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    Lehrstuhl für Dogmatik

    Lehrveranstaltungen im WS 20/21


    Prof. Dr. Christine Büchner


    Jesus, der Christus. Grundfragen, Entwicklung und neuere Ansätze der Christologie

    Ursprung und Zentrum des christlichen Glaubens ist eine lebendige Person: Jesus Christus. Daher ist die Frage danach, wer Jesus Christus ist, auch die Kernfrage der Dogmatik – in doppelter Hinsicht: als die Frage nach dem Menschen Jesus von Nazaret und zugleich nach dem Bekenntnis zu diesem Menschen als dem Christus, d.h. dem Gesalbten Gottes, in dessen Leben, Sterben und Auferstehen Gott selbst für uns geschichtlich erfahrbar und sichtbar geworden ist und von dem der Glaube daher als dem Heilbringer spricht.   

    Die Vorlesung hat das Ziel, Studierende mit der skizzierten Doppelfrage vertraut zu machen: im Hinblick auf das biblische Zeugnis, die theologiegeschichtlichen Entwicklungen und systematisch-theologische Ansätze der Gegenwart.

    Konkrete Teilfragen werden z.B. sein: Was bedeutet es zu sagen, Jesus Christus sei die Inkarnation Gottes? Was bedeutet es zu sagen, wir seien durch Chritus erlöst? Inwiefern ist der Tod Jesu als ein Opfer zu verstehen? Was meint eigentlich Auferstehung? Wie lässt sich von Jesus Christus sprechen angesichts des Judentums und inmitten religiöser Pluralität?

    Zeit: Montag  16-17 Uhr  &  Mittwoch 12-14 Uhr

    Beginn: Montag 02.11.2020

    Zielgruppe: 

    • 01-M8-4 Mag
    • Master
    • LA Gym

    Organsiatorische Hinweise: 

    Die Vorlesung findet digital statt. Die erste Sitzung wird als Zoom-Meeting stattfinden. Ein enstprechender Link wird Ihnen zur Verfügung gestellt werden. Das weitere methodische Vorgehen der Vorlesung wird dort besprochen werden. 

    Literatur:

    • Hans Kessler, Christologie, in: Th Schneider (Hg.), Handbuch der Dogmatik, Ostfildern 52013, Bd.1, 241-442.
    • Otto Hermann Pesch, Katholische Dogmatik aus ökumenischer Erfahrung, Bd. 1: Die Geschichte der Menschen mit Gott, Teilbd. 1: Wort Gottes und Theologie; Christologie, Ostfildern 2008, S. 371-934.
    • Jürgen Werbick, Gott – menschlich. Elementare Christologie, Freiburg 2016.


    Anmeldung über wuestudy


    „Ich glaube an Gott, den Schöpfer“ – Schöpfungstheologie und Anthropologie angesichts der Zeichen der Zeit

    Angesichts der zunehmenden Sorge um die Zukunft menschlichen Lebens ist gegenwärtig oft – und vermehrt auch in nichtreligiösen Kontexten – von Schöpfung die Rede. Angesichts dessen scheint eine theologische Vergewisserung hilfreich: Was heißt es überhaupt, an die Welt als Schöpfung des christlichen Gottes zu glauben? Und was bedeutet dieser Glaube an einen ‚Schöpfer des Himmels und der Erde‘, wie ihn das Apostolicum im Anschluss an das biblische Zeugnis formuliert, für das Verständnis des Menschen in der Situation, in der wir uns gerade befinden? Also angesichts von Klimawandel und Ausbeutung der Natur, von wachsender Angst um den eigenen Lebensentwurf, von trans- und posthumanistischen Entwicklungen ebenso wie von weltanschaulicher Pluralität.

    Die Vorlesung gibt daher zunächst einen kritisch-konstruktiven Überblick über biblische Fundierung und ausgewählte theologiegeschichtliche Entwicklungen der Schöpfungslehre und diskutiert in einem weiteren Schritt gegenwärtige schöpfungstheologische Entwürfe, die in den Dialog mit den skizzierten Gegenwartsphänomenen hineinführen. 


