Intern
    Lehrstuhl für Kirchenrecht

    Prof. Dr. Heribert Hallermann

    Vorlesung: Verkündigungsrecht und Recht der sakramentalen Initiation

    Pflichtvorlesung (01-M11-3) für Magister Theologiae und Wahlpflichtvorlesung für Bachelor Nebenfach für alle Interessierten, Credits: 2,5  

    2 Std., Freitag, 10-12h, Paradeplatz 4, Seminarraum 321

    Die Dienste der Verkündigung und der Heiligung sind zwei wesentliche Bereiche aus dem Gesamtspektrum des kirchlichen Handelns, die den pastoralen Alltag weitgehend bestimmen. Die Vorlesung will die geltenden kirchlichen Normen zum Verkündigungsdienst sowie zum Sakramentenrecht – mit Ausnahme des Eherechts – im Zusammenhang darstellen, um so eine verlässliche Orientierung für die Tätigkeit in den verschiedenen pastoralen Handlungsfeldern zu geben.

    Literatur:

    Ahlers, Reinhild, Communio Eucharistica, Regensburg 1990; Ammer, Joseph, Zum Recht der „Katholischen Universität“, Würzburg 1994; Laukemper, Beatrix, Die Heilsnotwendigkeit der Taufe und das kanonische Taufrecht, Essen 1992; Rau, Stefan, Die Feiern der Gemeinde und das Recht der Kirche, Altenberge 1990; Meckel, Thomas Religionsunterricht im Recht. Perspektiven des katholischen Kirchenrechts und des deutschen Staatskirchenrechts, Paderborn – München – Wien – Zürich 2011 (KStKR 14).

     

    Vorlesung: Grundfragen des Staat - Kirche - Verhältnisses  

    Pflichtvorlesung (01-M12-3) für Magister Theologiae und Bachelor Nebenfach sowie für alle Interessierten und Studierenden (Bachelor) im Bereich "allgemeine Schlüsselqualifikationen".

    1 Std., zweistündige Durchführung in der zweiten Semesterhälfte vom 01.12.2014 bis 26.01.2015, Montag von 10-12h, Paradeplatz 4, Seminarraum 302 

    Das Verhältnis zwischen Kirche und Staat in Deutschland kann als rechtlich geordnetes kooperatives Zusammenwirken bei gegenseitiger Unabhängigkeit beschrieben werden. Die Vorlesung behandelt Grundfragen des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat und geht auf Einzelfragen ein, die der rechtlichen Regelung bedürfen, wie etwa Religionsunterricht, Vermögens- und Finanzierungsfragen, Schutz der Sonn- und Feiertage, Militär- und Anstaltsseelsorge usw.

    Literatur:
     
     
    Einschlägige Artikel des Handbuchs des Staatskirchenrechts

     

    Oberseminar: Doktorandenkolloquium

    Samstag 8-18h, Einzeltermin am 11.10.2014, Paradeplatz 4, Seminarraum 320.
    Weitere Termine nach Vereinbarung  

    Zielgruppe: Promovendinnen und Promovenden, Habilitanden im Fach Kirchenrecht

    Die Art des Leistungsnachweises wird mit den Studierenden zu Beginn der Lehrveranstaltung vereinbart. Promovendinnen und Promovenden sowie Habilitanden präsentieren ihre eigenen Forschungsergebnisse und diskutieren und vertiefen diese im wissenschaftlichen Diskurs mit den übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

    Die Teilnahme erfolgt auf persönliche Einladung des Dozenten.

     

     


    Dr. theol. habil. Lic. Iur. can. Thomas Meckel M.A.  

    Vorlesung: Theologische Grundlegung, Allgemeine Normen und Einführung in Strukturen und Bereiche kirchlicher Rechtsordnung  

    Pflichtvorlesung für Studierende Magister Theologiae (M4-2) und Bachelor Nebenfach sowie sowie für alle Interessierten und für Studierende (Bachelor) im Bereich "allgemeine Schlüsselqualifikationen".

    ZulassungsarbeitskandidatenInnen im Fach Kirchenrecht wird der Besuch der Vorlesung zum Erlernen des methodischen Handwerks nachdrücklich empfohlen.
    Credits: im ASQ-Pool 2

    1 Std., zweistündige Durchführung in der ersten Semesterhälfte vom 7.10.2014 bis 18.11.2014, Dienstag 15.30-17.00 Uhr, Paradeplatz 4, Seminarraum 302

    Was ist Kirchenrecht? Benötigt die Kirche ein Kirchenrecht? Wie unterscheidet sich das Kir­chenrecht von staatlichem Recht und vom Staatskirchenrecht? In welchem Verhältnis steht die Kirchenrechtswissenschaft zu anderen theologischen Disziplinen? Welche Rechtsquellen zieht die Kirchenrechtswissenschaft heran? Wie werden kirchenrechtliche Normen begründet? Mit welchen Grundbegriffen arbeitet das Kirchenrecht? Welche Hermeneutik und Methodik ist bei der Auslegung der Rechtsquellen zu beachten?

