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Intern
    Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft

    Wintersemester 2021/22

    Vorlesung: „Das liturgische Jahr- Feiern im Rhythmus der Zeit“

    Veranstaltung: 01607000

    Termine:               Donnerstag, den 21.10.2021-10.02.2022

    Dozent:                 Prof. Dr. M. Stuflesser, Herr T. Weyler, Herr M. Weis

     

    Inhalt:

    Hauptvorlesung "Feiern im Rhythmus der Zeit":

    Das II. Vatikanische Konzil bezeichnet das liturgische Jahr als die Entfaltung des Pascha-Mysteriums im Jahreskreis (vgl. SC, Art. 102). Die Vorlesung erschließt die Theologie und die Struktur des liturgischen Jahres.
    Schwerpunktthema der Hauptvorlesung am Dienstag ist zunächst die Entstehung und Bedeutung des Sonntags als des christlichen Urfeiertages. Die Vorlesung erschließt die Hochfeste und die einzelnen Festkreise.
    Weitere Themen sind der Kalender, die Frage der Heiligenverehrung und die Erschließung unterschiedlicher Festtypen. Aktuelle Themen und Fragestellungen wie das Verhältnis von christlichen Festen und Moderne, etc. bilden einen Ausblick.
     

    Vertiefungsvorlesung Tagzeitengebet (einstündig):
    Einen oft etwas nebensächlich behandelten aber dennoch konstitutiven Bestandteil der Liturgie der Kirche bildet das Stundengebet. Wie die gesamte Liturgie war auch das Tagzeitengebet, wie es auch genannt wird, einer anhaltenden Veränderung unterworfen und wurde im Zuge Liturgiereform nach dem II. Vatikanischen Konzil neu geordnet. Sein Ziel formuliert die Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium im Art. 84 wie folgt: „Das Stundengebet ist nach alter christlicher Überlieferung so aufgebaut, daß der gesamte Ablauf des Tages und der Nacht durch Gotteslob geweiht wird“.
    Doch was heißt überhaupt „Stundengebet“? Woher kommt es, wie verlief die historische Entwicklung? Welches sind seine Bestandteile, was ist seine Theologie – und wie soll und kann es heute und mit den gegebenen Voraussetzungen gefeiert werden? Mit diesen Fragen wird sich die einstündige Spezialvorlesung befassen.

     

    Literatur:

    Hauptvorlesung:

    - Auf der Maur, H. Feiern im Rhythmus der Zeit I. Herrenfeste in Woche und Jahr (GdK 5), Regensburg
      1983.

    - Harnoncourt, P./Auf der Maur, H. Feiern im Rhythmus der Zeit III/1. Der Kalender.       Feste und Gedenktage der Heiligen (GdK 6,1), Regensburg 1994.

    - Bieritz, K.H. Das Kirchenjahr, München 1994.

    Spezialvorlesung "Stundengebet":                                  

    - Tagzeiten-Liturgie der Zukunft. Allgemeine Einführung in das Stundengebet (Pastoralliturgische Hilfen 14), hg. v. Deutschen Liturgischen Institut, Trier 1999.

    - Liborius Olaf Lumma, Liturgie im Rhythmus des Tages. Eine kurze Einführung in Geschichte und Praxis des Stundengebets, Regensburg 2011.

    - Martin Klöckener / Heinrich Rennings, Lebendiges Stundengebet. Vertiefung und Hilfe, Freiburg i. B. 1989.

