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    Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft

    Das Vorlesungsverzeichnis finden Sie als PDF hier.

     

     

    01606000  Vorlesung: Die Feier der Eucharistie

    Zeit:            Donnerstags, 14-16 Uhr

    Ort:             Raum 302, Paradeplatz 4

    Beginn:        27.4.2017

    Das II. Vatikanische Konzil bezeichnet die Feier der Eucharistie „Mitte    und Höhepunkt des ganzen Lebens der christlichen Gemeinde“ und als „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (vgl. LG, Art. 11; SC, Art. 10; CD, Art. 30). Von Anbeginn der Kirche versammeln sich die frühen Christen zum Lesen in der Heiligen Schrift und zum Brechen des Brotes (Lk 24; 1 Kor 11), sie folgen der   Weisung: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ und feiern Eucharistie: die große Danksagung für das Heilshandeln Gottes in Jesus Christus (vgl. SC, Art. 5).

    Und bis heute versammeln sich zu keinem anderen Gottesdienst regelmäßig so viele Christen wie zur Feier der heiligen Messe. Deshalb steht die Eucharistie im Zentrum des liturgischen Lebens und verdient alle theologische Aufmerksamkeit und pastorale Sorgfalt.

    Die Vorlesung wird in liturgiehistorischer Perspektive die Grundzüge der geschichtlichen Entwicklung vorstellen, in liturgiesystematischer Perspektive das Zueinander von Sinn- und Feiergestalt der Messe im römischen Ritus erschließen und dabei auch die heutigen pastoralliturgischen Fragen behandeln

    Lektüre

        Meyer, Hans-Bernhard. Eucharistie. Geschichte, Theologie, Pastoral. Mit einem Beitrag von Irmgard Pahl (Gottesdienst der Kirche 4), Regensburg 1989.

         Meßner, Reinhard. Einführung in die Liturgiewissenschaft. Paderborn 2001, bes. 150-222

         Stuflesser, Martin. Eucharistie. Liturgische Feier und theologische Erschließung. Regensburg 2013.

         Schneider, Theodor. Zeichen der Nähe Gottes. Grundriss der Sakramenten- theologie. Mainz 71998, bes. 115-183.

     

     

     

    01607000   Vorlesung: Das liturgische Jahr – Feiern im Rhythmus der Zeit

    Zeit:              Dienstag, 16-18 Uhr: Prof. Dr. M. Stuflesser

                         Montag, 13-14 Uhr: Dr. Simon Schrott

     

    Ort:               Raum 302, Paradeplatz 4

     

    Beginn:        Dienstag, 2. Mai 2017

                        Montag, 8. Mai 2017  

     

            Das II. Vatikanische Konzil bezeichnet das liturgische Jahr als die Entfaltung des          Pascha-Mysteriums im Jahreskreis (vgl. SC, Art. 102). Die Vorlesung erschließt die Theologie und die Struktur des liturgischen Jahres.

    Schwerpunktthemen sind die Entstehung und Bedeutung des Sonntags als des christlichen Urfeiertages. Die Vorlesung erschließt die Hochfeste und die einzelnen Festkreise.

    Weitere Themen sind der Kalender, die Frage der Heiligenverehrung und die Erschließung unterschiedlicher Festtypen. Aktuelle Themen und Fragestellungen wie das Verhältnis von christlichen Festen und Moderne, etc. bilden einen Ausblick.

    Literatur:

            Auf der Maur, H. Feiern im Rhythmus der Zeit I. Herrenfeste in Woche und Jahr (GdK 5), Regensburg 1983.

            Harnoncourt, P./Auf der Maur, H. Feiern im Rhythmus der Zeit III/1. Der Kalender. Feste und Gedenktage der Heiligen (GdK 6,1), Regensburg 1994.

            Bieritz, K.H. Das Kirchenjahr, München 1994.

     

     

     

    01601000    Hauptseminar: „If you would remember me when you eat and drink...”   Mimese und Anamnese am Beispiel des Musicals „Jesus Christ Superstar“

    Zeit:                 Verpflichtende Vorbesprechung am 27.4.2017

     

    Anmeldung: bis 31.März 2017 über das Sekretariat, Frau Mack, Raum 308.          

     

    Dozent:            Prof. Dr. Martin Stuflesser / Mag. Theol. Tobias Weyler

     

    Ort:                  Raum 302/321 Paradeplatz 4

     

    Blockveranstaltung:             Donnerstag: 16 - 17 Uhr am 27. April 2017, Raum 302

                                                   Donnerstag: 19.30 Uhr am 18. Mai 2017 Mainfrankentheater

                                                   Freitag:            14 - 19 Uhr am 19. Mai 2017, Raum 302

                                                   Samstag:       9 - 13 Uhr am 20. Mai 2017, Raum 321

    Inhalt:

    Worin liegt eigentlich der Unterschied, wenn ein Priester in der Heiligen Messe die Einsetzungsworte spricht oder ein Jesus-Darsteller auf der Bühne dieselben Worte proklamiert?