    Zeit: Montag 14-16 Uhr

    Beginn: 02.11.2020

    Zielgruppe: 

    • Magisterstudierende (M6 Mensch und Schöpfung)
    • Bachelor Theologische Studien (01-BA-ThSt-WPF-Dogm; 01-BATS-SPS; 01-BATS-DO)
    • LA alle Schularten (Freier Bereich: 01-LA-FB-TSTh2-152-m01)

    Organisatorische Hinweise: 

    Die Vorlesung findet digital statt. Die erste Sitzung wird als Zoom-Meeting stattfinden. Ein enstprechender Link wird Ihnen zur Verfügung gestellt werden. Das weitere methodische Vorgehen der Vorlesung wird dort besprochen werden. 

    Prüfungsform: 

    Mündliche Prüfung

    Literatur: 

    • Gregor Predel, Schöpfungslehre, Paderborn 2015 (Gegenwärtig Glauben Denken 4)
    • Hans Kessler, Das Stöhnen der Natur. Plädoyer für Schöpfungsspiritualität, Düsseldorf 1990. 


    Anmeldung über wuestudy


     


    "Die Welt als Körper Gottes. Die Theologie Sallie McFagues (1933-2019)"

    Die anglikanische Theologin Sallie McFague gehört zur ersten Generation ökofeministischer Theologinnen, wurde aber bislang – vor allem im deutschen Sprachraum – wenig rezipiert. Im Oberseminar werden wir uns intensiv mit ihrem Werk befassen und diskutieren, inwieweit es Ansatzpunkte bietet für eine belastbare christliche Theologie angesichts der globalen Transformationsprozesse, in denen wir uns momentan befinden.

    McFagues zentrales und berühmtestes Buch ist „The Body of God“, in dem sie den Körper als Leitmetapher für die Verhältnisbestimmung von Gott und Welt vorschlägt und folgert: „If the world is God’s body, then nothing happens to the world that does not also happen to God.“ (S. 176)

    Mit dieser Zentralthese gehen eine ökologische Perspektivierung der dogmatischen Traktate sowie eine Reflexion des Selbstverständnisses von Theologie einher. In einem Durchgang durch McFages Werke von 1975 bis 2013 von heute her werden z. B. folgende Fragestellungen zu thematisieren sein: Wodurch und wie ist Theologie relevant? Ist Theologie (nur) Metaphorologie? Welche Rolle spielt ein panentheistisches, prozesstheologisch inspiriertes Grundsetting für McFague? Welche Rolle spielt die Reflexion der patriarchalen Geschichte des Christentums für dessen Zukunft? Wie überzeugend ist eine kosmische Christologie? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Pluralität der Religionen? Wie sieht eine ökologische Anthropologie aus? Lassen sich Verbindungen herstellen von McFagues Denken hin zu gegenwärtigen anthropozentrismuskritischen bzw. posthumanistschen Theorien in Philosophie und Sozialwissenschaften? …


    Zeit: 

    • Dienstag, 10.11.2020 – 16.00-18.00 Uhr

    • Freitag,    08.01.2021 – 14.00-18.00 Uhr

    • Samstag, 09.01.2021 – 9.30-18.00 Uhr

    • Samstag, 23.01.2021 – 9.30-18.00 Uhr


    Ort:  Seminarraum 3 Bibrastaße

    Organisatorische Hinweise:

    In der ersten Sitzung wird gemeinsam der Seminarverlauf besprochen.

