Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2026
Prof. Dr. Christine Büchner

Theologie ist Rede von Gott. Diese Rede ist nicht selbstverständlich, weil ihr Gegenstand nicht selbstverständlich ist. Menschen erfahren eher die Abwesenheit als die Anwesenheit Gottes. Wie ist unter diesen Bedingungen verantwortet von Gott zu sprechen? Und weiter: Wie ist von Gott zu sprechen unter der Annahme seiner Selbsterschließung im Menschen Jesus von Nazaret? Die Lehre von der Trinität Gottes versucht zu verstehen, wie dieser Mensch so vorbehaltlos liebend und damit so durchsichtig auf Gott sein konnte und was es für den Glauben an Gott bedeutet, wenn Gott ist, wie Jesus war.
Die Vorlesung erarbeitet diese Zusammenhänge in ihrer biblischen und geschichtlichen Entwicklung sowie in ihrer systematischen Entfaltung angesichts der Herausforderungen und Anfragen des neuzeitlichen Denkens sowie der Pluralität der Religionen.
Zeit: Dienstag 16-18 Uhr
Ort: Seminarraum 1 (Bibrastraße 14)
Beginn: 14.04.2026
Zielgruppe:
- 01-M07 – Magister Theologie
- Bachelor Theologie in diversen Modulzuweisungen
Literatur zur Einführung:
- Karlheinz Ruhstorfer, Gotteslehre (Gegenwärtig Glauben Denken, Bd. 2), Paderborn u.a. 2010.
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Das Oberseminar bietet Doktorand*innen der Dogmatik und angrenzender Fächer sowie fortgeschrittenen Studierenden, die Möglichkeit, ihre Arbeitsergebnisse und –fortschritte innerhalb ihres Promotionsvorhabens oder ihrer Abschlussarbeit regelmäßig in einem kleinen Kreis von Expert*innen vorzustellen und zu diskutieren.
Termine:
Zielgruppe:
- Promovendinnen und Promovenden der Theologie und benachbarter Wissenschaften
- Fortgeschrittene Studierende der Theologie
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Dr. Stephan Tautz

