piwik-script

Intern
    Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft

    Wintersemester 2010/11

    Prof. Dr. Martin Stuflesser

    Vorlesung: Liturgie – Dialog zwischen Gott und Mensch (Überblicksvorlesung)

    Zeit:          Montag, 12-14 Uhr
    Beginn:     
    Montag, 18.10.2010, 12.00 Uhr c.t.
    Raum:      
    R. 321, Paradeplatz 4 (Einzelveranstaltung am 18.10.)

    ab 25.10. findet die Vorlesung im Hörsaal 127 am Sanderring 2 statt!!

    Zielgruppe:                 Lehramtsstudierende [EWS-Scheinerwerb nach § 36 (2) 1 a) bb) ist möglich], Diplomstudierende, Magisterstudierende mit Theologie im Nebenfach

    Zum Thema:

    Es geht um eine anthropologische und theologische Grundlegung des Gottesdienstes: Liturgie im Leben der Gemeinde (u.a. als Quelle des Glaubens, Liturgiewissenschaft im Gesamt der Theologie) - Liturgie als Dialog zwischen Gott und Mensch - Handeln im Zeichen (u.a. Liturgiefähigkeit; Zeichen und/oder Symbol; Sinnenhaftigkeit; Ritusproblem) - menschengerechter Gottesdienst (u.a. Einheit und Vielfalt; Inkulturation; gesellschaftliche Bedeutung von Liturgie), Feiern im Rhythmus der Zeit (Kirchenjahr).

    Ein Schwerpunkt liegt auf liturgiewissenschaftlichen Themen, die im Religionsunterricht in der Grundschule und in weiterführenden Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) vorkommen. Liturgisches Basiswissen steht hierbei im Mittelpunkt. Die Vorlesung richtet sich damit besonders an Lehramtsstudierende, aber auch an Diplomstudierende und Magisterstudierende mit Theologie im Nebenfach.

    Literatur:                 

    • Berger, R. Neues Pastoralliturgisches Handlexikon. Freiburg 1999.
    • Lengeling, E. J. Liturgie - Dialog zwischen Gott und Mensch, hg. von K. Richter. Altenberge 2. Aufl. 1991. 
    • Richter, K. u.a. (Hg.) Gott feiern in nachchristlicher Gesellschaft. Stuttgart 2000.
    • Stuflesser, M./Winter, St. Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind. Was ist Liturgie? (Grundkurs Liturgie 1). Regensburg 2004.

     

    Hauptseminar: "Liturgia semper reformanda"? Die Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils vor dem Hintergrund der Liturgiereformen in der Geschichte der christlichen Liturgie

     

    Zeit:          Mittwochs, 14-16 Uhr + Blockveranstaltung im Januar 2011
    Beginn:
         Mittwoch, 20.10.2010, 14.00 Uhr c.t.
    Ort:           R. 302, Paradeplatz 4

    Inhalt:

    Im Dezember 2010 jährt sich zum 47. Mal die Promulgation der Konstitution über die Heilige Liturgie des II. Vatikanischen Konzils "Sacrosanctum Concilium". Es ist also an der Zeit, Rückblick zu halten, wie aus heutiger Sicht nach über 40 Jahren die Liturgiereform durch das II. Vatikanum einzuschätzen und zu beurteilen ist. Hilfreich ist hierbei ein Blick in die Liturgiegeschichte, der zeigen wird, dass es immer wieder "Liturgiereformen" (im Plural!) gegeben hat, so dass wir von einer "liturgia semper reformanda" sprechen können. Das Hauptseminar untersucht und liturgiehistorischer Perspektive diese Liturgiereformen in Geschichte und Gegenwart, versucht liturgie-systematisch theol. Kriterien für eine Reform der Liturgie heraus zu präparieren und betrachtet die pastoralliturgischen Konsequenzen der Liturgiereform.

    Literatur:

    • Bärsch, Jürgen/Haunerland, Winfried. Liturgiereform und Ortskirche. Nachkonziliare Praxisgeschichte als Forschungsaufgabe am Beispiel des Bistums Essen. In: LJ 55 (2005) 199-234.
    • Bärsch, J./Haunerland, W. (Hg.) Liturgie vor Ort. Zur Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils in Bistum und Pfarrei. (StPaLi 25). Regensburg 2010
    • Kranemann, Benedikt/Klöckener, Martin. (Hg.). Liturgiereformen. Historische Studien zu einem bleibenden Grundzug des christlichen Gottesdienstes. (FS A. Häußling). Liturgiewissenschaftliche Quellen und Forschungen 88/I+II. Münster 2002.
    • Richter, Klemens. Die Signalfunktion der Liturgiekonstitution. In: Münchener Theologische Zeitschrift 54 (2003) 98-113.
    • Stuflesser, Martin. Die Implementierung der Liturgiereform in der Erzdiözese Boston/USA. Eine Untersuchung anhand von Quellen aus der Erzbischöflichen Kanzlei (1964-1966). In: Bärsch, J./Haunerland, W. (Hg.) Liturgie vor Ort. Zur Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils in Bistum und Pfarrei. (StPaLi 25). Regensburg 2010, 171-194.