    Zielgruppe: 

    • Promovendinnen und Promovenden der Theologie und benachbarter Wissenschaften sowie Studierende der Theologie in höheren Semestern mit besonderem Interesse für systematische Fragestellungen

    Literatur:

    • Sallie McFague, Metaphorical Theology: Models of God in Religious Language. Philadelphia: Fortress Press (1982).
    • Sallie McFague, The Body of God: An Ecological Theology. Minneapolis: Fortress Press (1993).
    • Sallie McFague, Super, Natural Christians: How we should love nature. London: SCM (1997).
    • Sallie McFague, Life Abundant: Rethinking Theology and Economy for a Planet in Peril (Searching for a New Framework). Minneapolis: Augsburg Fortress (2000).
    • Sallie McFague, A New Climate for Theology: God, the World and Global Warming. Minneapolis: Augsburg Fortress (2008).
    • Sallie McFague, Blessed are the Consumers: Climate Change and the Practice of Restraint. Minneapolis: Fortress Press (2013).


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    Dr. Lic. theol. Florian Klug

     

     

     

     

     

     

     

    Die Vorlesung „Grundfragen der Dogmatik I“ bietet eine prüfungsorientierte Einführung in die Traktate Gotteslehre und Christologie.

    Den Anfang bildet die Gotteslehre, die beim Jahweglauben des Volkes Israel und seinen verschiedenen Entwicklungsstadien ansetzt. Dieser alttestamentlich geprägte Gottesglaube erhält allerdings durch die Verkündigung und das Handeln Jesu bedeutsame neue Aspekte, da Gott durch die Auferweckung seines gekreuzigten Sohnes nicht nur den Anspruch Jesu bestätigt, sondern sich damit zugleich selbst vor den Menschen neu bestimmt – als Gott der Liebe. Die Gotteslehre im christlichen Sinne bedarf deshalb der christologischen Grundlegung, das heißt einer Sichtung und Interpretation der Person und des Lebens Jesu (Gleichniserzählungen, Wunderthematik, Kreuz und Auferstehung). Gottesglaube und Christologie bilden so einen hermeneutischen Zirkel, in dem eines ohne das andere nicht einsehbar ist. Von daher beginnt die angezeigte Vorlesungsreihe mit den beiden Traktaten Gotteslehre und Christologie in ihrer gegenseitigen Bezogenheit.

    Zeit: Dienstag 14-16 Uhr

    Organisatorischer Hinweis: Die Vorlesung findet digital statt

    Beginn: 03.11.2020

    Zielgruppe: 

    • 01-ST-GFDG1-1V Lehramt modularisiert
    • 01-ST-GFDG1a-1
    • 01-LA-GDogm

    Literatur:

    • A. McGrath, Der Weg der christlichen Theologie. Eine Einführung, München 1997.
    • H.-M. Gutmann/N. Mette, Orientierung Theologie. Was sie kann, was sie will (Rowohlts Enzyklopädie 55613), Reinbek bei Hamburg 2000. 
    • D. Korsch, Dogmatik im Grundriß. Eine Einführung in die christliche Deutung menschlichen Lebens mit Gott (UTB 2155), Tübingen 2000.
    • D. Ritschl/M. Hailer, Grundkurs christliche Theologie. Diesseits und jenseits der Worte, Neukirchen-Vluyn 22008.
    • G. Sauter, Zugänge zur Dogmatik (UTB 2064), Göttingen 1998.
    • Th. Schneider, Was wir glauben. Eine Auslegung des apostolischen Glaubensbekenntnisses, Düsseldorf 1985.
    • G. Schneider-Flume, Grundkurs Dogmatik. Nachdenken über Gottes Geschichte (UTB 2564), Göttingen 2004.
    • N. Scholl, Das Glaubensbekenntnis Satz für Satz erklärt, München 2000.
    • J. Wohlmuth (Hrsg.), Katholische Theologie heute. Eine Einführung in das Studium, Würzburg 1990.

