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    Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft

    Wintersemester 2022/23

    Veranstaltungen

    Vorlesung: Grundfragen gottesdienstlichen Handelns der Kirche (01600000)

    Zeit:                           16.00-18.00 Uhr

    Beginn:                      Dienstag, 18.10.2022 bis 31.01.2023

    Dozent:                      Prof. Dr. Martin Stuflesser

    Zielgruppe:                Lehramtsstudierende und GWS.

    Inhalt:

    Es geht um eine anthropologische und theologische Grundlegung des Gottesdienstes: Liturgie im Leben der Gemeinde (u.a. als Quelle des Glaubens, Liturgiewissenschaft im Gesamt der Theologie) - Liturgie als Dialog zwischen Gott und Mensch - Handeln im Zeichen (u.a. Liturgiefähigkeit; Zeichen und/oder Symbol; Sinnenhaftigkeit; Ritusproblem) - menschengerechter Gottesdienst (u.a. Einheit und Vielfalt; Inkulturation; gesellschaftliche Bedeutung von Liturgie), Feiern im Rhythmus der Zeit (Kirchenjahr). 

    Ein Schwerpunkt liegt auf liturgiewissenschaftlichen Themen, die im Religionsunterricht in der Grundschule und in weiterführenden Schulen (Mittelschule, Realschule, Gymnasium) vorkommen. Liturgisches Basiswissen steht hierbei im Mittelpunkt. 

    Die Vorlesung richtet sich damit besonders an Lehramtsstudierende, aber auch an Studierende des Magister Theologiae und Studierende (Bachelor) mit Theologie im Nebenfach.

    Einführende Literatur:

    • Berger, Rupert. Neues Pastoralliturgisches Handlexikon. Freiburg 1999. 
    • Adam, Adolf /Haunerland, Winfried. Grundriss Liturgie. Freiburg 112018.
    • Lengeling, Emil Joseph. Liturgie - Dialog zwischen Gott und Mensch, hg. von K. Richter. Altenberge 21991.  
    • Richter, Klemens. u.a. (Hg.) Gott feiern in nachchristlicher Gesellschaft. Stuttgart 2000. 
    • Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind. Was ist Liturgie? (Grundkurs Liturgie 1). Regensburg 2004.

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    Vorlesung: Feiern im Rhythmus der Zeit Handelns (01607000)

    Zeit:                           12.00-13.00 Uhr c.t.

                                     16.00-18.00 Uhr c.t.

    Beginn:                      Donnerstag, 20.10.22 bis 19.01.2023

    Dozent:                      Prof. Dr. Martin Stuflesser

    Zielgruppe:               Lehramtsstudierende und GWS.

    Inhalt:

    Hauptvorlesung "Feiern im Rhythmus der Zeit":

    Das II. Vatikanische Konzil bezeichnet das liturgische Jahr als die Entfaltung des Pascha-Mysteriums im Jahreskreis (vgl. SC, Art. 102). Die Vorlesung erschließt die Theologie und die Struktur des liturgischen Jahres.

    Schwerpunktthema der Hauptvorlesung am Dienstag ist zunächst die Entstehung und Bedeutung des Sonntags als des christlichen Urfeiertages. Die Vorlesung erschließt die Hochfeste und die einzelnen Festkreise.

    Weitere Themen sind der Kalender, die Frage der Heiligenverehrung und die Erschließung unterschiedlicher Festtypen. Aktuelle Themen und Fragestellungen wie das Verhältnis von christlichen Festen und Moderne, etc. bilden einen Ausblick.

    Vertiefungsvorlesung Tagzeitengebet (einstündig):

    Einen oft etwas nebensächlich behandelten aber dennoch konstitutiven Bestandteil der Liturgie der Kirche bildet das Stundengebet. Wie die gesamte Liturgie war auch das Tagzeitengebet, wie es auch genannt wird, einer anhaltenden Veränderung unterworfen und wurde im Zuge Liturgiereform nach dem II. Vatikanischen Konzil neu geordnet. Sein Ziel formuliert die Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium im Art. 84 wie folgt: „Das Stundengebet ist nach alter christlicher Überlieferung so aufgebaut, daß der gesamte Ablauf des Tages und der Nacht durch Gotteslob geweiht wird“.

