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    Lehrstuhl für Religionspädagogik

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    Inzwischen 2157 Jugendliche zu Menschenrechten, Demokratie und Religion befragt

    15.01.2014

    Erste Ergebnisse im internationalen Forschungsprojekt „Religion and Human Rights 2.0“: Inzwischen wurden 2157 Jugendliche in Deutschland befragt und der Rücklauf dauert an. Erste Analysen liegen bereits vor.

    Menschenrechte und Demokratie sind fragile Institutionen, die der ständigen Unterstützung bedürfen. Ein Blick auf die globale Situation gibt nicht eindeutig zu erkennen, ob Religion zu den Ressourcen gezählt werden kann, die einen Beitrag zum Aufbau und Erhalt einer Menschenrechtskultur und demokratischer Gesellschaften leisten. Die zentrale Frage des Projektes ist, ob es aus bestimmten religiösen und weltanschaulichen Perspektiven Vorbehalte gegenüber einzelnen Menschenrechten gibt, oder ob gerade religiös-weltanschauliche Überzeugungen die Anerkennung der Menschenrechte und ein Bewusstsein für Demokratie fördern.

    Diesen Fragen geht ein internationales Forschungsprojekt nach, das vom Würzburger Religionspädagogen Prof. Dr. Hans-Georg Ziebertz geleitet wird. Seit Herbst 2012 haben Prof. Ziebertz und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Susanne Döhnert M.A. in Deutschland insgesamt 2157 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 Jahren befragt. Die Befragung fand in 39 Schulen in den Jahrgangsstufen 10 und 11 statt. Ausgewählt wurden 19 Städte in allen Regionen Deutschlands. Die große Stichprobe erlaubt es, Jugendliche verschiedener Religionen und religionslose Jugendlichen zu vergleichen. Wenn die Feldforschung in den übrigen Ländern abgeschlossen ist, werden die Daten zusammengeführt und in Würzburg ausgewertet.

    Frühere Studien der Würzburger Forscher hatten  gezeigt, dass die Menschenrechte insgesamt positiv bewertet werden, dass es aber durchaus Unterschiede gibt, beispielsweise zwischen Katholiken und Protestanten, zwischen Protestanten  und Muslimen sowie zwischen religiösen und nicht religiösen Befragten. Es konnte auch gezeigt werden, dass andere Faktoren eine Rolle spielen, denen jetzt genauer nachgegangen werden soll. Dazu zählen unter anderem Persönlichkeitsmerkmale, Wertüberzeugungen, Einstellungen zum Pluralismus und zur Multikulturalität. Als nächster Etappenschritt ist für Dezember 2014 eine weitere internationale Tagung geplant, bei der erste Forschungsergebnisse präsentiert werden.

    Ein erster Kurzbericht mit einigen ausgewählten Ergebnissen liegt vor. Lesen Sie mehr.

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