    Anmeldung über wuestudy

     

     

     

     

     

     

     

     

    Wie viele andere Institutionen unserer heutigen Gesellschaft wird die Kirche vielfach angefragt oder abgelehnt. Aber auch im Innern findet sich die Kirche erheblichen Spannungen ausgesetzt: Wie gehen wir mit diesen Spannungen im christlichen Sinn um, damit wir in der Verschiedenheit dennoch die eine Kir­che

    Jesu Christi bilden und so in der Gesell­schaft glaubwürdig sind?

    Die Vorlesung möchte im Blick auf das neutestamentliche Zeugnis sowie auf die Vätertradition Antwortelemente erarbeiten, die uns in Einheit mit den wegweisenden Aussagen des II. Vati­kanischen Konzils mögliche Zukunfts­perspektiven aufzeigen können. Auf diesem generellen Hintergrund werden dann verschiedene Einzelfragen (Infallibilität, Amt und Laiendienst, Ver­hältnis von Gesamt- und Ortskirche) aufgegriffen.

    Zeit: Montag 14-16 Uhr & Mittwoch 13-14 Uhr

    Ort: Die Vorlesung findet digital statt. 

    Beginn: Montag 02.11.2020

    Zielgruppe:

    • 01-M10
    • 01-LA-Gym

    Organisatorische Hinweise:

    Die Veranstaltung findet voraussichtlich digital statt. 

    Der/die Studierende muss insgesamt eine Vorlesung und eine Übung besuchen, so dass beide Themengebiete abgedeckt sind.
    Vorlesung und Übung werden jeweils thematisch überkreuzt angeboten.
    In diesem Semester ist als Übung der Lektürekurs zur Eschatologie bei Felix Fleckenstein zu belegen.

    Literatur: 

    • Y. Congar, Die Lehre von der Kirche, in: Handbuch der Dogmen­geschichte III 3 c u. 3 d, Freiburg 1967.
    • Ekklesiologie I, bearb. von P. Neuner (TxT.D 5,1), Graz u. a. 1994.
    • Ekklesio­logie II, bearb. von P. Neuner (TxT.D 5,2), Graz u. a. 1995. 
    • H. Fries/K. Rahner, Einigung der Kirchen - reale Möglichkeit (QD 100), Freiburg 1983.
    • M. Kehl, Die Kirche. Eine katho­lische Ekklesiologie, Würzburg 1992.
    • E. Klinger/R. Zerfaß (Hrsg.), Die Kirche der Laien, Würzburg 1987. 
    • G. Lohfink, Braucht Gott die Kirche? Zur Theologie des Volkes Gottes, Freiburg i. Br. u. a. 21998.
    • J. Meyer zu Schlochtern, Sakrament Kirche. Wirken Gottes im Handeln der Menschen, Freiburg u. a. 1992.
    •  P. Neuner, Ekklesiologie - Die Lehre von der Kirche, in: W. Beinert (Hrsg.), Glaubenszugänge, Paderborn u. a. 1995, 399-578.
    • J. Werbick, Kirche. Ein ekklesiologischer Entwurf für Studium und Praxis, Freiburg u. a.1994.
    • S. Wiedenhofer, Ekkle­siologie, in: Th. Schneider (Hrsg.), Handbuch der Dogmatik 2, Düsseldorf 1992, 47-154.
    • S. Wiedenhofer, Das katholische Kirchenverständnis. Ein Lehrbuch der Ekklesiologie, Graz u. a. 1992.

