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    Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit

    ...für Fortgeschrittene

    "Kirchengeschichte für Fortgeschrittene" im Wintersemester 2019/20

    Vorlesungen

    01150010 Historische Ekklesiologie (2 SWS)

    Zeit: Montag, 08:00 - 10:00 Uhr
    Dauer: 21.10.2019 bis 3.2.2020
    Ort: Seminarraum 2 (Bibrastraße 14)
    Dozent: Prof. Dr. Dominik Burkard

    Inhalt:

    Vorlesung über ausgewählte Grundfragen der Ekklesiologie in historischer Perspektive. Thematisiert werden u.a. Päpstlicher Primat und Konziliare Idee, das Verhältnis zwischen Ortskirche und Gesamtkirche, Fragen zur Diözesanleitung (Generalvikariat, Domkapitel, Diözesansynoden) sowie die Rolle der Laien

    Literatur:

    Wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

    Hinweise:
    Achtung: Die Vorlesung findet in den neuen Räumen in der Bibrastraße 14, Seminarraum 2, statt!

    - Studierende im neuen Master 120, Modul „Spezialisierung Mittlere und Neuere Kirchengeschichte“, müssen diese Vorlesung mit der Übung „Themen der Historischen Ekklesiologie“ kombinieren.

    - Studierende im neuen Master 45, Modul „Historische Theologie 1“ bzw. „Historische Theologie 2“ (Schwerpunkt Historische Theologie), müssen diese Vorlesung mit der Übung „Themen der Historischen Ekklesiologie“ kombinieren.

    - Studierende im alten Bachelor, Modul „Historische Theologie 1“ (Schwerpunktstudium) bzw. Modul „Historische Theologie 1“ oder „Historische Theologie 2“ (WPF) müssen diese Vorlesung mit der Übung „Themen der Historischen Ekklesiologie“ oder mit einer durch den Lehrstuhl angebotenen Übung im kommenden Sommersemester kombinieren.

    - Studierende im neuen Bachelor, Modul „Theologische Vertiefung 1“ oder „Theologische Vertiefung 2“ (Schwerpunktstudium) oder „Mittlere und Neuere Kirchengeschichte“ (WPF) oder „Themen der Historischen Theologie 1“ (FSQ) müssen diese Vorlesung mit der Übung „Themen der Historischen Ekklesiologie“ kombinieren.

    - Studierende im Lehramt 2015, Modul „Themen der Historischen Theologie 1“ (Fachspezifischer Freier Bereich) müssen diese Vorlesung mit der Übung „Themen der Historischen Ekklesiologie“ oder mit der Übung „Heiße Themen“ von Prof. Dr. Dominik Burkard kombinieren.

    - Für alle Kombimodule gilt: alternative Kombinationen sind nur nach Rücksprache mit den Dozenten zulässig! 

    Zielgruppe:

    Mag (PF) 2013

    Mag (PF) 2009

    Master (WPF) 2016

    Master 45 (WPF) 2016

    BA (WPF) 2011

    BA (WPF) 2015

    BA (FSQ) 2015

    LA GymRs (PF) 2009

    LA MGs (PF) 2009

    LA (Fsp) 2015

    Seminare

    01156000 Seminar zur Mittleren und Neueren Kirchengeschichte (2 SWS)

    Zeit: Montag, 14:00 - 16:00 Uhr
    Dauer: 21.10.2019 bis 3.10.2020
    Ort: Seminarraum 1 (Bibrastraße 14)
    Dozent: Prof. Dr. Dominik Burkard

    Inhalt:

    Konzilien und Synoden sind für eine Kirche nie ohne Gefahren. Eigentlich als Mittel der Wahrheitsfindung und der Wiederherstellung von Einheit gedacht, sind sie stets auch Zerreißproben widerstrebender Kräfte. Was sich in der Gegenwart nur andeutet, kann beim Blick in die Geschichte vertieft studiert werden.