    Doch was heißt überhaupt „Stundengebet“? Woher kommt es, wie verlief die historische Entwicklung? Welches sind seine Bestandteile, was ist seine Theologie – und wie soll und kann es heute und mit den gegebenen Voraussetzungen gefeiert werden? Mit diesen Fragen wird sich die einstündige Spezialvorlesung befassen.

    Hauptvorlesung:

    Auf der Maur, H. Feiern im Rhythmus der Zeit I. Herrenfeste in Woche und Jahr (GdK 5), Regensburg
    1983.

    Harnoncourt, P./Auf der Maur, H. Feiern im Rhythmus der Zeit III/1. Der Kalender. Feste und
    Gedenktage der Heiligen (GdK 6,1), Regensburg 1994.

    Bieritz, K.H. Das Kirchenjahr, München 1994.

     

    Spezialvorlesung "Stundengebet":

    Tagzeiten-Liturgie der Zukunft. Allgemeine Einführung in das Stundengebet (Pastoralliturgische Hilfen 14), hg. v. Deutschen Liturgischen Institut, Trier 1999.

    Liborius Olaf Lumma, Liturgie im Rhythmus des Tages. Eine kurze Einführung in Geschichte und Praxis des Stundengebets, Regensburg 2011.

    Martin Klöckener / Heinrich Rennings, Lebendiges Stundengebet. Vertiefung und Hilfe, Freiburg i. B. 1989.

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    Vorlesung: Die Feier der Sakramente (01609000)

    Zeit:                           10.00-12.00 Uhr

    Beginn:                      Mittwoch 19. Oktober, 10.00 Uhr c.t. bis 01.02.2023

    Dozent:                      Prof. Dr. Martin Stuflesser       

    Zielgruppe:                Mag Theol., Lehramts-, Bachelor- und Masterstudierende, GWS

    Inhalt:

    Von den Sakramenten der Kirche heißt es in Art. 61 der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium, dass sie Feier des Pascha Mysteriums sind, „des Leidens, des Todes und der Auferstehung Christi, aus dem alle Sakramente und Sakramentalien ihre Kraft ableiten.“ Sie sind, so Art. 59, „hingeordnet auf die Heiligung der Menschen, den Aufbau des Leibes Christi und schließlich auf die Gott geschuldete Verehrung; als Zeichen haben sie auch die Aufgabe der Unterweisung.“ In den als Sakramente bezeichneten liturgischen Vollzügen verdichtet sich demnach die sakramentale Grundstruktur der Kirche.

    Die heutige liturgische Ordnung der Feier der Sakramente ist dabei das Ergebnis eines langen Prozesses, in dem sich die konkrete liturgische Praxis und die theologische Reflexion immer wieder gegenseitig beeinflusst haben. Die Vorlesung fragt, ausgehend vom biblischen Zeugnis und der historischen Entwicklung, nach einer sachgerechten Feier der Sakramente heute. Dabei werden, beginnend mit den Sakramenten der Initiation (Taufe und Firmung) die sakramentlichen Feiern der Buße/Versöhnung, der Krankensalbung, der Ehe und des Ordo behandelt. 

    Im Mittelpunkt stehen historische, liturgisch-pastorale und ökumenisch-theologische Fragestellungen.