     

     

    Vorlesung: „Die Feier der Sakramente“

    Veranstaltung: 01609000

    Termine:               Mittwoch, den 03.11.-09.02.2022

    Uhrzeit:                8.00-10.00 Uhr

    Dozent:                 Prof. Dr. M. Stuflesser,   

    Inhalt:

    Von den Sakramenten der Kirche heißt es in Art. 61 der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium, dass sie Feier des Pascha Mysteriums sind, „des Leidens, des Todes und der Auferstehung Christi, aus dem alle Sakramente und Sakramentalien ihre Kraft ableiten.“ Sie sind, so Art. 59, „hingeordnet auf die Heiligung der Menschen, den Aufbau des Leibes Christi und schließlich auf die Gott geschuldete Verehrung; als Zeichen haben sie auch die Aufgabe der Unterweisung.“ In den als Sakramente bezeichneten liturgischen Vollzügen verdichtet sich demnach die sakramentale Grundstruktur der Kirche.
    Die heutige liturgische Ordnung der Feier der Sakramente ist dabei das Ergebnis eines langen Prozesses, in dem sich die konkrete liturgische Praxis und die theologische Reflexion immer wieder gegenseitig beeinflusst haben. Die Vorlesung fragt, ausgehend vom biblischen Zeugnis und der historischen Entwicklung, nach einer sachgerechten Feier der Sakramente heute. Dabei werden, beginnend mit den Sakramenten der Initiation (Taufe und Firmung) die sakramentlichen Feiern der Buße/Versöhnung, der Krankensalbung, der Ehe und des Ordo behandelt.
    Im Mittelpunkt stehen historische, liturgisch-pastorale und ökumenisch-theologische Fragestellungen.

     

    Literatur:

    - Meßner, Reinhard. Einführung in die Liturgiewissenschaft. Paderborn 2001, bes. 59-149, 359-382.

    - Geldhof, Joris / Stuflesser, Martin / Theuer, Andy. „Ein Symbol dessen, was wir sind“. Liturgische Perspektiven zur Frage der Sakramentalität. (Theologie der Liturgie 13). Regensburg 2018.

    - Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Wiedergeboren aus Wasser und Geist. Die Feiern des Christwerdens. (Grundkurs Liturgie, Bd. 2). Regensburg 2004, bes. 92ff.

    - Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Erneuere uns nach dem Bild deines Sohnes. Die Feiern des Taufgedächtnisses, der Umkehr und der Versöhnung. (Grundkurs Liturgie, Bd. 4). Regensburg 2005, 51-90, 111-144.

    - Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Gefährten und Helfer. Liturgische Dienste zwischen Ordination und Beauftragung. (Grundkurs Liturgie, Bd. 5). Regensburg 2005, 9-57.

    - Schneider, Theodor. Zeichen der Nähe Gottes. Grundriß der Sakramententheologie. Mainz 71998, bes. 57-114, 184-307.

     

     

    Übung: „Wie bereite ich einen guten Gottesdienst vor?“

    Veranstaltung: 01603000

    Termine:               Dienstag, den 09.11.21-08.02.2022    

    Uhrzeit:                 18.00-20.00 Uhr

    Dozent:                 Tobias Weyler

     

    Inhalt:

    Ob zum Schuljahresabschluss, sonntags in der Gemeinde oder in der Mittagspause im Betrieb – nicht nur im Advent stehen Lehrkräfte an Schulen und Theologen*innen vor der Aufgabe, spirituelle Angebote zu schaffen und Gottesdienste für verschiedene Zielgruppen vorbereiten zu müssen. In dieser Lehrveranstaltung wird praktisch geübt, wie ein Gottesdienst zu Advent oder Weihnachten liturgisch sinnvoll vorbereitet und gestaltet werden kann. Zunächst werden Grundlagen der Liturgie hinsichtlich ihrer Spiritualität, ihres Gehalts und ihrer Feiergestalt besprochen, dann der besondere Charakter der geprägten Zeit von Advent und Weihnachten. Die Studierenden konzipieren für eine bestimmte Zielgruppe einen Gottesdienst und bereiten ihn in einer Blockveranstaltung dann ausführlich vor. Je nach Teilnehmerzahl und Zielgruppe wird ein Gottesdienst auch gefeiert. Diese Übung eignet sich insbesondere als Ergänzung zur Vorlesung „Grundfragen gottesdienstlichen Handelns der Kirche“ (Nr. 01600000) und zur Vorlesung „Das liturgische Jahr – Feiern im Rhythmus der Zeit“ (Nr. 01607000).

