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    Lehrstuhl für Kirchenrecht

    Wissenschaftliche Reihe

     

    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 27, Würzburg 2017

    Matthias Pulte, Thomas A. Weitz (Hg.), Veritas vos liberabit;

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    Anlässlich des 65. Geburtstags von Prälat Dr. iur. can. Günter Assenmacher, Offizial des Erzbischofs von Köln und der Bischöfe von Essen und Limburg, entstand die Festschrift mit dem Titel: »Veritas vos liberabit« – »Die Wahrheit wird euch frei machen«. Unter diesem Leitgedanken versammeln sich Autorinnen und Autoren unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen und Fachrichtungen, die dem Jubilar beruflich und / oder privat verbunden sind. Gerade heute treibt die Wahrheitsfrage um. Sie steht einem allenthalben um sich greifenden Relativismus entgegen. Zugleich erscheint sie nicht einfach vermittelbar. Ist die Wahrheit nützlich? Ist sie zu gebrauchen? Unsere Gegenwart in Gesellschaft und Kirche wird zunehmend als postfaktischen Zeitalter, eine »post-truth era« gekennzeichnet. Hat die Wahrheit neben dem Gefühl und der Opportunität und Nützlichkeitserwägungen eine Zukunft? Wer soll sich für sie stark machen? Letztlich geht es dem Christen darum, dem zu dienen, der von sich selber sagt: »Ich bin die Wahrheit.« Das ist und bleibt nützlich, wenn es auch manchmal nicht verstanden wird oder sogar offenen Widerspruch hervorruft. In diesen Dienst haben sich aus unterschiedlichsten Blickwinkeln die Autorinnen und Autoren mit ihren Beiträgen aus biblischer, historischer, systematischer und praktischer Theologie, aus Kirchen- und Staatskirchenrecht gestellt.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 26, Würzburg 2017

    Heribert Hallermann, "... dass nur öffentlich predige, wer gesandt ist." 

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    Sind die Bestimmungen zur Laienpredigt eine Anleitung zur Schizophrenie? Das jedenfalls meint ein Autor, der sich zu einer entsprechenden Neuregelung dieser Frage in der Schweiz im Jahr 2015 äußert. Das offizielle Verbot der Laienpredigt sorgt immer noch für Aufregung.
    Das kirchenrechtlich und rechtsgeschichtlich ausgerichtete Werk fragt nach der Entstehung und Begründung des sogenannten Laienpredigtverbots. So untersucht es z.B. Entscheidungen mittelalterlicher Synoden aber auch Dokumente des II. Vatikanischen Konzils. Dabei stellt sich heraus, dass es im Kern gar nicht um die Predigt geht, sondern um einen Streit um das Kirchenbild. Daher wurde in den vergangenen Jahrzehnten die Frage der Laienpredigt immer mehr zu einem Konflikt um die Kompetenzen von Priestern und Laien hochstilisiert. Tatsächlich muss es aber um die Frage gehen, wer eine Sendung zur Predigt erhalten kann. Das Konzil hat dabei die Türen für Laien weit geöffnet. Der Impuls von Papst Franziskus, manche Fragen auf teilkirchlicher und nicht auf weltkirchlicher Ebene zu lösen, eröffnet neue Perspektiven.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 25, Würzburg 2017

    Matthias Pulte (Hg.), Tendenzen der kirchlichen Strafrechtsentwicklung

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    Das Strafrecht der Kirche steht vor einer Reform. Das erste Reform-Schema von 2011 für ein neues Buch VI des CIC wird in der römischen Kurie nach vielen Voten aus der Weltkirche bearbeitet.
    Wohin geht die Rechtsentwicklung der Kirche in diesem Bereich? Wann kommt das neue Strafrecht? Fragen, die auch in Zukunft aktuell bleiben.
    Das kirchliche Strafrecht steht seit 2010 im Interesse der Öffentlichkeit, wie selten zuvor. Die Entdeckung des Missbrauchs an Minderjährigen durch Bedienstete der katholischen Kirche hat sich nicht als ein lokal beschränktes, sondern ein globales kirchliches Phänomen erwiesen. Die ersten Reaktionen der Kirche waren rechtspraktisch und kommunikativ nicht gelungen, obwohl normative Vorgaben für eine sachgerechte Bearbeitung der Fälle hätten angewandt werden können. Hier gibt die Strafrechtsreform die Chance, verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen.
    Eine weitere Problematik, die nicht nur rechtlich, sondern zuerst auch lehramtlich zu lösen ist, ergibt sich aus dem Umgang der Kirche mit Menschen, deren Lebensführung von der bisherigen Mehrheitsmeinung zur kirchlichen Lehre nicht gedeckt ist. Die Meinungen über die kanonistisch korrekte Subsumtion dieser Lebensschicksale unter die entsprechenden Normen weichen nicht nur in Deutschland, sondern auch im Vatikan voneinander ab.
    Das kanonische Strafrecht bearbeitet naturgemäß alle heiklen Fragen kirchlicher Rechtsfragen. Der Umgang damit wird die Glaubwürdigkeit der Institution Katholische Kirche auf Zukunft hin nachhaltig beeinflussen. 


