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    Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft

    DFG-Projekt:

    Die Liturgiereform und ihr theologischer Rezeptionsprozess

    Zur ortskirchlichen Wirkungsgeschichte des II. Vatikanischen Konzils

    Das Reformanliegen des II. Vatikanischen Konzils

    Am 4. Dezember 1963 wurde auf dem II. Vatikanischen Konzil die Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium promulgiert. Im allgemeinen Reformanliegen des Konzils, das sich selbst unter die Aufgabenstellung einer Erneuerung der katholischen Kirche gestellt hatte, war dieses Dekret das erste, welches von den Konzilsvätern feierlich verkündet wurde. Überhaupt war die Revision der Liturgie – gefördert durch die bereits seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts sich entwickelnde Liturgische Bewegung – eines der vorrangigsten Themen dieses Konzils, aber nicht zuletzt, weil auch Päpste wie Pius XII. insbesondere durch die Enzyklika Mediator Dei  von 1947, ihr den Weg bereitet hatten.

    Sacrosanctum Concilium

    Mit der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium (SC) haben die Konzilsväter jene entscheidenden Impulse gegeben, die für eine spätere Umsetzung in der Praxis normativ wirken sollten. Sie blieben dabei nicht nur bei der Bedeutung der Liturgie und dem Sinngehalt ihres Vollzuges stehen. Weiterhin befassten sie sich mit Fragen der Kirchenmusik, des Kirchenbaus, der Gestaltung liturgischer Geräte und Paramenten sowie mit der Ausgestaltung, d.h. der Feiergestalt römisch-katholischen Liturgie.

    Umsetzung der erneuerten Liturgie?

    Seitdem wurde durch eine Vielzahl liturgischer Reformen versucht, die Zielvorgaben dieses Konzilsdekretes in der römisch-katholischen Kirche umzusetzen. Das Forschungsprojekt, das nun am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Universität Würzburg unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Stuflesser aufgenommen wird, will untersuchen, wie in diesen 45 Jahren seit der Dekretspromulgation versucht wurde, die Anstöße, die das Konzil vorgegeben hat, sowie die Reformen nach dem Konzil anhand von erneuerten liturgischen Richtlinien und Büchern umzusetzen.

    Ziel: Einblick in die Ortskirchen der Welt

    Bei dieser Untersuchung soll ein Augenmerk auf die Liturgierezeption in den Ortskirchen gelegt werden. Neben deutschsprachigen Diözesen ist der Blick auch auf den Vergleich mit anderen geplant, in Kooperationen etwa mit Gemeinden in den Diözesen Boston (USA) und Paris (Frankreich), um durch Mitvollzug, Dialog und Weiterbildung ein umfassendes Bild über die Verwirklichung der Liturgiereformen, welche die gesamte Weltkirche betreffen, zu erhalten.

     

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