    Einführende Literatur:

    • Meßner, Reinhard. Einführung in die Liturgiewissenschaft. Paderborn 2001, bes. 59-149, 359-382.
    • Geldhof, Joris / Stuflesser, Martin / Theuer, Andy. „Ein Symbol dessen, was wir sind“. Liturgische Perspektiven zur Frage der Sakramentalität. (Theologie der Liturgie 13). Regensburg 2018.
    • Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Wiedergeboren aus Wasser und Geist. Die Feiern des Christwerdens. (Grundkurs Liturgie, Bd. 2). Regensburg 2004, bes. 92ff.
    • Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Erneuere uns nach dem Bild deines Sohnes. Die Feiern des Taufgedächtnisses, der Umkehr und der Versöhnung. (Grundkurs Liturgie, Bd. 4). Regensburg 2005, 51-90, 111-144.
    • Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Gefährten und Helfer. Liturgische Dienste zwischen Ordination und Beauftragung. (Grundkurs Liturgie, Bd. 5). Regensburg 2005, 9-57.
    • Schneider, Theodor. Zeichen der Nähe Gottes. Grundriß der Sakramententheologie. Mainz 71998, bes. 57-114, 184-307.

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    Übung: „Kult und Kultur“ (01603000)

    Zeit:                                     18.00-20.00 Uhr

    Beginn:                                Montag, 17.10.22-06.02.23

    Dozent:                                Marco Weis                    

    Inhalt:

    Kirchenbauten prägen das Ortsbild in vielen Teilen der westlichen Hemisphäre. Bis heute üben sie auch auf Personen eine Anziehungskraft aus, die sich selbst als nicht dezidiert religiös bezeichnen würden. Sie sind Teil unserer abendländischen Kultur und dienen, neben dem Gottesdienst, auch kulturellen Veranstaltungen. Sie werden zum Teil des Weltkulturerbes erklärt, sind kunsthistorisch von hohem Interesse und etliche Kirchenbauten scheinen auch in einer säkularer werdenden Gesellschaft um jeden Preis erhaltenswert - selbst wenn ihre ursprüngliche Nutzung nicht mehr gegeben ist. Dabei kommen relativ selten die Fragen danach in den Blick, warum die Kirchen so ausgestattet oder gebaut wurden, wie sie es eben sind. Der Modegeschmack der Zeit ist dafür nur sekundärer Grund. Die Liturgie und ihre Anforderungen sowie die Vorstellung vom Heiligen sind dafür ausschlaggebender gewesen. Die Übung will anhand von Lektüre einschlägiger Literatur sowie der Veranschaulichung durch Beispiele das Wissen aus den Vorlesungen des Fachs Liturgiewissenschaft vertiefen und weitere Einblicke in die nach außen sichtbarste Äußerung des Christentums geben: die Kirchengebäude.

    Diese Übung eignet sich insbesondere als Ergänzung zur Vorlesung „Grundfragen gottesdienstlichen Handelns der Kirche“ (Nr. 01600000) und zur Vorlesung „Das liturgische Jahr – Feiern im Rhythmus der Zeit“ (Nr. 01607000).

    Einführende Literatur:

    Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen. Hand­reichung der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz, 25. Oktober 1988 (Die deutschen Bischöfe – Liturgiekommission 9), herausgegeben vom Sek­retariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 62002.
    Missale Romanum. Editio typica tertia 2002. Grundordnung des Römischen Mess­buchs. Vorabpublikation zum Deutschen Messbuch (3. Auflage), herausgegeben vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2007.
    Rudolf Schwarz, Kirchenbau. Welt vor der Schwelle, Heidelberg 1960.
    Adolf Adam, Wo sich Gottes Volk versammelt, Freiburg i. B. / Basel u.a. 1984.

    Albert Gerhards / Thomas Sternberg u. a. (Hg.), Communio-Räume. Auf der Suche nach der angemessenen Raumgestalt katholischer Liturgie (Bild – Raum – Feier. Studien zu Kirche und Kunst 2), Regensburg 2003.

    Franz-Heinrich Beyer, Geheiligte Räume. Theologie, Geschichte und Symbolik des Kirchengebäudes, Darmstadt 2008.

    Hans Körner / Jürgen Wiener (Hg.), Liturgie als Bauherr? Moderne Sakralarchitektur und ihre Ausstattung zwischen Funktion und Form, Essen 2010.
    Klemens Richter, Kirchenräume und Kirchenträume. Die Bedeutung des Kirchen­raus für eine lebendige Gemeinde, Freiburg i. B. 1998.