    Anmeldung über wuestudy


    Jun.-Prof. Dr. Sibylle Trawöger

    Die Vorlesung dient einer ersten Erschließung zentraler Inhalte des christlichen Glaubens mittels dogmatischer Annäherungen an das (Apostolische) Glaubensbekenntnis. Die bleibende Relevanz des christlichen Glaubens in unserer Zeit wird plausibilisiert und die Unumgänglichkeit seiner reflektierten Verantwortung herausgestellt. Der erste Hauptteil der Vorlesung dient neben der Analyse von Genre und Genese des Glaubensbekenntnisses auch der Einführung in die vielfältigen Zugangsweisen der Dogmatik. Im zweiten Hauptteil der Vorlesung liegt der Fokus auf der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den im Glaubensbekenntnis verankerten Grundgehalten des christlichen Glaubens. So wird beispielsweise im Zuge eines Einblicks in die Gotteslehre die Rede von Gott als „Vater“ beleuchtet, in der Beschäftigung mit der Schöpfungslehre der „Stachel“ der Theodizeefrage mitbedacht, unter christologischem Gesichtspunkt die „Erlösungslehre“ (Soteriologie) bearbeitet und der Verknüpfung von Pneumatologie („Lehre vom Hl. Geist“) und Ekklesiologie („Lehre von der Kirche“) nachgegangen. Die Vorlesung ist methodisch auf die aktive Beteiligung der Studierenden angelegt.

    Zeit: Montag 12-14 Uhr 

    Ort: voraussichtlich HS 317

    Beginn: 02.11.2020

    Zielgruppe: 

    • 01-M3
    • 01-BA-ThSt-GDogmFund-1
    • 01-BATS-GDF-1

    Literatur:

    • Greshake, Gisbert, Hinführung zum Glauben an den drei-einen Gott, Freiburg im Breisgau 62014.
    • Jung, Martin H., Einführung in die Theologie, Darmstadt 2004.
    • Kehl, Medard, Die Kirche. Eine katholische Ekklesiologie, Würzburg 1992.
    • Körner, Bernd, Baich, Christa, Klimann, Christine, Glauben leben – Theologie studieren. Eine Einführung, Innsbruck 2008.
    • Matena, Andreas, Das Credo. Einführung in den Glauben der Kirche, Paderborn 2009.
    • Rahner, Johanna, Einführung in die katholische Dogmatik, Darmstadt 22014.
    • Rahner, Karl, Grundkurs des Glaubens. Einführung in den Begriff des Christentums, Freiburg im Breisgau 1976.
    • Ratzinger, Joseph, Einführung in das Christentum, München 1968.
    • Sauer, Hanjo, Wie von Gott reden? Ansätze der Theologie im 20. Jahrhundert, Frankfurt 2013.
    • Scholl, Norbert, Das Glaubensbekenntnis. Satz für Satz erklärt, München 2000.
    • Schneider, Theodor, Was wir glauben. Eine Auslegung des apostolischen Glaubensbekenntnisses, Düsseldorf 1985.
    • Stosch, Klaus von, Einführung in die Systematische Theologie, Paderborn 2009.
    • Walter, Peter, Theologischer Grundkurs: Einführung in die katholische Glaubenslehre, in: Ruhstorfer, Karlheinz (Hg.), Systematische Theologie, Paderborn 2012, S.89-187.

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    Apl. Prof. Dr. Petro Müller


    Hauptseminar: Das Ökumenismusdekret des II. Vatikanischen Konzils „Unitatis redintegratio“ – dogmatische, ökumenische und pastorale Implikationen       

    Das Jahr 2021 gilt nicht nur wegen des 3. Ökumenischen Kirchentages im Mai in Frankfurt /M. als „Ökumenisches Jahr“, auch andere ökumenische Ereignisse gehören bedacht, wie z.B. ein 500-jähriges Gedenken des Banns gegen Martin Luther und seine Anhänger.

    Seit dem 21. November 1964 steht die Zusammenarbeit der Kirche allerdings unter einem neuen Vorzeichen. An diesem Tag wurde während der 3. Sitzungsperiode des II. Vatikanischen Konzils das Ökumenismusdekret „Unitatis redintegratio“ (UR) mit großer Mehrheit (2137 Ja- zu 11 Nein-Stimmen) verabschiedet und promulgiert. Das Konzil ließ sich dabei von der Einsicht leiten, dass die Spaltung der Christenheit dem Willen Jesu Christi widerspricht, und dass Spaltungen unter den Seinen gleichermaßen ein Ärgernis für die Welt und einen Schaden für die Verkündigung des Evangeliums sind (vgl. UR 1). Mit dem Ökumenismusdekret gab das Konzil einen wirksamen Impuls, den Dialog mit den anderen Konfessionen weltweit zu suchen, um die Trennungen zwischen den Christen zu überwinden. Die Konzilsväter sahen es als eine der Hauptaufgaben der Kirche an, „die Einheit aller Christen wiederherstellen zu helfen“ (UR 1).