    Die Vorlesung beantwortet diese Fragen und führt in die theologische Grundlegung des Kirchenrechts, die allgemeinen Normen, sowie in grundlegende Strukturen und Bereiche der kirchlichen Rechtsordnung ein. Die Anwendung kirchenrechtlicher Normen wird anhand konkreter Fallbeispiele aus der Praxis verdeutlicht, sodass die Relevanz der kirchlichen Rechtsordnung für das Handeln der Kirche deutlich wird.

    Literatur:
     
    Heimerl, Hans – Pree, Helmuth, Allgemeine Normen und Eherecht, Wien 1983; Krämer, Peter, Braucht Kirche eine rechtliche Ordnung?: TThZ 2002, 212ff.; Pack, Heinz, Methodik der Rechtfindung im staatlichen und kanonischen Recht, Essen 2004 (Beihefte zum Münsterischen Kommentar 38); Puza, Richard, Katholisches Kirchenrecht, Heidelberg 21993 (UTB 1395); Riedel-Spangenberger, Ilona, Grundbegriffe des Kirchenrechts, Paderborn 1992 (UTB 1618); Riedel-Spangenberger, Ilona, Hermeneutik des Kirchenrechts: LKStKR II, 235f.; Riedel-Spangenberger, Ilona, Kirchenrecht II. kath.: LKStKR II, 503ff.; Witsch, Norbert, Me­thode, kanonistische: LKStKR II, 787f.

     

    Vorlesung/Übung: Verliebt, verlobt, verheiratet... - Das Eherecht und das Eheprozessrecht der katholischen Kirche  

    2 Std., Montag, 14-16h, Sanderring 2, Hörsaal 317 (Neue Uni)

    Pflichtvorlesung für Diplomstudierende und Bachelorstudierende. Pflichtvorlesung für Magister Theologiae 9. Semester. Ist für Studierende früherer Semester vorziehbar.

    Für Lehramtsstudierende modularisiert (01-ThKR-1Ü) Übung: Themen des Kirchenrechts Möglichkeit des Erwerbs von 2 ECTS Punkten für den freien Bereich oder als Wahlpflichtveranstaltung in Verbindung mit dem Theologischen Orientierungskurs 01-TO-RGY-BV) und nicht modularisiert (Möglichkeit des Erwerbs eines fachwissenschaftlichen Scheins gemäß LPO I v. 31.07.2002 § 42 Abs. 1 5d bb); EWS-Schein; GWS-Veranstaltung. Credits: 2-3 sind möglich. 

    Bis dass der Tod euch scheidet… Wann ist eine Ehe aus kirchenrechtlicher Sicht gültig geschlossen? Auf welchen Säulen fußt das Eherecht der katholischen Kirche? Warum und wie werden Ehen für nichtig erklärt oder aufgelöst? Unter welchen Bedingungen ist eine konfessionsverschiedene oder religionsverschiedene Eheschließung möglich? Gibt es eine sogenannte ökumenische Trauung? Was ist der Unterschied zwischen staatlicher und kirchlicher Eheschließung? Welche Folgen hat eine staatliche Scheidung bzw. Wiederverheiratung mitunter für Religionslehrer oder im kirchlichen Dienst Tätige?

    Die Vorlesung vermittelt die Grundlagen des katholischen Eherechts und Eheprozessrechts und möchte zugleich anhand der Besprechung von Fällen in die praktische Anwendung des Eherechts einführen.

    Literatur:

    Einschlägige eherechtliche Artikel im Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht, hg. v. A. v. Campenhausen – I. Riedel-Spangenberger – R. Sebott, 3 Bde., Paderborn – München – Wien – Zürich 2000-2004; Althaus, Rüdiger – Prader, Joseph – Reinhardt, Heinrich J.F., Das kirchliche Eherecht in der seelsorgerischen Praxis, Essen 52014; Aymans, Winfried – Mörsdorf, Klaus, Kanonisches Recht. Lehrbuch aufgrund des Codex Iuris Canonici Bd. 3 Verkündigungsdienst und Heiligungsdienst, Paderborn – München – Wien – Zürich 2007, 325-534; Handbuch des katholischen Kirchenrechts, hg. v. J. Listl – H. Schmitz, Regensburg 21999, 884-1000; Reinhardt, Heinrich .J.F., Die kirchliche Trauung, Essen 22006; Sebott, Reinhold, Das neue kirchliche Eherecht, Frankfurt 32005. 

       

    Übung: Kolloquium für ZulassungsarbeitskandidatInnen

    Inhalt: Das Kolloquium dient dem Austausch über die laufenden Zulassungsarbeitsprojekte.

    Hinweise: 2 Std., Zeit und Ort nach Vereinbarung.