     

    Empfehlung:

    Grundordnung des römischen Messbuchs. Vorabpublikation zum Deutschen Messbuch (3. Auflage). Arbeitshilfen, Nr. 215, herausgegeben vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2007. Tagzeitenliturgie der Zukunft: Allgemeine Einführung in das Stundengebet, hg. v. Deutschen Liturgischen Institut, Trier 1999. Feiern im Rhythmus der Zeit. Der Kalender. Feste und Gedenktage der Heiligen (Gottesdienst der Kirche. Handbuch der Liturgiewissenschaft II/1), hg. v Philipp Harnoncourt / Hansjörg auf der Maur u.a., Rgesburg 1983, bes. 154-185. Stephan Wahle, Die stillste Nacht. Das Fest der Geburt Jesu von den Anfängen bis heute, Freiburg 2018. Karl-Heinrich Bieritz, Das Kirchenjahr: Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart, hg. v. Christian Albrecht, München 92014, bes. der Teil zu Advent und Weihnachten.

     

     

    Exkursion: „Rom Exkursion“

    Veranstaltung: 01608000

    Dozent:                 Prof. Dr. M. Stuflesser, Tobias Weyler, Marco Weis

    Inhalt:

    Die Lehrstühle für Liturgiewissenschaft und für Kirchenrecht veranstalten im Frühjahr 2022 eine einwöchige wissenschaftliche Doppelexkursion nach Rom zum Thema „Struktur und Arbeitsweise der Römischen Kurie“ bzw. „Lateinische Kirche und römische Liturgie“. Die Exkursion wird ein gemeinsames Kernprogramm und ggf. ein kirchenrechtliches bzw. liturgiewissenschaftliches Spezialprogramm beinhalten. Als mögliche Programmpunkte sind vorgesehen der Besuch
    - mehrerer Kongregationen (insbesondere: Kongregation für die Glaubenslehre; Kongrega-tion für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung; Kongregation für das katholische Bildungswesen),
    - des Staatssekretariats,
    - der Päpstlichen Gerichtshöfe (Rota Romana, Apostolische Signatur,  Apostolische Pönitentiarie),
    - des Päpstliches Rates für die Gesetzestexte,
    - des Päpstlichen Komitees für die Internationalen Eucharistischen Kongresse,
    - sowie weiterer Dikasterien der Römischen Kurie (z.B. des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen),
    - des Pontificio Istituto Liturgico am Päpstlichen Athenaeum Sant´ Anselmo,
    - der Nekropole unter dem Petersdom,
    - sowie der vier Hauptkirchen und der historisch hochbedeutenden Kirchen San Clemente, Santa Sabina, Santa Prassede, Santo Stefano Rotondo (Kirche des Pontificum Collegium Germanicum et Hungaricum).

     

    Die Exkursion wird somit unmittelbare Einblicke in die Verwaltungszentrale der katholischen Kirche auf weltkirchlicher Ebene bieten und die Teilnehmer*innen mit jener Stadt und ihren Kirchenbauten vertraut machen, in denen der Römische Ritus entstanden ist.
    An den einzelnen Stationen an der Römischen Kurie werden deutschsprachige Mitarbeiter die Aufgaben des jeweiligen Dikasteriums (Kongregation, Rat, Gerichtshof, Komitee, …) aus der Perspektive der alltäglichen praktischen Arbeit erläutern und sich einer Diskussion zu aktuellen kirchenpolitischen, kirchenrechtlichen, liturgischen und theologischen Fragen und Problemen stellen. Soweit es der jeweilige Terminkalender erlaubt, werden an diesen Arbeitssitzungen auch Personen teilnehmen, die der Leitungsebene des jeweiligen Dikasteriums angehören.
    In den bedeutenden antiken Kirchengebäuden, wie etwa San Clemente oder Santo Stefano Rotondo können verschiedene liturgiegeschichtliche Gepflogenheiten und Entwicklungen anhand der noch nahezu unverändert existierenden Kirchenräume augenscheinlich nachvollzogen werden und etwa mit dem Besuch des Petrusgrabes unterhalb des Petersdoms ein nicht nur spiritueller Zugang zum Brennpunkt der weltweiten Römisch-Katholischen Kirche gewonnen werden.