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 23, Würzburg 2016

    Markus Graulich, Matthias Pulte, Thomas Meckel (Hg.), Ius canonicum in communione christifidelium

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    Die Frage des Verhältnisses von II. Vatikanischem Konzil und dem geltenden Kirchenrecht und damit verbunden die Frage nach der Rezeption des II. Vatikanischen Konzils in der geltenden Rechtsordnung, das Verhältnis von Staat und Religion in der Bundesrepublik Deutschland und ihr Religionsrecht sowie zahlreiche weitere theologische Brückenschläge von und zum Kirchenrecht zeichnen nicht nur die Beiträge dieses Bandes aus. Sie zeichnen auch die entscheidenden Weglinien der kirchenrechtlichen und religionsrechtlichen Forschung von Heribert Hallermann nach. Dieser Band ehrt daher den Würzburger Kirchenrechtler Heribert Hallermann zu seinem 65. Geburtstag und hebt in seinem Titel Ius canonicum in communione christifidelium das Hauptanliegen seiner Forschung und seiner Lehre des Kirchenrechts hervor, das Kirchenrecht als hilfreiches pastorales Instrument innerhalb des Volkes Gottes bzw. der communio fidelium auszuweisen. 

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 22, Würzburg 2016

    Matthias Ambros, Verwaltungsbeschwerde und Verwaltungsgerichtsbarkeit

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    Anhand eines konkreten Rechtsstreites wird das bestehende System von Verwaltungsbeschwerde und kirchlicher Verwaltungsgerichtsbarkeit auf seine Effizienz hin befragt: Stärken und Schwächen sowie Vorzüge und Grenzen werden dabei aufgezeigt. 1984 versuchte das Bischöfliche Ordinariat Passau unter Verweis auf das II. Vatikanum ein Patronatsrecht abzuschaffen. Aus dieser Verwaltungsentscheidung entstand ein Rechtsstreit zwischen der Diözese und dem Patron, wobei sich der Patron sowohl mit dem Rechtsbehelf der Verwaltungsbeschwerde als auch des Verwaltungsprozesses gegen diese Maßnahme der Verwaltung zur Wehr setzte. 1990 hat die Apostolische Signatur in der Streitsache entschieden. Das betreffende Endurteil wird im Anhang erstmals veröffentlicht.

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 21, Würzburg 2015

    Johannes Klösges, Ehenichtigkeitsverfahren bei psychisch bedingten Konsensmängeln

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    Die Eheprozessordnung wird im Spannungsfeld zwischen kanonischem Recht und Psychologie grundlegend diskutiert. 
    Angesichts der Zunahme der Ehenichtigkeitsverfahren an deutschen Diözesangerichten mit Streitfragen aus einer der psychischen Eheunfähigkeiten des »Can. 1095 CIC« kommen Fragen an dessen praktischer Anwendung eine hohe Bedeutung zu. Die Auseinandersetzung erfolgt –  unter Berücksichtigung entsprechender Grundlagen aus Psychologie und Psychiatrie –  insbesondere unter Einbeziehung von Rechtsprechung und Praxis der Rota Romana. Diese Studie präsentiert eine wissenschaftliche Auseinandersetzung unter ständiger Rückbindung an konkrete wie praxisrelevante Gesichtspunkte und zeigt, dass der vermeintliche »Gummiparagraph« kein solcher, sondern vielmehr pastorales Instrument der Kirche und wirkliche Chance für die Betroffenen ist.