Rembrandt Harmensz. van Rijn
Die Vorlesung setzt bei der Analyse einer vielschichtigen Krise der gegenwärtigen katholischen Sakramententheologie an. Neben dem pastoralen Bedeutungsverlust der Sakramentenpraxis werden auch epistemologische Herausforderungen thematisiert – insbesondere die Spannung zwischen der bleibend bestimmenden mittelalterlich-scholastischen Grundlegung der Sakramententheologie und den Anforderungen des 21. Jahrhunderts. Darüber hinaus werden die politischen Implikationen eines sakramentalen Kirchen- und Amtsverständnisses kritisch in den Blick genommen.
Im Sinne des griechischen Begriffs krisis kann die gegenwärtige Situation jedoch auch als Chance zur grundlegenden Neubestimmung sakramententheologischer Konzepte gesehen werden. Die Vorlesung widmet sich der Vorstellung und Diskussion solcher aktueller Neuansätze in der Sakramententheologie. Daneben liegt ein weiterer Fokus auf der Erörterung der dogmengeschichtlichen (und der ihr zugrunde liegenden philosophischen) Entwicklung der Sakramententheologie. Denn erst eine detaillierte Kenntnis der Tradition schafft die notwendige Grundlage und den Kontext, um gegenwärtige Entwicklungen angemessen einordnen zu können.
Zeit/Ort: Dienstag 16-18 Uhr im Seminarraum 3 (Bibrastraße 14)
Mittwoch 12-13 Uhr im Seminarraum 4 (Bibrastraße 14)
Beginn: Mittwoch, 15.04.2026
Zielgruppe:
- Magister Theologie
- LA Gymnasium
- LA GWS
- LA alle Schularten (Freier Bereich)
- Bachelor Theologische Studien
- Master Theologische Studien
Literatur:
• Agamben, Giorgio (2010): Das Sakrament der Sprache. Eine Archäologie des Eides (homo sacer II.3). Berlin: Suhrkamp.
• Boff, Leonardo (2021): Kleine Sakramentenlehre. Düsseldorf: Verlagsgruppe Patmos.
• Cavanaugh, William T. (2024): The Uses of Idolatry. New York: OUP.
• Chauvet, Louis-Marie (2015): Symbol und Sakrament. Eine sakramentale Relecture der christlichen Existenz (Theologie der Liturgie 8). Regensburg: Pustet.
• Faber, Eva-Maria (2002): Einführung in die katholische Sakramentenlehre. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
• Fischer-Lichte, Erika (2004): Ästhetik des Performativen. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verl.
• Hoffmann, Veronika (2016): Christus - die Gabe. Zugänge zur Eucharistie. Freiburg im Breisgau: Herder.
• Höhn, Hans-Joachim (2020): Gottes Wort - Gottes Zeichen. Systematische Theologie. Würzburg: Echter.
• Kroth, Jürgen (2018): Dein Reich komme. Studien zu einer politischen Theologie sakramentaler Theorie und Praxis (Studien zur Theologie und Praxis der Seelsorge 102). Würzburg: Echter.
• Marion, Jean-Luc (2014): Gott ohne Sein. Paderborn u.a.: Schöningh.
• Menke, Karl-Heinz (2012): Sakramentalität. Wesen und Wunde des Katholizismus. Regensburg: Pustet.
• Meuffels, H. Otmar (1995): Kommunikative Sakramententheologie, Freiburg im Breisgau: Herder.
• Nocke, Franz-Josef (1997): Sakramententheologie. Ein Handbuch. Düsseldorf: Patmos Verl.
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Die Vorlesung „Grundfragen der Dogmatik II“ bietet im Basismodul der modularisierten Lehramtsstudiengänge eine Einführung in die Traktate Schöpfungstheologie und Sakramentenlehre. Die Vorlesung beginnt mit der Schöpfungstheologie, innerhalb derer dargelegt wird, wie die Schöpfungserzählungen der Bibel in moderner Exegese gedeutet werden. Von daher kann gefragt werden, welche Berührungspunkte es heute zwischen einer zeitgemäßen Schöpfungstheologie und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen gibt.
In einem zweiten Teil wird der Frage nachgegangen, wie Symbole der Schöpfung in christlicher Perspektive als sakramentale Zeichen des Nähe Gottes zu verstehen sind. Dazu ist zunächst der Blick auf das Leben und Sterben Jesu zu richten, um anschließend die sakramentalen Deutungen der Tradition zu bedenken. Indem auf die Sakramente von Eucharistie und Taufe gesondert eingegangen wird, soll ein Sakramentenverständnis entwickelt werden, dass die Einsichten der Tradition in die Selbstoffenbarung wie das kirchliche Handeln ernst nimmt und anschlussfähig an einen heutigen Verständnishorizont ist.
Zeit: Mittwoch 08-10 Uhr
Ort: Seminarraum 129 (Sanderring 2)
Beginn: 15.04.2026
Zielgruppe: Lehramt; alle Schularten
Literatur:
Zur Schöpfungslehre:
- A. Ganoczy, Schöpfungslehre, in: Glaubenszugänge. Lehrbuch der Katholischen Dogmatik, hg. v. W. Beinert, Bd. 1, Paderborn u. a. 1995, 363-495.
- M. Kehl, Und Gott sah, dass es gut war – eine Theologie der Schöpfung, Freiburg i. Br. 2006.
- G. Langemeyer, Die theologische Anthropologie, in: Glaubenszugänge. Lehrbuch der Katholischen Dogmatik, hg. v. W. Beinert, Bd. 1, Paderborn u. a. 1995, 497-622.
- Chr. Link, Schöpfung. Schöpfungstheologie angesichts der Herausforderungen des 20. Jahrhunderts (HST 7/2), Gütersloh 1991.
- G. L. Müller, Ka¬tholische Dogmatik. Für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg/Basel/Wien 1995, 105 154 (Theol. Anthropologie); 155-223 (Schöpfungslehre).
- D. Sattler/Th. Schneider, Schöp¬fungslehre, in: Handbuch der Dogmatik, hg. v. Th. Schneider, Bd. 1, Düsseldorf 1992, 120 238.
Zur Sakramentenlehre:
- G. Koch, Sakramentenlehre - Das Heil aus den Sakramenten, in: Glaubenszugänge. Lehrbuch der Katholischen Dogmatik, hrsg. v. W. Beinert, Bd. 3, Paderborn u. a. 1995, 307-380.
- G. L. Müller, Katholische Dogmatik. Für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg/Basel/Wien 1995, 627-657.
- F.-J. Nocke, Allgemeine Sakramentenlehre, in: Handbuch der Dogmatik, hrsg. v. Th. Schneider, Bd. 2, Düsseldorf 1992, 188-225.
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Prof. Dr. Matthias Reményi