    Das (unvollendete) I. Vaticanum (1869/70) gilt als Zeitenwende der neueren Kirchen- und Theologiegeschichte. Die Dogmatisierung des päpstlichen Jurisdiktionsprimats und der päpstlichen Unfehlbarkeit sollte die bereits länger schwelenden Auseinandersetzungen zwischen einer stärker historisch und pastoral orientierten („deutschen“) und einer mehr philosophisch-dogmatisch ausgerichteten („römischen“) Theologie beenden. Sie führte aber nicht nur zu einer neuen Uniformierung, Ultramontanisierung und Zentralisierung der Kirche, sondern auch zum „Aderlass“ eines Schismas („Altkatholizismus“). Es waren vor allem deutsche Theologen, die sich den synodalen Definitionen verweigerten und die oppositionellen Kräfte zu sammeln suchten.

    Im Seminar beschäftigen wir uns mit den Reaktionen auf das Konzil im Lager der deutschen Antiinfallibilisten. Grundlage unserer Studien werden Primärquellen (Briefe) und Publikationen sein.

    Literatur:

    Wird im Seminar bekanntgegeben.

    Zielgruppe:

    Mag (WPF) 2013

    Mag (WPF) 2009

    Master 45 (WPF) 2016

    Master (WPF) 2016

    BA (WPF) 2015

    BA (WPF) 2011

    LA GymRs (WPF) 2015

    LA GymRs (WPF) 2009

    LAGym (Fsp) 2015

    LA (Fsp) 2009


    01166000 Seminar zur Mittleren und Neueren Kirchengeschichte 2 (2 SWS)

    Zeit: Dienstag, 10:00 - 12:00 Uhr
    Dauer: 22.10.2019 bis 4.2.2020
    Ort: Seminarraum 4 (Bibrastraße 14)
    Dozent: Florian Geidner

    Inhalt:

    Die Idee vom Kreuzzug als bewaffneter Pilgerfahrt entstand im christlichen Europa des Mittelalters. Sie führte jene, die das Kreuz nahmen – Kleriker und Laien, Adlige und Gemeine, Männer und Frauen, Ritter und Kinder – nicht nur in die Levante, zu den Heiligen Stätten in Palästina. Sie zogen ebenso ins Baltikum, an die Küsten Nordafrikas, nach Westeuropa, auf den Balkan, nach Ungarn, Polen und die Iberische Halbinsel. Gegen Muslime wurde ebenso zum Kreuzzug gepredigt, wie gegen Mongolen, die einem Schamanentum anhingen. Heidnische Preußen, Litauer, Balten und Wenden zu bekämpfen konnte gleichermaßen als Kreuzzug gelten, wie Feldzüge gegen Katharer und Hussiten. Selbst der Kampf gegen russisch- und griechisch- orthodoxe oder katholische Christen geschah teilweise als kirchlich sanktionierter Kreuzzug. Dabei sah sich die Kirche von Anfang an mit der Frage konfrontiert, wie und ob sich die Propagierung und Ausübung von Gewalt mit der biblischen Lehre und kirchlichen Überzeugung vereinbaren ließe. Im Seminar soll den zeitgenössischen theologischen Debatten um den „gerechten“ und den „heiligen“ Krieg ebenso nachgegangen werden, wie den religiösen, politischen und kulturellen Implikationen des historischen Phänomens der Kreuzzüge. Auch das Nachleben des Kreuzzuges als Topos und Idee in der Neuzeit bis in die jüngste Vergangenheit und Gegenwart soll nicht ausgespart werden.

    Die Studierenden sind nachdrücklich aufgefordert, auch eigene Interessen am Thema gegenüber dem Dozenten zu formulieren und ins Seminar einzubringen.

    Literatur:

    Alphandéry, Paul/ Dupront, Alphonse, La chrétienté et l'idée de croisade (L'évolution de l'humanité, Bd. 10), Paris 21995.
    Angenend, Arnold, Die Kreuzzüge. Aufruf zum „gerechten“ oder zum „heiligen“ Krieg?, in: Andreas Holzem (Hg.), Krieg und Christentum. Religiöse Gewalttheorien in der Kriegserfahrung des Westens (KRiG, Bd. 50), Paderborn/München/Wien/Zürich 2009, 341-367.
    Erdmann, Carl, Die Entstehung des Kreuzzugsgedankens (Forschungen zur Kirchen- und Geistesgeschichte, Bd. 6) (Unveränd. Nachdr. d. Ausg. 1935), Stuttgart 1955.
    Flori, Jean, Guerre sainte, Jihad, Croisade. Violence et Religion dans le Christianisme et l'Islam (Points, Bd. 309), Paris 2002.
    Mayer, Hans Eberhard, Geschichte der Kreuzzüge, Stuttgart 102005.
    Riley-Smith, Jonathan, Wozu heilige Kriege? Anlässe und Motive der Kreuzzüge, Berlin 22005.
    Riley,-Smith, Jonathan, Art.: Kreuzzüge, in: LexMA, Bd. 5, 1508-1519.
    Riley,-Smith, Jonathan, Die Kreuzzüge, Darmstadt 32015.
    Runciman, Steven, Geschichte der Kreuzzüge, 3 Bde., München 1957-1960.
    Waas, Adolf, Geschichte der Kreuzzüge, 2 Bde., Freiburg im Breisgau 1956.