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 20, Würzburg 2014

    Peter Koch, Die Ordenspfarre

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    Ist die Ordenspfarre Hemmschuh auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Seelsorge oder bringt sie einen Mehrwert ein, auf den nur schwerlich zu verzichten ist?
    Die aktuellen Strukturveränderungen der deutschsprachigen Diözesen zielen auf eine Modifizierung der Pfarrorganisation ab, die sich besonders in der Zusammenlegung von Pfarreien zeigt. Sind Pfarreien in irgendeiner Form mit einem Ordensinstitut verbunden, kann diese Modifizierung erschwert werden. Eine zeitgemäße Ordenspfarre muss der Pfarrseelsorge eindeutige Priorität zuweisen und darüber hinaus das Proprium des Ordensinstitutes gleichsam als Mehrwert zum Wohl der Gläubigen einbringen.
    Damit die Ordenspfarre nicht zum Hemmschuh wird, gilt es, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen und neue Perspektiven zur Förderung der salus animarum zu eröffnen. Diese Arbeit möchte einen kirchenrechtlichen Beitrag dazu leisten, um die Ordenspfarre als zeitgemäße Form der Seelsorge zu erhalten.

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 19, Würzburg 2014

    Johannes Fürnkranz, Effizienz der Verwaltung und Rechtsschutz im Verfahren

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    Der Obere im kirchlichen Verwaltungsbeschwerdeverfahren – zwischen Effizienz der Verwaltung und Rechtsschutz im Verfahren.

    Can. 1739 CIC/1983 zählt sieben Entscheidungsmöglichkeiten über die Beschwerde auf. Ist der Spielraum des kirchlichen Oberen damit auf sieben mögliche Maßnahmen beschränkt? Handelt es sich um eine bloß beispielhafte Aufzählung, die dem Oberen völlige Handlungsfreiheit lässt? Welche Kriterien und Orientierungslinien sind dem Oberen zur Hand gegeben? Die Untersuchung der ekklesiologischen und rechtstheoretischen Grundlagen der Beschwerde sowie von deren Umsetzung im kirchlichen Verwaltungsrecht (Subsidiaritätsprinzip, Rechtsschutzanliegen, Verfahrensschritte, Redaktion und Exegese der Rechtsnorm, Beispiele aus der Praxis der römischen Kurie usw.) beleuchtet die Entscheidung des hierarchischen Oberen im Gesamtgefüge des kirchlichen Verwaltungsaufbaus – im Spannungsfeld zwischen bestmöglicher Effizienz der Verwaltung und notwendigem Schutz der Rechte der Gläubigen.

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 18, Würzburg 2015

    Thomas Meckel, Konzil und Codex. Zur Hermeneutik des Kirchenrechts am Beispiel der christifideles laici

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    Ist das Konzil Verständnis- und Auslegungshorizont für den Codex oder umgekehrt? Diese Arbeit widmet sich zunächst grundsätzlich dem Verhältnis von Konzil und Codex, das für die Hermeneutik und die Methodik der Kirchenrechtswissenschaft von immenser Bedeutung ist. Nicht selten hört man in der kirchlichen Praxis, dass die Gläubigen nicht mehr versorgt und angesichts der Überlastung vieler Pfarrer Aufgaben an Laien delegiert werden. Hinter solchen Vorstellungen verbirgt sich häufig ein noch an der Katholischen Aktion des 19. und frühen 20. Jahrhunderts orientiertes Verständnis des Laienapostolats. Dies zeigt, dass die Erneuerung des Laienapostolats durch das Zweite Vatikanische Konzil und die erneuerte Rechtsordnung der Kirche in Teilen nicht bzw. noch nicht rezipiert wurden. Ist der Laie mehr als nur ein Nichtkleriker? Lässt sich der Begriff des Laien in der Kirche auch positiv füllen? Vor dem Hintergrund der Verhältnisbestimmung von Konzil und Codex widmet sich die Arbeit der Rechtsstellung der christifideles laici und zeigt, wie auf dem Weg von der Katholischen Aktion zum gemeinsamen Priestertum der Gläubigen der Begriff des Laien in der Kirche neu formuliert und normiert wird.

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 17, Würzburg 2014

    Matthias Pulte, Ansgar Hense (Hg.), Grund und Grenzen staatlicher Religionsförderung

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    Die staatskirchenrechtliche Debatte um das Vermögen der Kirchen konzentriert sich zumeist auf sogenannte Staatsleistungen und Kirchensteuer, während die sonstige staatliche Religionsförderung eher vernachlässigt oder populistisch behandelt wird.
    Um diese verengte Perspektive aufzubrechen, will sich der Band mehrperspektivisch dem Feld staatlicher Religionsfördermaßnahmen nähern. Von Bedeutung ist auch die rechtsvergleichende Perspektive, die nicht nur andere Fördermodelle als Vergleichsfolie vorstellen soll, sondern gleichzeitig die Frage danach impliziert, ob und inwieweit den einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nicht Spielräume für eigene Wege verbleiben müssen, um Kirchen und Religionsgemeinschaften zu fördern.