     

    Vertretung des Fachs Kirchenrecht am Institut füt Katholische Theologie der Otto-Friedrichs-Universität Bamberg:

    Vorlesung: Von der Wiege bis zur Bahre... - Die rechtliche Dimension der Sakramente und Sakramentalien (2 SWS)

    10.00-12.00 Uhr in U2/01.30

    Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt in Art. 1 der Dogmatischen Konstitution über die Kirche “Lumen Gentium“, dass die Kirche nicht nur Sakramente hat, sondern selbst einem Sakrament gleicht. Im Horizont der grundlegenden Sakramentalität der Kirche haben alle sieben Einzelsakramente wie auch die Kirche als Ganze zugleich eine rechtliche Dimension. Dem Kirchenrecht geht es um die Gültigkeit und Erlaubtheit der Sakramente aber auch um die Fruchtbarkeit ihrer Feier und ihres Empfangs. Deshalb kommt im Sinne der actuosa participatio auch die ganze Gemeinschaft der Gläubigen in den Blick, wenn es um die Vorbereitung und Feier der Sakramente geht. Das Recht der Sakramente und der Sakramentalien ist ein großes Feld der kirchlichen Praxis und damit auch der kirchlichen Rechtspraxis. Daher wird in der Vorlesung der Stoff auch mit Fällen aus der Praxis der Kirche erarbeitet.

    Die Vorlesung nimmt die rechtliche Regelung der Initiationssakramente Taufe, Firmung und der Eucharistie in den Blick, widmet sich sodann den Sakramenten der Buße und Krankensalbung und schließlich den sogenannten Standessakramenten der Ehe und Weihe. Die rechtliche Ordnung der Sakramentalien der Beerdigung und der Segnungen schließen den Blick auf das sakramentale Handeln der Kirche ab.

    Neben der Erarbeitung der Rechtslage der einzelnen Sakramente wird auch die ekklesiologische Dimension der Sakramente, insbesondere der Taufe, der Weihe und der Ehe in den Blick genommen. Wenn auch der Schwerpunkt der Darstellung auf dem Recht der lateinischen Kirche (CIC/1983) liegt, werden dennoch Vergleiche und Verbindungslinien in das Recht der katholischen Ostkirchen (CCEO/1990) gezogen.

    In der ersten Sitzung werden mit den TeilnehmerInnen Interessen und gewünschte Schwerpunktsetzungen erhoben und sodann in den Vorlesungsablauf integriert.

    Eine Literaturliste wird in der Vorlesung ausgegeben.

     

    PD Dr. Bernd Dennemarck

     

    Die Veranstaltung fällt aus! 

    Übung: Verfassungsstrukturen und Ämter der Kirche in ihrer rechtsgeschichtlichen Entwicklung - Einführung in die Editionspraxis und Übersetzung mittelalterlicher und weiterer Rechtsquellen (01-SQL-1a-1)

    2 Std., Montag, 14-16h, Paradeplatz 4, Seminarraum 320 

    Verpflichtende Vorbesprechung: am Montag, 27.10.2014 um 14 Uhr; Seminarraum 320, Paradeplatz 4 . Ohne Teilnahme an dieser Vorbesprechung ist eine Teilnahme an der Übung nicht möglich. Voraussetzungen: Lateinkenntnisse 

    Für Diplomstudierende, Studierende Magister Theologiae (01-SQL-1b-1), Lehramtsstu­dierende und alle Interessierte sowie für Studierende (Bachelor) im Bereich "allgemeine Schlüsselqualifikationen", Credits 2,5: im ASQ-Pool 3

    Kirchliche Rechtsnormen werden nicht am Schreibtisch erfunden, sondern kommen aus dem Leben und damit aus der Praxis der Kirche. Die kirchliche Rechtsgeschichte gibt den heutigen Normen ihre Tiefenschärfe und lässt diese heute besser verstehen.

    Mit diesem rechtsgeschichtlichen Horizont wird in einem zweiten Teil ein Einblick in das am Lehrstuhl für Kirchenrecht angesiedelte DFG-Forschungsprojekt "Edition der Werke des Honorius und der Summa Lipsiensis" (12. Jh.) geboten. Beispielhaft wird in den Umgang mit mittelalterlichen Schriften und Rechtsquellen eingeführt und es werden Techniken und Hilfsmittel zur Erstellung und Auswertung von Editionen und der Übersetzung lateinischer Rechtsquellen vorgestellt und eingeübt.

    Literatur:

    Quellen: Magistri Honorii Summa „De Iure Canonico Tractaturus“ Tomus II-III (= Monumenta Iuris Canonici. Series A: Corpus Glossatorum Vol. 5), hg. v. P. Landau – W. Kozur – S. Haering – K. Miethaner-Vent – M. Petzolt, Città del Vaticano. Biblioteca Apostolica Vaticana 2010; Corpus Iuris Canonici, hg. v. E. Friedberg, Leipzig 1879/81.

    Literatur: Feine, Hans Erich, Kirchliche Rechtsgeschichte, Köln-Graz 51972; Plöchl, Willibald, Geschichte des Kirchenrechts 5 Bde., Wien-München 1953ff.; Erdö, Peter, Die Quellen des Kirchenrechts, Frankfurt u.a. 2002; Erdö, Peter, Geschichte der Wissenschaft vom kanonischen Recht, Berlin 2006.; Link, Christoph, Kirchliche Rechtsgeschichte, München 2009; Köstler, Rudolf, Wörterbuch zum Codex Iuris Canonici, München - Kempten 1927. 

     

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