    Zielgruppe:

    Mag (WPF) 2013

    Mag (WPF) 2009

    Master 45 (WPF) 2016

    Master (WPF) 2016

    BA (WPF) 2015

    BA (WPF) 2011

    LA GymRs (WPF) 2015

    LA GymRs (WPF) 2009

    LAGym (Fsp) 2015

    LA (Fsp) 2009

    Studierende im Gesellschaftswissenschaftlichen (GWS)

    LA freier Bereich


    01168000 Seminar zu speziellen Fragen der Theologie (Mittelalter und Neuzeit) (2 SWS)

    Zeit: Mittwoch, 10:00 - 12:00 Uhr
    Dauer: 16.10.2019 bis 5.2.2020
    Ort: Seminarraum 1/Sitzungszimmer (Bibrastraße 14)
    Dozent: Florian Geidner

    Inhalt:

    „Der Bischof der Kirche von Rom, in dem das vom Herrn einzig dem Petrus, dem Ersten der Apostel, übertragene und seinen Nachfolgern zu vermittelnde Amt fortdauert, ist Haupt des Bischofskollegiums, Stellvertreter Christi und Hirte der Gesamtkirche hier auf Erden; deshalb verfügt er kraft seines Amtes in der Kirche über höchste, volle, unmittelbare und universale ordentliche Gewalt, die er immer frei ausüben kann“ (c. 331 CIC/1983).

    Dem Papst kommt nach geltenden Kirchenrecht nachgerade die Stellung eines absoluten Monarchen innerhalb der katholischen Kirche zu. Gegen sein Urteil lässt sich weder Revision erwirken, noch Beschwerde einreichen. Er ist keiner irdischen Instanz Rechenschaft schuldig. Spricht er als oberster Hirte und Lehrer, kommt ihm zudem die Unfehlbarkeit in Glaubens- und Sittenfragen zu.

    Diese Machtfülle und überragende Position besaß der römische Bischof freilich nicht von Beginn an. Sie stellt vielmehr das Ergebnis eines fast zweitausendjährigen historischen Prozesses dar.

    In der Übung, die auch als unabhängiges kirchengeschichtliches Seminar belegt werden kann, soll parallel zur Vorlesung „Historische Ekklesiologie“ Professor Burkards der Frage nachgespürt werden, wie es zur herausgehobenen Stellung des Papstes im Laufe der Kirchengeschichte kam. Die Kontingenz dieser Entwicklung berücksichtigend, soll sich auch ekklesiologischen Gegenmodellen, wie dem Konziliarismus zugewandt werden, wie sie sich in der Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit fanden.

    Die einzelnen thematischen Schwerpunkte der Veranstaltung werden in Absprache mit den Teilnehmenden gesetzt, sodass persönliche Interessen in diesem Themenkontext gerne geäußert werden können. 

    Literatur:

    Peter Gemeinhardt, Ecclesia Romana semper habuit primatum. Die Entwicklung des päpstlichen Primats im ersten Jahrtausend, in: Walter Fleischmann-Bisten (Hg.), Papstamt - pro und contra: geschichtliche Entwicklungen und ökumenische Perspektiven (Bensheimer Hefte, Bd. 97), Göttingen 2001, 9-38.
    Wolfgang Klausnitzer, Der Primat des Bischofs von Rom. Entwicklung, Dogma, ökumenische Zukunft, Freiburg 2004.
    Klaus Schatz, Der päpstliche Primat. Seine Geschichte von den Ursprüngen bis zur Gegenwart, Würzburg 1990.
    Hubert Wolf, Krypta. Unterdrückte Traditionen der Kirchengeschichte, München 22015, 75-113.