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 16, Würzburg 2013

    Susanne Ganster, Religionsverschiedenheit als Ehehindernis

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    Das Ehehindernis der Religionsverschiedenheit entsteht bei Eheschließungen zwischen Katholiken und Ungetauften, die entweder einer anderen oder keiner Religion angehören. Weil die Zahl solcher Eheschließungen zunimmt, gewinnt dieses Ehehindernis zunehmend an Bedeutung. Die kirchenrechtliche Praxis in der Phase der Ehevorbereitung und die pastorale Begleitung religionsverschiedener Ehen bedürfen einer ganz besonderen Aufmerksamkeit.
    Die vorliegende Arbeit zeigt die rechtsgeschichtliche Entwicklung des Ehehindernisses Disparitas Cultus seit den Anfängen des Christentums bis zur heutigen kirchenrechtlichen Normierung auf. Dabei wird auch diskutiert, inwieweit die geltende kirchliche Gesetzgebung den theologischen Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils über das Verhältnis der katholischen Kirche zu den anderen Religionen gerecht wird.

    Obwohl im CIC/1983 beide unter der Überschrift »Mischehen« normiert werden, müssen die religionsverschiedenen Ehen von den konfessionsverschiedenen Ehen klar unterschieden werden. Zum Wohl der Ehepartner und deren Familien, aber auch zum Wohl der Kirche erfordern beide Fälle eine differenzierte Ehevorbereitung und pastorale Ehebegleitung. Das Ehehindernis der Religionsverschiedenheit entsteht bei Eheschließungen zwischen Katholiken und Ungetauften, die entweder einer anderen oder keiner Religion angehören. Weil die Zahl solcher Eheschließungen auch in Deutschland zunimmt, gewinnt dieses Ehehindernis zunehmend an Bedeutung. 

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 15, Würzburg 2013

    Thomas Holzner, Hannes Ludyga (Hg.), Entwicklungstendenzen des Staatskirchen- und Religionsverfassungsrechts

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    Die Aktualität des Staatskirchen- und Religionsverfassungsrechts ist ungebrochen, was interdisziplinäre Diskussionen über Kruzifixe in Klassenzimmern und Gottesbezüge in Verfassungen zeigen. Das Werk versammelt daher Beiträge von Juristen, Theologen und Historikern. Der Schwerpunkt liegt auf aktuellen Themen wie dem Staatskirchen- und Religionsverfassungsrecht im Föderalismus und auf europäischer Ebene. Zudem werden Fragen des 19. und 20. Jahrhunderts behandelt. Abgerundet wird das Werk durch biographische Bei-träge zu namhaften Staatskirchenrechtlern.

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 14, Würzburg 2011

    Thomas Meckel, Religionsunterricht im Recht

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    Ist der konfessionelle Religionsunterricht an öffentlichen Schulen noch zeitgemäß oder ein Privileg der Kirchen im religionsneutralen Staat?
    Ist es in einer immer pluraler werdenden Gesellschaft notwendig, eine staatlich verantwortete Religionskunde für alle einzuführen oder gerade im konfessionell gebundenen Religionsunterricht ein wirksames Mittel zur Verwirklichung der positiven Religionsfreiheit zu sehen? Welche rechtlichen Spielräume gibt es für einen Religionsunterricht, der ökumenischen Belangen Rechnung trägt? Leistet der Ethikunterricht nur Ersatzdienst für Schüler, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben?
    Diese Arbeit bietet aus kirchenrechtlicher und staatskirchenrechtlicher Perspektive Argumente zur Gestalt und Begründung eines schulischen Religionsunterrichts, der an der Zeit ist.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 13, Würzburg 2011

    Heribert Hallermann, Katholische Theologie im Bologna-Prozess

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    Der Bologna-Prozess ist auch bei Verantwortlichen für theologische Studiengänge auf eher verhaltene Begeisterung gestoßen: Umstrukturierungen beanspruchen personelle und finanzielle Ressourcen und Informationsdefizite verunsichern und führen zu Fehlentwicklungen. Der Reader will deshalb vor allem informieren.

