Först, Johannes, Kirchenkrise, Kirchenferne und Säkularisierung … und dennoch Pastoral, in: Först, Johannes/Schöttler, Heinz-Günther (Hg.), Einführung in die Theologie der Pastoral. Ein Lehrbuch für Studierende, Lehrer und kirchliche Mitarbeiter, Berlin/Münster 2012, 241-263.

Först, Johannes, Action and Church. Pastoral Work as the Focal Point of a Liberating Eccle-siology, in: Dillen, Annemie/Wolfteich, Claire (eds.), Catholic Approaches to Practical Theology: International and Interdisciplinary Perspectives, Leuven 2016, 71-85.

Haslinger, Herbert, Pastoraltheologie (UTB 81509), Paderborn 2015.

Joas, Hans, Glaube als Option. Zukunftsmöglichkeiten des Christentums, Freiburg/Basel/ Wien 2012.

Sellmann, Matthias, Zuhören, Austauschen, Vorschlagen. Entdeckungen pastoraltheologi-scher Milieuforschung, Würzburg 2012.

Weitere Titel werden in der Veranstaltung bekanntgegeben.

01555000, Übung/Seminar:
Einführung in die kirchliche Sozialarbeit

Zeit:                        
Mi, 16.00 – 18.00 Uhr (2 SWS)          
Ort:                        
SR 2, Bibrastr. 14
Zielgruppe:            
Mag, BA, MA, LA FB,
PrüfTeilmodule:   
01-M25j (330764) 3 ECTS
01-M25a | 01-M23b (320588) 4 ECTS
01-M25b | 01-M23c (320589) 4 ECTS
01-M25d | 01-M23e-1 | 01-LA-FB-ThID-1 (320550) 3 ECTS
01-M23m-1 (320558) 3 ECTS
01-M24-4+5 (320592 + -93) je 4 ECTS
        Mag21: (300489 + -99) je 5 ECTS
01-BA-ThSt-SQ-EkS (330764) 3 ECTS
01-BATS-FSQ6-1 / 01-BA-ThSt-SQ-PPsyÜ-1 (319640) 3 ECTS
01-BA-ThSt-SQ-SSFTh1-1 / 01-LA-FB-SSFTh1-1 (326823) 5 ECTS
01-BA-ThSt-SQ-SSFTh2-1 / 01-LA-FB-SSFTh2-1 (326824) 5 ECTS
01-BATS-TWD1-1 / 01-BA-ThSt-ThWD1-1 / 01-BA-ThSt-WPF-ThWD1-1 (319614) 5 ECTS
01-BATS-TWD2-1 / 01-BA-ThSt-WPF-ThWD2-1 / 01-BA-ThSt-ThWD2-1 (319615) 5 ECTS
01-BATS-TWD3-1 | 01-BA-ThSt-ThWD3-1 | 01-BA-ThSt-WPF-ThWD3-1 (319616) 5 ECTS
01-BA-ThSt-WPF-ThWD4-1 (326796) 5 ECTS
01-MA-ThSt-GGS3-1 (321227) 5 ECTS
01-MA-ThSt-GGS4-1 (321228) 5 ECTS
01-MA-ThSt-GGS5-1 (321229) 5 ECTS
01-MA-ThSt-SPTh2-1 (324441) 5 ECTS
01-LA-GymRs-SPTh-1 (321158)

Zum Thema:
Die beiden großen Kirchen sind ein wesentlicher Akteur im deutschen Sozialstaat. Viele soziale Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser, Senioren- und Pflegeheime, Kindergärten, Beratungsstellen, sozialpsychiatrische Dienste u.v.m. sind in kirchlicher Trägerschaft. Vor allem die kirchlichen Sozialverbände sind einer der großen Arbeitgeber in Deutschland.

Dieses Seminar bietet einen Einblick in zentrale Arbeitsfelder des kirchlichen Sozialdienstes und führt in grundsätzliche Strukturen des deutschen Sozialstaates, Problemstellungen kirchlicher Sozialarbeit, Methoden sozialer Arbeit und theologisch-caritative Grundlagen des jüdischen und christlichen Menschenbildes ein. Ferner leistete das Seminar eine Grundsatzanalyse sozialer Armutsphänome.

Literatur:
Schmidt, Manfred G., Der Deutsche Sozialstaat. Geschichte und Gegenwart, München 2012.

Lepenies, Philipp, Armut. Ursachen, Formen, Auswege, München 2017.

Haslinger, Herbert, Diakonie. Grundlagen für die soziale Arbeit der Kirche, Paderborn u.a. 2009.

Böhnke, Petra u.a. (Hg.), Handbuch Armut. Ursachen, Trends, Maßnahmen, Opladen/Toronto 2018.

01520000, Oberseminar:
Oberseminar Pastoraltheologie

Zeit:                           
Blockveranstaltung (3 SWS)
Ort:                           
Raum 02.017, Bibrastr. 14
Zielgruppe:               
Doktoranden und Habilitanden in den Fächern Pastoraltheologie und Homiletik, Verfasser von Abschlussarbeiten.

Zum Thema:
Das Oberseminar Pastoraltheologie steht für Promovierende im Fach Pastoraltheologie und für fortgeschrittenen Studierende offen, die eine pastoraltheologische Abschlussarbeit schrei­ben. Im Seminar präsentieren die Teilnehmer/inn/en ihre Forschungsprojekte. Die Präsentati­onen werden im Seminar im Sinne kollegialer Beratung kritisch besprochen und weiterentwi­ckelt.