    Zielgruppe:

    BA (WPF) 2015
    BA (FSQ) 2015

    BA (WPF) 2011

    Master (WPF) 2015
    Master 45 (WPF) 2015

    LA Gym (WPF) 2009
    LA (Fsp) 2009

    LA (Fsp) 2015

    Übungen

    01170020 Quellenkunde und historische Hilfswissenschaften (2 SWS)

    Zeit: nach Absprache mit dem Dozenten
    Dozent: Prof. Dr. Dominik Burkard

    Inhalt:

    Die Lehrveranstaltung bietet die Möglichkeit, an einem laufenden Forschungsprojekt des Lehrstuhls mitzuarbeiten und dabei Methoden und Arbeitsweisen der historischen Theologie anzuwenden. Die Teilnehmer sollen so einen konkreten Einblick in die die Arbeit des Kirchenhistorikers gewinnen.

    Zielgruppe:

    Magister Theologiae

    sonstige Interessenten


    01170030 Vertiefung Mittlere und Neuere Kirchengeschichte: Heiße Themen der Neueren Kirchengeschichte (2 SWS)

    Zeit: Montag, 16:00 - 18:00 Uhr
    Dauer: 14.10.2019 bis 3.2.2020
    Ort: Seminarraum 3 (Bibrastraße 14)
    Dozent: Prof. Dr. Dominik Burkard

    Hinweise:

    Achtung: Das Seminar findet in den neuen Räumen in der Bibrastraße 14 (Seminarraum 3) statt!

    ACHTUNG:
    Diese Übung kann NICHT für das VERTIEFUNGSMODUL im Lehramt 2015 belegt werden!

    - Studierende im neuen Master 120, Modul „Vertiefung Mittlere und Neuere Kirchengeschichte“, müssen diese Übung mit der Vorlesung von Prof. Dr. Dominik Burkard „Auf dem Weg in die Moderne“ des Sommersemesters kombinieren.

    - Studierende im neuen Master 45, die das Modul „Historische Theologie“ im Pflichtbereich belegen wollen, können diese Übung, nach Rücksprache mit dem Dozenten, mit der Vorlesung von Prof. Dr. Dominik Burkard „Auf dem Weg in die Moderne“ des Sommersemesters kombinieren.

    - Studierende im Lehramt 2015, Modul „Themen der Historischen Theologie 1“ (Fachspezifischer Freier Bereich) können diese Übung mit der Vorlesung „Historische Ekklesiologie“ von Prof. Dr. Dominik Burkard kombinieren. 

    Zielgruppe:

    Master 45 (PF) 2015

    Master (PF) 2016

    LA Gym (WPF)  2015

    LA (Fsp) 2015

    Mag (WPF)


    01170000 Theologische Quellenkunde und Hilfswissenschaften 2 (2 SWS)

    Zeit: Dienstag, 16:00 - 18:00 Uhr
    Dauer: 15.10.2019 bis 4.2.2020
    Ort: Seminarraum 3 (Bibrastraße 14)
    Dozent: Joachim Bürkle

    Inhalt:


    Vermittlung von praktischen Fertigkeiten im Umgang mit handschriftlichen Quellen aus dem deutschen Sprachbereich des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Studierenden erwerben die Kompetenz, in deutscher Kurrentschrift verfasste Quellen und Texte selbständig zu lesen.

    Literatur:

    Fritz Verdenhalven, Die deutsche Schrift. Ein Übungsbuch, Insingen 2011.

    Zielgruppe:

    Lehramt alt und neu, Freier Bereich bzw. Allgemeine Schlüsselqualifikationen

    Magister 13, Schlüsselqualifikationen (01-ASQ-5)

    Magister 13 (01-M23f-1)

    Bachelor 2011, Schlüsselqualifikationen (01-BATS-FSQ11) – da es sich um ein „Kombimodul“ handelt, nehmen Sie bitte Rücksprache mit der Dozenten!

    Bachelor 2011, Wahlpflichtbereich bzw. Schwerpunktstudium 1 (01-BATS-HT1-1), Bestandteil des Teilmoduls "Historische Theologie 1-1" – da es sich um ein „Kombimodul“ handelt, nehmen Sie bitte Rücksprache mit der Dozenten!