    Empfehlung:

    Erfahrungen oder Grundkenntnisse in Kulturwissenschaften oder Gottesdienstteilnahme sind für die Teilnahme sehr empfehlenswert.

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    Seminar: Gottesdienstliche Feiern er Inbetriebnahme des liturgischen Kirchenraums (01601000)

    Vorbesprechung:                                     Donnerstag, 20.10.22 14.00-15.00 Uhr

    Blockteil:                                                   Fr/Sa 02.03.12.22 9.00-18.00 Uhr

    Teilnahme an der Veranstaltung             So 04.12.22 20.00-21.30 Uhr

    Gestaltung und Teilnahme an der Altarweihe am 4. Adventssonntag 18.12.22 10.00-11.30 Uhr                              

    Dozent:                                                      Prof. Dr. Martin Stuflesser

    Inhalt:

    Gottesdienstliche Feiern der Inbetriebnahme des liturgischen Raumes?

    Am 4. Adventssonntag, dem 18.Dezeber 2022, wird die in der unmittelbaren Nachbarschaft zu unser Fakultät liegende Mutterhauskirche der Erlöserschwestern nach anderthalbjähriger Renovierungszeit und Umgestaltung wieder eröffnet und damit liturgisch wieder in Betrieb genommen.

    Das Hauptseminar schaut hinter die Kulissen: Was braucht ein liturgischer Raum? Was macht eine Kirche aus? Für welche, ganz unterschiedlichen Gottesdienstformen muss dieser liturgische Raum geeignet sein? Was sind seine Handlungsorte? Welche Riten und Rituale spielen eine Rolle, wenn ein solcher liturgischer Raum in Betrieb genommen wird?
    Was ist eine Kirchweihe, was eine Altarweihe, was eine Benediktion der Kirche oder des Altares?

    Einführende Literatur:

    Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle. Pontifikale IV. Handausgabe mit pastoralliturgischen Hinweisen, hg. von den Liturgischen Instituten Salzburg, Trier, Zürich, Pontifikale für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes 4, Freiburg 1994.
    Grundordnung des Römischen Messbuchs, ADBK 215, Bonn 2007.
    Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen. Handreichung der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Die deutschen Bischöfe 9, Bonn 62002.
    Zeremoniale für die Bischöfe in den katholischen Bistümern des deutschen Sprachgebietes, hg. im Auftrag der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sowie der  (Erz-) Bischöfe von Bozen-Brixen, Lüttich, Luxemburg und Straßburg, Solothurn und Düsseldorf 1998.

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    Vorlesung: Einführung in Strukturen und Formen gottesdienstlicher Feiern (01604000)

    Zeit:                           10.00-12.00 Uhr

    Beginn:                     Mittwoch, 07.12.23 bis 01.02.23

    Dozent:                     Marco Weis

    Raum:                       SR 4 Bibrastr. 14

    Zielgruppe:               Modularisierter BA (1. bzw. 3. Semester),  Mag. Theol. (1. Semester)
     

    Die Lehrveranstaltung ist pflichtmäßig für alle Studienanfänger im Studiengang Magister Theologie und im Bachelor vorgesehen.

    Organisatorisches: Diese Veranstaltung ist 1-stündig, findet aber 2-stündig in der 2. Semesterhälfte statt (1. Semesterhälfte: Einführung ins Kirchenrecht).

    Inhalt:

    Die Vorlesung gibt eine Einführung in das Fach Liturgiewissenschaft und seinen Gegenstand: Das gottesdienstliche Handeln der Kirche. Dabei geht es um methodische Fragen ebenso wie um anthropologische und liturgietheologische Grundlagen. Auch wichtige Fachtermini, Quellen und Dokumente werden eingeführt.

    Einführende Literatur:

    • Meßner, Reinhard. Einführung in die Liturgiewissenschaft. Paderborn 2001.
    • Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Wo zwei oder drei versammelt sind. Was ist Liturgie?   (Grundkurs Liturgie   Band 1) Regensburg 2004.
    • Adam, Adolf/Haunerland, Winfried. Grundriss Liturgie. Freiburg im Breisgau 2012.