Das Oberseminar findet in Zusammenarbeit mit der Tilburg School of Catholic Theology in den Niederlanden statt und wird als interuniversitäres, internationales Oberseminar organi­siert. Die Treffen finden abwechselnd an der Tilburg University (NL) und an der Universität Würzburg statt.

 

Eine vorherige persönliche Anmeldung am Lehrstuhl für Pastoraltheologie ist zwingend erforderlich!

Dr. Catalina Cerda-Planas

Wiss. Mitarbeiterin
09 31 / 31 89 33 5
catalina.cerda-planas@uni-wuerzburg.de
Sprechstunde nach vorheriger Vereinbarung

01553000, Vorlesung:
Vertiefung im Bereich der Pastoraltheologie und Homiletik
Kirchliche und christlich-religiöse Sozialformen

Zeit:                        
Mi, 10.00 – 12.00 Uhr (2 SWS)
Ort:                        
HS 318, Neue Uni
Zielgruppe:            

Mag., BA, MA
PrüfTeilmodule:   
01-M21-2 (320542) 6 ECTS (TL)
01-BA-ThSt-SQ-TPTh2-1 | 01-LA-FB-TPTh2-1 (326816) 3 ECTS
01-BATS-PT-1 | 01-BA-ThSt-WPF-Past-1 (319626) 5 ECTS (TL)
01-MA-ThSt-VPast-1 (324430) 5 ECTS (TL)

Zum Thema:
Die Vorlesung setzt sich mit kirchlichen und christlich-religiösen Sozialformen auseinander. Im ersten, sozioreligiös analytischen Teil der Vorlesung wird zunächst das Spannungsverhältnis zwischen Individuum, Gemeinschaft und Gesellschaft in der (Post)Moderne thematisiert und auf den Bereich des Religiösen übertragen. Dabei werden diese drei Ebenen sowohl theoretisch als auch empirisch untersucht, um davon ausgehend Kriterien für die Weiterentwicklung der kirchlichen Sozialformen in der heutigen Welt zu folgern.

Im zweiten Teil werden kirchliche und christlich-religiöse Sozialformen und v.a. die Pfarrgemeinde als zentrale Sozialform kirchlichen Lebens in historischer, soziologischer und systematisch-theologischer Perspektive behandelt. Anschließend werden die aktuellen theologischen Debatten zur Gemeinde-Konzeption thematisiert und pastoral-theologische Kriterien für zeitgenössischen Gemeindeaufbau herausgearbeitet.

Im dritten, handlungsorientierten Teil werden Gestaltungsperspektiven für christliche Sozialformen im Rahmen des aktuellen sozio-religiösen Kontexts und anhand von konkreten Beispielen bzw. Fällen analysiert. Die Vorlesung soll damit auch Orientierung für eine spätere berufliche Tätigkeit in kirchlichen Räumen oder in anderen sozialen Kontexten bieten.

Literatur:
Först, Johannes/Frühmorgen, Peter (Hg.), In Zukunft leiten. Analyse neuer Leitungsmodelle in pastoralen Räumen, Würzburg 2020.

Haslinger, Herbert, Lebensort für alle. Gemeinde neu verstehen, Düsseldorf 2005.

Haslinger, Herbert, Gemeinde – Kirche am Ort. Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils, Paderborn 2015.

Sellmann, Matthias (Hg.), Gemeinde ohne Zukunft? Theologische Debatte und praktische Modelle, Freiburg i.Br. 2013.

Spielberg, Bernhard, Kann Kirche noch Gemeinde sein? Praxis Probleme und Perspektiven der Kirche vor Ort (Studien zur Theologie und Praxis der Seelsorge 73), Würzburg 2008.

Werbick, Jürgen, Warum die Kirche vor Ort bleiben muss, Donauwörth 2002.

01595100, Übung:
Berufsorientierung – Praktikumsbegleitung
(2 SWS)

Ort:                        
Onlineveranstaltung
Zur Terminvereinbarung nehmen Sie bitte Kontakt per E-Mail auf!
Zielgruppe:
           
Studierende des Studiengangs Katholische Theologie mit dem AbschlussMag21 + 13, BA21 + 15 / 120 + 75, MA15 / 45
Module:                 
01-M15 (300475 -79, 320487 -91))
01-BA-ThSt-SQ-P1-1 (328627)
01-BA-ThSt-SQ-P2-1 (328618)
01-MA-ThSt-GGSP-1 (321230)

Zum Thema:
In zwei Praktika, die als Wahlpflichtveranstaltungen mit jeweils 5 ECTS-Punkten zu belegen sind, wird den Studierenden eine Berufsorientierung in potentiellen Arbeitsfeldern eines Theologen ermöglicht. Über die Praktika in den Praxisfeldern Gemeinde, Schule und Erziehung, Caritas und Soziale Dienste, Wissenschaft und Verwaltung sowie Medien und freie Wirtschaft, wird von den Studierenden ein Reflexionsbericht angefertigt. Weiterer Bestandteil der Reflexion ist ein qualifiziertes Abschlussgespräch, bei dem das Praktikum sowie der Praktikumsbericht besprochen und im Kontext des Theologiestudiums verortet werden.