     

    Spezialvorlesung: Gott, der eine und drei-eine. Das Bekenntnis zum Gott und Vater Jesu Christi in der Liturgie der Kirche

    Zeit:              Mittwochs, 13-14 UHr
    Beginn:         Mittwoch, 20. Oktober 2010, 13.00 Uhr c.t.
    Ort:               R. 302, Paradeplatz 4

    Inhalt:

    „Gib, dass wir im wahren Glauben die Größe der göttlichen Dreifaltigkeit bekennen und die Einheit der drei Personen in ihrem machtvollen Wirken verehren“ – so beten Christen am Dreifaltigkeitssonntag im Tagesgebet des röm.-kath. Messbuchs. Doch kann man Trinität überhaupt liturgisch feiern? Was ist mit dem Bekenntnis zur „Größe der göttlichen Dreifaltigkeit“ gemeint? Und was hat es mit dem machtvollen Wirken der „drei Personen“ auf sich? Schließlich: Wie schwer wirkt der von I. Kant kolporierte Einwand, das Trinitätsdogma sei von allen christlichen Dogmen am überflüssigsten, denn dieses Dogma habe letztendlich so gar keine Relevanz für das alltägliche Leben eines Christen? Diesen Fragen will sich die Vorlesung stellen: Dabei wird der Versuch unternommen, eine liturgietheologisch fundierte Gottes- und Trinitätslehre vorzulegen, die durch weitere Spezialvorlesungen im SoSe 2011 zur Christologie und im WS 2011/12 zur Pneumatologie ergänzt werden wird.

    Literatur:

    • Studer, Basil. Lex orandi - lex credendi. Der Taufglaube im Gottesdienst der Alten Kirche. In: Campi, E. (Hg.) Oratio. Das Gebet in patristischer und reformatorischer Sicht. (FS A. Schindler). (Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte 76). Göttingen 1999, 139-149.
    • Vorgrimmler, Herbert. Gott. Vater Sohn und Heiliger Geist. Münster 2003.
    • Werbick, Jürgen. Trinitätslehre. In Schneider, Th. (Hg.) Handbuch der Dogmatik. Band 2. Düsseldorf 1992, 481-578.

     

    Oberseminar: Aktuelle Fragen der Liturgiewissenschaft

    Zeitrahmen:        2 stdg. als Blockveranstaltung

         2.-4. Dezember 2010 (Do-Sa); 28./29. Januar 2011 (Fr/Sa)

    Beginn:                Donnerstag, 2. Dezember, 16.00 Uhr s.t.

    Ort:                      R. 302, Paradeplatz 4

     

    Übung: Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten im Fach Liturgiewissenschaft

    Zeitrahmen:             2 stdg.; Zeit und Ort nach Vereinbarung

     

     


    Dipl. Theol. Florian Kluger

    1) Vorlesung: Einführung in Strukturen und Formen gottesdienstlicher Feiern (Modul Mag.Theol. 01-M4-1)

    Zeitrahmen:   Di 14-16 Uhr (1. Semesterhälfte, Rest Kirchenrecht); 1 SWS

    Die Lehrveranstaltung führt unter anthropologischen und theologischen Gesichtspunkten zum Verständnis der Liturgiewissenschaft und der liturgischen Feiern hin. Dies wird exemplarisch verdeutlicht z.B. an der Feier des Osterfestes und der Osternacht. Darüberhinaus werden diverse gottesdienstliche Feiern vorgestellt und elementare Fachtermini eingeführt. Die Lehrveranstaltung ist pflichtgemäß für alle Studienanfänger im neuen modularisierten Masterstudiengang Magister Theologiae vorgesehen.

    2) Übung: Gott feiern in der Schule - vom Umgang mit Tod und Trauer (Modul Lehramt 01-PT-GoFei-1)

    Zeitrahmen:       Vorbesprechung: 27.10.2010, 16.30 Uhr;
                               Block: 14./15.01. 2010 und 4./5.2.2011 (Fr. 15 Uhr-Sa 18 Uhr); SWS: 2
    Zielgruppe:        Lehramtsstudenten aller Schularten
    Scheinerwerb:   EWS-Schein;
                               Religion als fachwissenschaftlicher Schein (LPO § 42Abs. 1 Satz 5 d bb)
                               freier Bereich in den modularisierten Studiengängen, Proseminar
    ECTS:                 2

    Zum Thema:

    Das Praxisseminar richtet sich besonders an zukünftige Religionslehrerinnen und -lehrer. Oft ist es ihre Aufgabe, Schulgottesdienste vorzubereiten und zu leiten. Im Schuldienst gehört diese Kompetenz zum Handwerkszeug. Neben der Feier von Schulanfangs- und Schulschlussgottesdiensten werden Religionslehrer meist in die Pflicht genommen, Situationen von Tod und Trauer mit den Klassen aufzuarbeiten. Die schulpastorale Begleitung ist dann eng mit der gottesdienstlichen Gestaltung solcher Situationen verbunden.

    Das Seminar hat drei Schwerpunkte: 1) Die Teilnehmer erlangen grundlegende Kenntnisse über Schulpastoral; sie erhalten Hilfen und Anegungen schulpastorale Elemente in den lehrplankonformen Unterricht und in das Schulleben einzubauen. 2) Das Seminar bietet eine Einführung in die Gestaltungsmöglichkeiten von Wortgottesdiensten und will die Teilnehmer befähigen, diese vorzubereiten, zu leiten und vor allem: diese zu feiern. 3) Die Teilnehmer erarbeiten Bausteine zur Gestaltung von Schulfeiern im Umgang mit Tod und Trauer.

    Eine aktive Mitarbeit wird gefordert, so dass Gelegenheit entsteht, sich selbst auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.

    Das Seminar findet statt in Zusammenarbeit mit PD Dr. Brigitte Fuchs (Lehrstuhl für Pastoraltheologie) und Reinhold Grimm (Pastoralreferent, Krisenseelsorge im Schulbereich).

     

    3) Übung: Prüfungsvorbereitung im Fach Liturgiewissenschaft

    Zeitrahmen:     Dienstag, 16-18 Uhr bzw. nach Vereinbarung; 2 SWS

    Der für den Diplomstudiengang relevante Prüfungsstoff wird wiederholt und gemeinschaftlich aufbereitet.