    Das Hauptseminar will diesem Impuls für die Einheitssuche nachgehen und die dogmatischen ökumenischen und pastoralen Impulse des Konzils ausloten. Wie kam es zum Dekret? Was ist seine Vorgeschichte? Welche Aufgaben der Kirche(n) kann es fassen? Es geht im Seminar sowohl um theologische Inhalte der Konzilstexte, besonders des Ökumenismusdekrets, als auch um die Rezeption in weiteren offiziellen Aussagen der Kirche. Und schließlich darum, was heute ökumenisch ansteht.


    Zeit: 

    • Freitag, 15.01.2021 – 14.00-19.00 Uhr im Seminarraum 3 (Bibrastr. 14)

    • Samstag, 16.01.2021 – 9.00-18.00 Uhr im Seminarraum 3 (Bibrastr. 14)

    • Freitag, 29.01.2021 – 14.00-19.00 Uhr im Seminarraum 3 (Bibrastr. 14)

    • Samstag, 30.01.2021 – 9.00-18.00 Uhr im Seminarraum 2 (Bibrastr. 14)

    Ort:  Bibrastr. 14

    Organisatorische Hinweise:

    Das Seminar findet als Blockseminar statt (s.o.). Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars wird als Prüfungsleistung ein ca. 30-minütiges Impulsreferat erwartet, das auf ca. 10 Seiten zu verschriftlichen ist.

    Zielgruppe: 

    • M24-3 / M24-3S3 Hauptseminar
    • 01-GWS1, 01-GWS2, 01-PT-PRV
    • 01-LA-GymRs-SSTh-1
    • 01-BA-ThSt-ThWD
    • 01-MA-ThSt-SSTh-1/2

    Literatur:

    • Unitatis redintegratio“ – Dekret über den Ökumenismus. In: In: K. Rahner / H. Vorgrimler, Kleines Konzilskompendium. Sämtliche Texte des Zweiten Vatikanums, Fb (inzwischen in der 35. Auflage) NA 2008, 229-250.
    • Lumen Gentium“ – Dogmatische Konstitution über die Kirche. In: ebd. 123-200.
    • J. Feiner, zu „Unitatis redintegratio,  in: LThK2 Ergänzungsbd. II, 40-123.
    • B. J. Hilberath, zu „Unitatis redintegratio,  in: HThK Vat II (Bd. 3), 69-216.
    • W. Thönissen (Hg.), „Unitatis redintegratio“. 40 Jahre Ökumenismusdekret – Erbe und Auftrag, Paderborn / Frankfurt a. M. 2005.
    • O. H. Pesch, Das Zweite Vatikanische Konzil. Vorgeschichte – Verlauf – Ergebnisse –    Nachgeschichte, Würzburg NA 2001.

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    Felix Fleckenstein






     


     

     

     

     

     


    Die Lektüreübung Eschatologie setzt sich mit den zentralen Motiven der jüdisch-christlichen Hoffnungsgeschichte (Verheißung, Apokalyptik, Wiederkunft Christi, Auferstehung der Toten, Gericht) auseinander. Dabei skizziert sie die gegenwärtige theologische Diskussion zum Thema eschatologischer Hoffnung als Zukunftsperspektive für den einzelnen Menschen (Tod, Gericht, Läuterung, Himmel oder Hölle) und bettet diese in den größeren Rahmen der Hoffnung für die Welt ein.