    In vier Hauptteilen werden die Informationen zusammengestellt: Zuerst werden grundlegende Dokumente zum kirchlichen Hochschulrecht sowie zum Verfassungs- und Staatskirchenrecht in Deutschland versammelt. Im zweiten Teil werden Basisdokumente zum Bologna-Prozess präsentiert. Der dritte Teil betrachtet die Aktivitäten des Apostolischen Stuhls im Bologna-Prozess. Der vierte Teil ist der Umsetzung im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz gewidmet. Als methodische Hilfen werden zur Verfügung gestellt: Die Einleitungen zu den einzelnen Teilen, ein Glossar zu zentralen Begriffen des Bologna-Prozesses, ein ausführlicher Wortindex sowie Verweise auf weiterführende Literatur und Links.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 12, Würzburg 2011

    Sabrina Pfannkuche, Papst und Bischofskollegium als Träger höchster Leitungsvollmacht

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    Wer verfügt über die höchste Vollmacht in der katholischen Kirche? Oft wird auf den Papst verwiesen und dabei übersehen, dass der Papst als Nachfolger des Petrus und die Bischöfe, als Nachfolger der Apostel, im Bischofskollegium vereint sind und gemeinsam Träger der höchsten Vollmacht sind.
    Inwieweit und in welchen Handlungsformen übt diese Körperschaft ihre Vollmacht aus? Wie stellt sich das Verhältnis von Papst und Bischöfen dar? Sind die Bischöfe nur Stellvertreter des Papstes oder leiten sie ihre Diözesen mit eigener Vollmacht? Warum kann sich der Papst bestimmte Angelegenheiten auch in einzelnen Diözesen vorbehalten? Hat die Verhältnisbestimmung von Papst und Bischöfen seit dem Ersten Vatikanischen Konzil einen Wandel erfahren?
    Antworten auf diese Fragen bietet diese systematische Untersuchung der Quellen.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 11, Würzburg 2010

    Heribert Hallermann, Ratlos - oder gut beraten?

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    »Wird in der Kirche nur noch geraten und nicht mehr geleitet?« Die Vielzahl von Räten und Beratungsgremien in einer Diözese ist weder ein Garant für qualitätsvolle Beratung des Diözesanbischofs noch wird dadurch eine wirkliche Mitverantwortung der Gläubigen sichergestellt.

    Das Problem der »vielen Räte« ist beinahe sprichwörtlich geworden. Manche sehen durch die vielen Beratungsgremien die Autorität der bischöflichen Leitung beeinträchtigt, aber auch Bischöfe empfinden die Vielzahl der Ratsgremien oft eher als Last denn als Hilfe. Ein theologisch begründetes Konzept von Beratung in der Kirche fehlt bislang. Durch die mangelnde Kompetenzabgrenzung verliert der Rat der einzelnen Räte an Wert und wird austauschbar.

    Die Suche nach einer Lösung dieses Problems muss über die jeweilige diözesane Praxis hinausgreifen; sie kann nicht nach rein pragmatischen Gesichtspunkten vorgehen, sondern muss theologisch und rechtlich begründet sein. Es geht darum, die Reformanliegen des II. Vatikanischen Konzils aufzugreifen und ihnen Geltung zu verschaffen.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 10, Würzburg 2009

    Ilona Riedel-Spangenberger, Die Sakramente der Initiation in der kirchlichen Rechtsordnung

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    Mit der Erstveröffentlichung ihrer Dissertation wird posthum eine große Kirchenrechtlerin gewürdigt.
    Ganz in der Perspektive der von der Apostolischen Konstitution »Sacrae Disciplinae Leges« normativ vorgegebenen Kirchenrechtshermeneutik und fern von jedem rechtspositivistischen Ansatz geht die Verfasserin der theologischen Grundlegung der drei Initiationssakramente namentlich in den Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils nach und untersucht die rechtliche Umsetzung dieser Vorgaben in der nachkonziliaren sowie in der kodikarischen Gesetzgebung von 1983.

    Die Autorin:

    Ilona Riedel-Spangenberger, Prof. Dr. theol, Dr. iur. can., † 16. Juli 2007, Professorin für Kirchenrecht und Staats-kirchen-recht an der Universität Mainz.

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 9, erscheint voraussichtlich 2012

    Markus Graulich - Andrea Farina, Familie hat Rechte

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    Am 22. Oktober 1983 veröffentlichte der Heilige Stuhl seine Charta der Familienrechte, um gegenüber den Verantwortungsträgern der Politik sowie vor dem Forum der Öffentlichkeit die Rechte zusammenzufassen, die der Familie als Keimzelle von Kirche und Gesellschaft zukommen. Diese Rechte, zu denen nicht nur das Recht auf Leben und Erziehung, sondern auch das Recht auf Förderung der Familie und ihre Beteiligung an der Gestaltung der politischen und sozialen Umwelt gehört, sind 25 Jahre nach Veröffentlichung der Charta aktueller, aber auch umstrittener denn je.