    Die Exkursion wird durch eine kirchenrechtliche sowie eine liturgiewissenschaftliche Lehrveranstaltung während des Sommersemesters 2022 inhaltlich vorbereitet:

    Kirchenrecht: Theologie im wissenschaftlichen Diskurs Paktische Theologie 1/2: Struktur und Arbeitsweise der Römischen Kurie (01506000), zu den Veranstaltungszeiten siehe Lehrstuhl Kirchenrecht.

    Liturgiewissenschaft: Theologie im wissenschaftlichen Diskurs Praktische Theologie 1/2: Lateinische Kirche und römische Liturgie (01601000) im Blockseminar.

     

     

     

    Vorlesung: „Lateinische Kirche und römische Liturgie“

    Veranstaltung: 01601000

    Termine:               27.01.-29.01.2022  

    Uhrzeit:                16.00-18.00 Uhr

    Dozent:                 Prof. Dr. M. Stuflesser, M. Weis

     

    Inhalt:

    Rom kann ohne Übertreibung das Zentrum der katholischen Christenheit genannt werden. Am Grab des heiligen Petrus finden sich die obersten Instanzen kirchlicher Lehre und Verwaltung; die römische Liturgie ist für die westliche Liturgie prägend. In diesem Seminar werden zentrale liturgiewissenschaftliche Aspekte, die mit der Stadt Rom zusammenhängen, besprochen: Die Geschichte der stadtrömischen Liturgie mit ihren Eigenarten wie der päpstlichen Stationsliturgie und die Geschichte und Ausstattung verschiedener römischer Kirchbauten rücken ebenso in den Fokus wie aktuelle liturgisch-praktische und ökumenische Fragestellungen, die an der römischen Kurie behandelt werden.

     

     

    Vorlesung: „Grundfragen gottesdienstlichen Handelns in der Kirche“

    Veranstaltung: 01600000

    Termine:               Dienstag, den 19.10.-08.02.2022  

    Uhrzeit:                 16.00-18.00 Uhr

    Dozent:                 Prof. Dr. M. Stuflesser,   

     

    Inhalt:

    Es geht um eine anthropologische und theologische Grundlegung des Gottesdienstes: Liturgie im Leben der Gemeinde (u.a. als Quelle des Glaubens, Liturgiewissenschaft im Gesamt der Theologie) - Liturgie als Dialog zwischen Gott und Mensch - Handeln im Zeichen (u.a. Liturgiefähigkeit; Zeichen und/oder Symbol; Sinnenhaftigkeit; Ritusproblem) - menschengerechter Gottesdienst (u.a. Einheit und Vielfalt; Inkulturation; gesellschaftliche Bedeutung von Liturgie), Feiern im Rhythmus der Zeit (Kirchenjahr).
    Ein Schwerpunkt liegt auf liturgiewissenschaftlichen Themen, die im Religionsunterricht in der Grundschule und in weiterführenden Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) vorkommen. Liturgisches Basiswissen steht hierbei im Mittelpunkt.
    Die Vorlesung richtet sich damit besonders an Lehramtsstudierende, aber auch an Studierende des Magister Theologiae und Studierende (Bachelor) mit Theologie im Nebenfach. 

     

    Literatur:

    - Berger, Rupert. Neues Pastoralliturgisches Handlexikon. Freiburg 1999.

    - Adam, Adolf /Haunerland, Winfried. Grundriss Liturgie. Freiburg 112018.

    - Lengeling, Emil Joseph. Liturgie - Dialog zwischen Gott und Mensch, hg. von K. Richter. Altenberge 21991. 

    - Richter, Klemens. u.a. (Hg.) Gott feiern in nachchristlicher Gesellschaft. Stuttgart 2000.

    - Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind. Was ist Liturgie? (Grundkurs Liturgie 1). Regensburg 2004.