Nach herkömmlichem Verständnis hat die Eschatologie als "Lehre von den Letzten Dingen" einerseits die Ereignisse des einzelnen Menschen in bzw. nach seinem Tod zu bedenken (personale Eschatologie), andererseits aber auch das Ende der Weltgeschichte im Ganzen in den Blick zu nehmen (geschichtliche Eschatologie). Seit dem II. Vatikanischen Konzil mit seiner Hinwendung zur Welt ist aber noch ein weiterer Kontext der Eschatologie hinzugekommen: die kosmische Dimension der erhofften Vollendung durch Gott. Eine solchermaßen dreifach ausgerichtete Eschatologie ist aber nicht nur um "Letzte Dinge" bemüht, sondern es geht zugleich um die Frage, wie die erhoffte personale, geschichtliche und kosmische Vollendung als Perspektive christlicher Hoffnung zu einer Neuschöpfung aller Dinge führt, die bereits im Hier und Jetzt anhebt, da uns der Grund unserer Hoffnung, Jesus Christus, längst gegeben ist.
Zeit und Ort: Dienstag 14-16 Uhr im Seminarraum 2 (Bibrastr. 14)
und Mittwoch 13-14 Uhr im Seminarraum 4 (Bibrastr. 14)
Beginn: 14.04.2026
Zielgruppe:
- Magister Theologie
- LA Gymnasium
- LA GWS
- LA alle Schularten (Freier Bereich)
- Bachelor Theologische Studien
- Master Theologische Studien
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Clara Elisa Bracker

Dieser Kurs dient der Vertiefung in der Vorbereitung auf das Staatsexamen. Inhaltich behandelt er die examensrelevanten Themen für die dogmatischen Traktate der Gotteslehre, Christologie, Schöpfungslehre, Eschatologie/Ekklesiologie und Sakramentenlehre.
Der Kurs orientiert sich an Vorgaben des Kultusministeriums und arbeitet den geforderten Stoff umfassend anhand von Lehrbuch- und Primärliteratur auf. Des Weiteren bietet er Raum zur Klärung offener Fragen und eine Vorbereitung im Hinblick auf potenzielle Prüfungsfragen.
Der begleitende WueCampus-Kursraum bietet vollumfänglich alle erforderlichen und hilfreichen Materialien für die Vorbereitung auf das systematische Staatsexamen.
Zeit: Dienstag 14-16 Uhr (1. Treffen zur Festlegung der Blockseminartermine)
Ort: Seminarraum 2 (Bibrastraße 14)
Beginn: 14.04.2026
Zielgruppe:
Lehramtsstudierende jeder Schulart, die sich in der Vorbereitung auf das Staatsexamen im Bereich der Dogmatik befinden, sowie alle Interessierte, die sich im Bereich der Dogmatik eine Vertiefung und Sicherung ihres Wissenstandes wünschen.
Naomi Kroth

Das Tutorium beleuchtet die wichtigsten Aspekte der klassischen dogmatischen Traktate: Schöpfungslehre und Sakramentenlehre. Hierbei werden explizit Inhalte aus der Grundlagenvorlesung erläutert, vertieft und eingeübt.
Des Weiteren steht die Vorbereitung auf die Klausur am Ende des Semesters im Fokus des Tutoriums.
Zeit: Mittwoch, 12-13 Uhr
Beginn: 15.04.2026
Ort: Seminarraum 3 (Bibrastraße 14)
Zielgruppe:
Lehramtsstudierende, die an der Vorlesung Grundfragen der Dogmatik II bei Herrn Dr. Stephan Tautz teilnehmen.
Ebenso all jene Studierende, welche die Klausur zur Einführung in die Dogmatik im Sommersemester 2026 nachholen.
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