    Die Autoren legen in diesem Werk einen umfassenden Kommentar zur Charta der Familienrechte vor, zeigen ihre Ursprünge und ihre Verwurzelung in der Soziallehre und im Recht der Kirche auf und gehen zugleich auf die aktuellen Fragestellungen im Zusammenhang mit den Rechten der Familie und den Einsatz der Kirche für die Sicherstellung dieser Rechte ein. Ein Blick auf die Verankerung der Familienrechte im Internationalen Recht rundet den Band ab.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 8, Würzburg 2008

    Lluís Martínez Sistach, Die Vereine von Gläubigen

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    Die Bedeutung von Vereinen in der Kirche nimmt beständig zu; sie bewegen sich in einem Raum der Autonomie und sind zugleich ein Zeichen der Gemeinschaft und der Einheit der Kirche. Dementsprechend ist eine terminologisch präzise Darlegung des für sie geltenden kanonischen Rechts erforderlich. Ausgehend von den theologischen Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils stellt Lluís Kardinal Martínez Sistach, einer der international renommiertesten Kirchenrechtler, das Vereinsrecht der Kirche und die Kriterien für den kirchlichen Charakter der Vereine vor und lädt so zu einer rechtskonformen Praxis im Umgang mit kirchlichen Vereinen und Verbänden ein.

    Zwei Anhänge – Statuten und die Canones des Codex über die kirchenrechtlichen Vereine – komplettieren das Werk, das in Spanien bereits seine fünfte Auflage erlebt.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 7, Würzburg 2006

    Heribert Hallermann, Direktorium für den Hirtendienst der Bischöfe

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    Das II. Vat. Konzil hat den Dienst der Bischöfe als "Hirtendienst" charakterisiert. Das verweist auf das biblische Bild von Jesus, dem Guten Hirten, der durch die Bischöfe in besonderer Weise repräsentiert werden soll. Zudem wird in dieser Bezeichnung die komplexe und vielfältige Aufgabe der Bischöfe gebündelt: Sie müssen in umfassendem Sinn die Aufgabenbereiche der Verkündigung, Heiligung und Leitung für alle Gläubigen verwirklichen, die ihrer Sorge anvertraut sind. Die 10. Ordentliche Vollversammlung der Bischofssynode 2001 hat sich mit dem Dienst der Bischöfe befasst. Johannes Paul II. hat in dem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben "Pastores Gregis" von 2003 wesentliche Ergebnisse dieser Bischofssynode zusammengefasst. Das Direktorium für den Hirtendienst der Bischöfe versucht, der praktischen Seite des bischöflichen Dienstes gerecht zu werden, und fasst die geltenden kirchlichen Normen und Vorgaben für diesen Dienst zusammen. Das Direktorium ist 2004 in italienischer Sprache erschienen. Die vorliegende deutsche Übersetzung wurde von der Bischofskongregation autorisiert und macht das Dokument für den deutschen Sprachbereich leichter zugänglich. Neben dem Text enthält das Buch einen in Fußnoten gesetzten weiterführenden Kommentar, der einzelne Anweisungen vor dem Hintergrund des geltenden Kirchenrechts erläutert. Das ausführliche Sachregister hilft, den umfangreichen Text zu erschließen.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 6, Würzburg 2006

    Markus Graulich, Unterwegs zu einer Theologie des Kirchenrechts

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    Für Theologie und Kirchenrecht ist das Zweite Vatikanische Kon-zil der entscheidende Bezugspunkt. Seine Ekklesiologie ist der Maßstab für das Recht der Kirche, das die Vorgaben des Konzils in konkrete Normen zu übersetzen hat. Die Bestimmung des Verhältnisses von Kirchenrecht und Theologie wird dadurch genauso unerläßlich wie eine theologische Fundierung des Kirchenrechts, die den Vorgaben des Konzils gerecht wird. Die vorliegende Veröffentlichung entfaltet vor dem Hintergrund des vom Münchner Fundamentaltheologen Gottlieb Söhngen (1892-1971) in nuce vorgelegte Entwurfs einer Begründung des Rechts in der Kirche Elemente einer Fundamentalen Theologie des Kirchenrechts, die sich dieser Herausforderung stellt. Söhngens Ansatz wird dabei im Kontext seiner Theologie und der bisher vorgelegten Begründungen des Rechts in der Kirche betrachtet. Eine Einladung zum Dialog und zum Aufbau einer Rechtskultur in der Kirche.

