Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2026/2027
| Dozent: | Prof. Dr. Wolfgang M. Schröder |
| Zeit: | Mi, 18 - 20 Uhr |
| Ort: | Seminarraum 4, Bibrastraße 14 |
| Beginn: | 14.10.2026 |
| Inhalt: | Aristoteles gilt als Gründungsvater einer komplexen abendländischen Metaphysik im systematischen Sinn, Kant dagegen als der entscheidende moderne Metaphysik-Kritiker aus dem Geist der Aufklärung. Insofern liegt eine gründliche Lektüre und Interpretation beider philosophisch-rezeptionsgeschichtlich zentralen Autoren nahe, auch und nicht zuletzt im Blick auf deren Lehrstücke zum Verhältnis von Metaphysik und Theologie. Textgrundlagen der Vorlesung (bitte anschaffen!) sind die Ausgabe der von Ursula Wolf übersetzten Rowohlt-Ausgabe der „Metaphysik“ des Aristoteles und die Ausgabe von Kants „Kritik der reinen Vernunft“ aus dem Meiner-Verlag. Weitere Materialien zur Vorlesung werden digital auf WueCampus zur Verfügung gestellt. |
| Dozent: | Prof. Dr. Wolfgang M. Schröder |
| Zeit: | Di, 14 - 16 Uhr |
| Ort: | Seminarraum 4, Bibrastraße 14 |
| Beginn: | 13.10.2026 |
| Inhalt: | Die Vorlesung gibt einen pointierten Überblick über Anfänge, Hauptströmungen und Hauptthemen der Philosophie in der Geschichte ihres Begriffs von der Antike bis zur Gegenwart. Materialien zur Vorlesung werden digital auf WueCampus zur Verfügung gestellt. |
| Dozent: | Prof. Dr. Wolfgang M. Schröder |
| Zeit: | Do, 14 - 16 Uhr |
| Ort: | Seminarraum 4, Bibrastraße 14 |
| Beginn: | 15.10.2026 |
| Inhalt: | Anthropologie ist das multidisziplinär und multikulturell aufgestellte Projekt, Grundcharakteristiken und Prinzipien des individuellen und sozialen Menschseins zu verstehen und zu beschreiben. Philosophische Anthropologie bringt ihren Beitrag in diesen Diskurs ein, indem sie klassischerweise sich an ethiksensiblen Grundvollzügen und an der angenommenen Vernunftnatur des Menschen orientiert. Die Vorlesung gibt einen pointierten Überblick über Anfänge, Hauptströmungen und Hauptthemen der Philosophischen Anthropologie von der Antike bis zur Gegenwart und geht zudem auf Gender-Fragen und die Mensch-Maschine-Kooperation ein. Materialien zur Vorlesung werden digital auf WueCampus zur Verfügung gestellt. |
| Dozent: | Prof. Dr. Wolfgang M. Schröder |
| Zeit: | Di, 16 - 18 Uhr |
| Ort: | Seminarraum 4, Bibrastraße 14 |
| Beginn: | 13.10.2026 |
| Inhalt: | Platons "Protagoras": Zwischen Sophistik und Philosophie Protagoras war der erste Sophist, der sich als solcher benannt hat und gegen Bezahlung erfolgreich Tugend und kompetentes Handeln lehren wollte. Platon inszeniert in seinem sprachlich kunstvollen Dialog „Protagoras“ ein Gespräch zwischen Sokrates, der sich als öffentlicher unbezahlter Diskussionspartner und Philosoph von Sophisten abgrenzen wollte, und Protagoras als Diskurs über Fragen wie: Ist Tugend wirklich lehrbar? Stimmen Tugend und Wissen miteinander überein? Treffen wir unsere Entscheidungen aufgrund von Affekten oder aus Vernunftgründen? Gibt es einen angeborenen Sinn für das Gute? Wo soll politische Bildung stattfinden, in der Schule oder im Elternhaus? Welchen Sinn haben Strafen? „Vor dem Hintergrund aktueller Bildungsdebatten erweist sich Platons Protagoras als erstaunlich modernes Werk, das auf feste Antworten verzichtet und an ihre Stelle fruchtbare Denkanstöße setzt.“ (https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/protagoras/1129). Textgrundlage des Seminars (bitte anschaffen!) ist die dt./gr. Textausgabe des platonischen „Protagoras“ aus dem Reclam Verlag. |
| Dozent: | Prof. Dr. Wolfgang M. Schröder |
| Zeit: | Do, 10 - 12 Uhr |
| Ort: | Seminarraum 1/Sitzungszimmer, Bibrastraße 14 |
| Beginn: | 15.10.2026 |
| Inhalt: | Toleranz. Konzeptionelle Grundlinien zwischen Hume (Philosophie) und Mitscherlich (Psychologie) Toleranz ist ein Tugend-Begriff für das Schultern geistiger und seelischer Lasten. Sie bedeutet keine Zustimmung zu, sondern die Duldung von womöglich unüberwindbaren Differenzen in Fragen des Glaubens, der Kultur sowie der allgemeinen Lebenspraxis oder grundsätzlicher Überzeugungen. „Ihr Gegensatz ist auf der einen Seite Intoleranz, auf der anderen Seite aber auch Indifferenz.“ (Christian Spieß) Wo Toleranz fehlt, entstehen schnell Hass, Verachtung, Ausgrenzung und Gewalt. Daher ist Toleranz auf ihre Weise ein konstitutives Moment einer offenen und pluralistischen Gesellschaft. Das Seminar wird sich mit der intensiven Lektüre und Interpretation von Texten von David Hume bis Alexander Mitscherlich zu diesem Themenkomplex befassen. Textgrundlagen werden digital auf WueCampus zur Verfügung gestellt. |