    Dreh- und Angelpunkt ist dabei die kleine Eschatologie des emeritieren Professors für systematische Theologie Franz-Josef Nocke. Anhand dieser Lektüre wird der Kurs sich mit den zentralen Hoffnungsinhalten des christlichen Glaubens auseinandersetzen. Ziel ist es dabei die KursteilnehmerInnen sprachfähig zu machen, sodass Sie als zukünftige LehrerInnen ihren SchülerInnen Rede und Antwort stehen können zur eschatologischen Hoffnung des christlichen Glaubens.
     

    Zeit: Dienstag 13-14 Uhr

    Ort: vorraussichtlch Seminarraum 2 Bibrastraße

    Beginn: 03.11.2020

    Zielgruppe: 

    • LA Gymnasium LPO 2009: Dogmatischer Lektürekurs (01-ST-EKES-1)
    • LA alle Arten LPO 2015: Freier Bereich (01-LA-FB-TSTh3-152-m01)

    Organisatorische Hinweise: 

    Als Lektürekurs fördert und fordert der Kurs die eigenständige Lektüre dogmatischer Texte.
    Daher lesen die KursteilnehmerInnen in der Vorbereitung auf die jeweiligen Sitzungen eigenständig Ausschnitte aus der gewählten Primärliteratur.
    Bitte bringen Sie zur ersten Sitzung entweder ihr eigene Ausgabe der Primärlektüre, oder eine ausgedruckte Version des im WueCampus-Kursraum zur Verfügung gestellten Exemplars mit.

    LA Gymnasium LPO 2009:

    Die Lektüreübung Eschatologie wird gemeinsam mit der Vorlesung zur Ekklesiologie bei Dr. lic. theol. Florian Klug abgeprüft. Im Rahmen einer 90-minütigen Klausur erhalten Sie neben einer Frage zur Ekklesiologie (60 min) eine Frage zur Eschatologie, die sie in 30 Minuten beantworten. Die Veranstaltung wird gemeinsam dann mit der Vorlesung Ekklesiologie verbucht.
     

    Literatur:

    • Nocke, Franz-Josef, Eschatologie (Leitfaden Theologie; 6), Düsseldorf 72005.


    Eine digitalisierte Version der verwendeten Literatur finden Sie im begleitenden WueCampus-Kursraum.
    Gerne können Sie jedoch ein eigenes Exemplar der Literatur verwenden.

    Anmeldung über wuestudy


     

     

     

     

     

     

     

     

    Dieser Kurs dient der Vertiefung in der Vorbereitung auf das Staatsexamen. Inhaltich behandelt er die examensrelevanten Themen für die dogmatischen Traktate der Gotteslehre, Christologie, Schöpfungslehre, Eschatologie/Ekklesiologie und Sakramentenlehre.

    Der Kurs orientiert sich an Vorgaben des Kultusministeriums und arbeitet den geforderten Stoff umfassend anhand von Lehrbuch- und Primärliteratur auf. Des Weiteren bietet er Raum zur Klärung offener Fragen und eine Vorbereitung im Hinblick auf potenzielle Prüfungsfragen.


    Der begleitende WueCampus-Kursraum bietet vollumfänglich alle erforderlichen und hilfreichen Materialien für die Vorbereitung auf das systematische Staatsexamen.

    Zeit: Freitag 06.11.2020 12-16 Uhr

    Ort: vorraussichtlich HS 317

    Organisatorische Hinweise:

    Der angegebene Termin dient der Terminfindung in Absprache mit den KursteilnehmerInnen. Er ist rein organisatorischer Natur. Die Termine der inhaltlichen Sitzungen können vom angegebenen Termin in WueStudy abweichen. 

    Zielgruppe:

    Lehramtsstudierende jeder Schulart, die sich in der Vorbereitung auf das Staatsexamen im Bereich der Dogmatik befinden, sowie alle Interessierte, die sich im Bereich der Dogmatik eine Vertiefung und Sicherung ihres Wissenstandes wünschen.