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 5, Würzburg

    Georg Fischer, Finanzierung der kirchlichen Sendung

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    Kirche und Geld - wenige Themen werden auch außerhalb der katholischen Kirche so breit diskutiert wie das ihrer Finanzierung. Gefordert wird häufig ein "ideales" System zur Finanzierung der kirchlichen Sendung, alternativ zu unserem gegenwärtigen Kirchensteuersystem. Erwähnt wird dabei immer wieder das Beitrags- und Spendensystem in den USA.
    Ausgehend vom übergeordneten kirchlichen Vermögensrecht des CIC werden beide Systeme, das deutsche und das amerikanische, aus historischer, staatlichrechtlicher und pastoraler Sicht dargestellt und dann aus kirchenrechtlicher Sicht bewertet. Das Recht der katholischen Kirche, eigenes Vermögen zu erwerben, zu besitzen, zu verwalten und zu veräußern, ergibt sich danach aus ihrer eigenen Sendung, die keine innerweltliche Größe für sie wahrnehmen kann. Staatliche Unterstützung bei ihrer Finanzierung darf daher immer nur Hilfe, nicht Ersatz für die Mitarbeit aller Gläubigen sein. Beitragszahlungen sind mithin Ausdruck ihrer Berufung und nicht analog zu staatlichen Steuern zu sehen. Das in den USA entwickelte Konzept der "stewardship", einer umfassenden Dienstbereitschaft aller Gläubigen - hier erstmalig in Deutschland vorgestellt - könnte also ein rechtlich und wirtschaftlich, pastoral und ekklesiologisch tragfähiges System zur Ergänzung des gegenwärtigen Kirchensteuersystems sein.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 4, Würzburg 2004

    Heribert Hallermann, Pfarrei und pfarrliche Seelsorge

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    In einer Zeit, da in deutschen Bistümern Pfarreien aus finanziellen Gründen und wegen des zunehmenden Priestermangels zusammengelegt werden, unterliegt das Rechtsinstitut der Pfarrei mannigfaltigen Veränderungen. Ein solch umfassendes Handbuch - geschrieben für alle, die in der kirchlichen Verwaltung tätig sind, vom Bischof bis zum Gemeindepfarrer und zum Diakon - füllt für den deutschsprachigen Raum eine seit Erscheinen des CIC schmerzlich empfundene Lücke. Die Pfarrei als rechtliche Organisationsform besteht seit weniger als tausend Jahren, recht eigentlich erst seit dem Konzil von Trient. Das II. Vatikanische Konzil hat auf der Grundlage seiner Communio-Ekklesiologie die pfarrliche Hirtensorge theologisch neu beschrieben. Das geltende CIC hat die rechtlichen Konturen der Pfarrei vor diesem Hintergrund neu gezeichnet und bestimmt sie als Gemeinschaft von Gläubigen, die in partnerschaftlichem Zusammenwirken mit dem Pfarrer als ihrem Hirten sowie mit den übrigen pastoralen Diensten beitragen zur Verwirklichung der pfarrlichen Hirtensorge. Dieses Handbuch zeichnet zunächst die rechtsgeschichtliche Entwicklung der Pfarrei von ihren ersten Anfängen bis hin zu den entscheidenden Reformimpulsen des II. Vatikanischen Konzils nach. Das zweite Kapitel wendet sich den Rechtsbestimmungen über die Pfarrei im geltenden Recht zu. Das dritte Kapitel erörtert die Normen über den Dienst des Pfarrers und das vierte Kapitel widmet sich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pfarrers sowie den pfarrlichen Gremien der Mitverantwortung. Ein abschließender Ausblick geht der Frage nach, wie sich das Rechtsinstitut der Pfarrei in einer Zeit des zunehmenden Priestermangels verändern muss.

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    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 3, Würzburg 2004

    Stephan Schwarz, Strukturen von Öffentlichkeit im Handeln der katholischen Kirche

