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Intern
    Lehrstuhl für Dogmatik

    Theologie im Dazwischen – Grenzüberschreitende Studien

     

    Zusammen mit Prof. Michael Schüßler (Universität Tübingen) gibt Prof. Christine Büchner die neue Reihe »Theologie im Dazwischen – Grenzüberschreitende Studien« heraus. Die Bände der Reihe erscheinen im Matthias Grünewald-Verlag. 

    »Die Reihe versteht sich als ebenso intellektuelle wie problembezogene Plattform einer Theologie, die geltende Grenzverläufe methodisch oder thematisch erforscht, überschreitet und dabei in (Denk)Räume des Dazwischen eintaucht. Die Reihe versammelt Arbeiten, für die ein mehrperspektivischer Diskurs innerhalb der Theologien wie in außertheologischen Bezügen zu anderen Fächern und Forschungsansätzen zum Selbstverständnis gehört.«

     

    Tor zur Welt?

    Gerrit SpallekTor zur Welt? Hamburg als Ort der Theologie.

    Wer Theologie in einer Großstadt betreibt, muss mit Überraschungen und Irritationen rechnen. Davon zeugen auch die Ortserkundungen dieser Studie. Der Ohlsdorfer Friedhof wird zum Fundort zahlreicher Engelminiaturen, über die sich gedanklich stolpern lässt. Der Straßenstrich von St. Pauli wird zum Ausgangspunkt einer geschlechterbewussten Theologie sowie einer Neuakzentuierung einer Theologie der Sexualität. Beobachtungen am Hauptbahnhof bieten Anlass, darüber nachzudenken, wo und wie Gott in der Welt wirken und präsent sein kann. Davon ausgehend versteht sich die Studie in methodischer Hinsicht als theologisches autoethnografisches Selbstexperiment.

    Gerrit Spallek – selbst Theologe in Hamburg – erprobt explorativ, inwiefern sein theologisches Denken von der Begegnung mit urbanen Räumen beeinflusst wird. Das wissenschaftstheoretische Fundament besteht aus einer zeitaktuellen Reflexion der Lehre von den »loci theologici« sowie der Erarbeitung einer raumsensibilisierten Theologie im Anschluss an den Spatial turn.

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    Scheitern Raum geben

    Christian Kern: Scheitern Raum geben. Theologie für eine postsouveräne Gegenwartskultur.

    In Erfahrungen von Scheitern geht eine bedeutsame Lebensperspektive verloren und Insouveränität greift um sich. Scheitern bringt darin in Konflikt mit einer anthropologischen Grundnorm neuzeitlicher Lebensgestaltung: das eigene Leben selbstständig zu meistern und Autonomie im Erfolg der eigenen Lebensprojekte souverän auszuweisen. Scheitern wird demgegenüber mit Scham besetzt und sozial ausgeblendet.

    Christian Kern sucht in kritischer Auseinandersetzung mit diesem Souveränitätsparadigma nach einer Kultur, die Scheitern nicht aus-, sondern einräumt und zugleich eine lebenseröffnende Wende ermöglicht. Fündig wird er an Orten wie der Bahnhofsmission Würzburg, dem Recollectiohaus Münsterschwarzach, im Improtheater, in biblischen Texten. Von dort her gewinnt eine Theologie des Scheiterns Gestalt, die Impulse entfaltet für eine scheiternssensible, erfolgskritische, postsouveräne Gegenwartskultur.

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