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    Materialien über wuecampus 

    Einschreibeschlüssel: ontologie


    Philippa Haase

    Jesus, der Christus. Grundfragen, Entwicklung und neuere Ansätze der Christologie

    Ursprung und Zentrum des christlichen Glaubens ist eine lebendige Person: Jesus Christus. Daher ist die Frage danach, wer Jesus Christus ist, auch die Kernfrage der Dogmatik – in doppelter Hinsicht: als die Frage nach dem Menschen Jesus von Nazaret und zugleich nach dem Bekenntnis zu diesem Menschen als dem Christus, d.h. dem Gesalbten Gottes, in dessen Leben, Sterben und Auferstehen Gott selbst für uns geschichtlich erfahrbar und sichtbar geworden ist und von dem der Glaube daher als dem Heilbringer spricht.   

    Die Vorlesung hat das Ziel, Studierende mit der skizzierten Doppelfrage vertraut zu machen: im Hinblick auf das biblische Zeugnis, die theologiegeschichtlichen Entwicklungen und systematisch-theologische Ansätze der Gegenwart.

    Konkrete Teilfragen werden z.B. sein: Was bedeutet es zu sagen, Jesus Christus sei die Inkarnation Gottes? Was bedeutet es zu sagen, wir seien durch Chritus erlöst? Inwiefern ist der Tod Jesu als ein Opfer zu verstehen? Was meint eigentlich Auferstehung? Wie lässt sich von Jesus Christus sprechen angesichts des Judentums und inmitten religiöser Pluralität?

    Zeit: Montag  16-17 Uhr   ( Mittwoch 12-14 Uhr - Prof. Dr. Christine Büchner)

    Beginn: Montag 02.11.2020

    Zielgruppe: 

    • 01-M8-4 Mag
    • Master
    • LA Gym

    Organsiatorische Hinweise: 

    Die Vorlesung findet digital statt. Die erste Sitzung wird als Zoom-Meeting stattfinden. Ein enstprechender Link wird Ihnen zur Verfügung gestellt werden. Das weitere methodische Vorgehen der Vorlesung wird dort besprochen werden. 

    Literatur:

    • Hans Kessler, Christologie, in: Th Schneider (Hg.), Handbuch der Dogmatik, Ostfildern 52013, Bd.1, 241-442.
    • Otto Hermann Pesch, Katholische Dogmatik aus ökumenischer Erfahrung, Bd. 1: Die Geschichte der Menschen mit Gott, Teilbd. 1: Wort Gottes und Theologie; Christologie, Ostfildern 2008, S. 371-934.
    • Jürgen Werbick, Gott – menschlich. Elementare Christologie, Freiburg 2016.


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    Franziska Rebhan


    Das Tutorium beleuchtet die wichtigsten Aspekte der klassischen dogmatischen Traktate: Gotteslehre und Christologie. Hierbei werden explizit Inhalte aus der Grundlagenvorlesung erläutert, vertieft und eingeübt.
    Des Weiteren steht die Vorbereitung auf die Klausur am Ende des Semesters im Fokus des Tutoriums.

    Zeit: Montag 10-11 Uhr oder  Dienstag 10-11 Uhr

    Ort: Das Tutorium findet digital statt. 

    Beginn: 09.11.2020 oder  10.11.2020

    Organisatorische Hinweise:

    Das Tutorium wird in zwei Gruppen inhaltsidentisch zu zwei verschiedenen Terminen in der Woche angeboten.
     

    Zielgruppe:

    Lehramtsstudierende, die an der Vorlesung Grundfragen der Dogmatik I bei Dr. Lic. theol. Florian Klug teilnehmen.
    Sowie Magisterstudierende, die die Vorlesung Einführung in die Dogmatik bei Dr. Sibylle Trawöger besuchen.
    Ebenso all jene Studierende, welche die Klausur zur Einführung in die Dogmatik im Wintersemester 2019/20 nachholen.
     

    Anmeldung über wuestudy