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    Der sozial- und rechtswissenschaftliche Begriff der Öffentlichkeit, der heute in vielen unterschiedlichen Kontexten gesellschaftlicher Kommunikation eine bedeutende Rolle spielt, hat auch in den kirchlichen Sprachgebrauch Eingang gefunden. Die Kirche ist zusehends darum bemüht, sowohl mit ihrer Botschaft als auch als gesellschaftliche Institution ihren Platz in der Öffentlichkeit zu behaupten und nicht in eine vermeintlich reine Privatsphäre abgedrängt zu werden. Dieser Arbeit geht es um die Erörterung der juristisch relevanten Bedeutung von Öffentlichkeit und die präzise Erfassung dieses Begriffs im Verfassungsrecht der katholischen Kirche. Sie untersucht zunächst die vielfältigen Dimensionen des modernen Öffentlichkeitsbegriffs und analysiert aus rechtshistorischer Perspektive, wie dieser Begriff Eingang in das kirchliche Recht gefunden hat. Danach weist sie die Grundlagen des öffentlichen Wirkens der Kirche in der Theologie des II. Vaticanums auf und erörtert Ausgestaltung und Umsetzung des politisch-sozialen Öffentlichkeitsauftrags der Kirche. Vor diesem Hintergrund wird dann das Verständnis von Öffentlichkeit in den Rechtsbestimmungen des CIC von 1983 analysiert und im Sinne eines Handelns im Namen Jesu Christi und/oder im Namen der Kirche charakterisiert, das vom bloß privaten Handeln der Gläubigen unterschieden ist und entsprechend dem spezifischen Apostolat der jeweiligen Träger der kirchlichen Sendung detailliert strukturiert werden kann.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 2, Würzburg 2005

    Gisela Drossbach, Christliche caritas als Rechtsinstitut

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    Dass sich im Mittelalter zahlreiche religiöse Gemeinschaften mit verschiedenen spirituellen Leitideen formierten, ist einerseits ein kirchen- und speziell ordensgeschichtliches Phänomen. Andererseits entstanden im Zuge dieser Entwicklung Institutionen eigener Art, die gerade auch unter rechtshistorischen und organisationsstrukturellen Aspekten zu vielschichtigen Fragestellungen Anlass geben. Untersucht wird dieses Phänomen hier am Beispiel des Heilig-Geist-Ordens, dessen Mutterhaus das Hospital von Santo Spirito in Sassia in Rom ist. Der Heilig-Geist-Orden - Hospital und Orden zugleich - war, von Papst Innozenz 1198 gegründet, ein Werk päpstlicher caritas. Auf diese spirituelle Leitidee waren die Ideale des Ordens zentral bezogen. Die Untersuchung dieser Einrichtung und ihres Selbstverständnisses erfolgt nicht chronologisch, sondern gemäß ihren besonderen institutionellen Elementen. Im Blick stehen dabei die Ordensgründung, die Entstehung der Ordensregeln, die Organisationsstruktur und die Verbreitung des Ordens im Kirchenstaat und im Königreich Sizilien sowie seine Ausstrahlung in den europäischen Raum. Dabei werden auch Vergleiche mit den Strukturen der großen Ritterorden (z. B. den Johannitern) gezogen. Schließlich wird das Hospital von Santo Spirito als bedeutender Wirtschaftsfaktor betrachtet sowie als Spielball päpstlicher Macht- und Territorialpolitik. Als Appendix folgt die kritische Edition der Ordensregel.


    Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 1, Würzburg 2004

    Norbert Witsch, Synodalität auf Ebene der Diözese

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    In der Auseinandersetzung mit den Demokratisierungsforderungen nach dem Zweiten Vatikanum haben gerade kirchenrechtliche Überlegungen gezeigt, dass demokratische Ordnungsprinzipien nicht einfach auf die Kirche übertragen werden können, ohne Gefahr zu laufen, die Kirche sich selbst zu entfremden. Dagegen bietet eine Besinnung auf die durch die Kirche selbst entwickelten Formen und Strukturen von Synodalität die Möglichkeit, den in der Demokratisierungsforderung sich artikulierenden Anliegen in einer dem Wesen der Kirche gemäßeren Weise zu begegnen. Diese Arbeit untersucht derartige Formen und Strukturen von Synodalität speziell für den Bereich der Diözese. Genauerhin fragt sie danach, welche synodalen Rechtsinstitute der universalkirchliche Gesetzgeber für den Bereich der Diözese vorgesehen hat und welches Verständnis von Synodalität sich darin ausprägt. Im Mittelpunkt des Interesses stehen neben der Diözesansynode die verschiedenen diözesanen Räte, deren Aufgabe es ist, den Bischof in unterschiedlicher Weise bei der Leitung der Diözese beratend zu unterstützen. Die Analyse des Codex Iuris Canonici von 1983 wird des weiteren bezüglich der einschlägigen Bestimmungen mit dem Codex Iuris Canonici von 1917 sowie mit den Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils und der nachkonziliaren Rechtsentwicklung verglichen. Synodalität auf Ebene der Diözese erscheint in dieser Perspektive als eine für die Kirche spezifische wie auch unaufgebbare Weise, in der Bischof und Gläubige ihre je eigene und unverwechselbare Verantwortung für die Kirche in Gestalt eines strukturierten Zusammenwirkens gemeinsam wahrzunehmen haben.

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