    Ausgehend vom Musical „Jesus Christ Superstar“, das im SoSe im Mainfrankentheater gegeben wird, und Gesprächen mit den Schauspielern und der Regisseurin überlegen die Teilnehmer, was das Proprium christlicher Liturgie ist: Was bedeutet es, wenn wir davon sprechen, christliche Liturgie sei die Feier des Gedächtnisses des Pascha-Mysteriums Jesu Christi?

    Worin besteht der Unterschied zwischen reiner Darstellung (Mimese) des Lebens Jesu und erinnernder Vergegenwärtigung (Anamnese) seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung?

    Weshalb können Darstellungen des Lebens Jesu wie im Musical und etwa bei den Passionsspielen in Oberammergau die liturgischen Feiern nicht ersetzen, wohl aber in dem Sinne ergänzen, dass sie uns die Augen zu öffnen helfen und neue Zugänge schaffen für das Geschehen der Liturgie? In welchen Punkten können insofern beide Formen einander ergänzen?

    Neben der aktuellen Inszenierung des Musicals „Jesus Christ Superstar“ wird ein Akzent auf unterschiedlichen Formen von Passionsspielen und Jesus-Darstellungen im zeitgenössischen Film liegen.

     

    Hinweis:

    Diese Veranstaltung findet im Block statt. Der Besuch des Musicals im Mainfrankentheater am Donnerstag, dem 18. Mai 2017, um 19.30 Uhr ist Teil der Veranstaltung. Der Eintrittspreis bei 37 Euro. Studierende bis 25 Jahren erhalten einen 50%-igen Nachlass auf die Theaterkarte.

    Eine persönliche Anmeldung und Bezahlung der Eintrittskarte ist bis spätestens 31. März 2017 erforderlich, da die Karten rechtzeitig abgeholt werden müssen.

    Literatur:

     

    ·         Hoondert, Martin J.M./Klomp, Mirella, ‘‘The streets of Gouda are our Jerusalem!“ A popular Passion performed in the market square of a Dutch city, in: Post, Paul u.a. (Hgg.), Sacred Spaces and Contested Identities. Space and ritual dynamics in Europe and Africa, Trenton u.a., 2014, 313-330.

    ·         Meyer, Hans-Bernhard. Eucharistie. Geschichte, Theologie, Pastoral. Mit einem Beitrag von Irmgard Pahl (Gottesdienst der Kirche 4), Regensburg 1989.

    ·         Nußbaum, Otto, Die Eucharistiefeier als Anamnese (Opfer und Mahl), in: Ders., Geschichte und Reform des Gottesdienstes. Liturgiewissenschafltiche Untersuchungen, hg. v. Brakmann, Heinzgerd/Gerhards, Albert, Paderborn u.a. 1996, 71-86.

    ·         Richter, Olaf, Anamnesis – Mimesis – Epiklesis: der Gottesdienst als Ort religiöser Bildung, APrTh 28, Freiburg 2005.

    ·         Schrott, Simon A., Pascha-Mysterium: Zum liturgietheologischen Leitbegriff des Zweiten Vatikanischen Konzils, ThdL 6, Regensburg 2014.

    ·         Stuflesser, Martin: Memoria Passionis. Das Verhältnis von lex orandi und lex credendi am Beispiel des Opferbegriffs in den Eucharistischen Hochgebeten nach II. Vatikanischen Konzil, MThA 51, Altenberge 1998.

    ·         Stuflesser, Martin. Eucharistie. Liturgische Feier und theologische Erschließung. Regensburg 2013.

     


     

     

    01603100 Oberseminar:  Versuch einer Standortbestimmung 10 Jahre nach dem Motu Proprio „Summorum Pontificum“

     

    Dozenten:

    Gemeinsame Veranstaltung der Lehrstühle für Liturgiewissenschaft der    Universitäten München (Prof. Haunerland), Paderborn (Prof. Kopp), Würzburg (Prof. Stuflesser) und der Hochschule der Kapuziner in Münster (Prof. Winter).

     

    Termin:          13.-15. Juli 2017

    Ort:                 Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der LMU, München

    Teilnahme:     Nur nach Voranmeldung bei einem der Dozenten!

     

    Finanzierung: Für die anfallenden Exkursionskosten wurden Zuschüsse beantragt, die zum Teil auch schon gewährt wurden. Eine Kostendeckung wird angestrebt, wobei uns noch nicht für alle Anträge Zusagen vorliegen. Nach gegenwärtigem Planungsstand wird eine finanzielle Eigenbeteiligung von ca. 50 Euro auf die einzelnen Teilnehmer/innen zukommen.

     

     

    0120900        Seminar: Einführung in die Gregorianik

    Zeit:               Mittwoch 12-14 Uhr                     

    Beginn:         26.04.2017                                  

    Ort:                Neue Uni, Sanderring, Raum 305   

    Anmeldung:  sb@home Platzvergabe nach Los (15.03.-19.04.2017)          

     

    Inhalt:

    Gregorianik ist der jahrhundertealte, einstimmige lateinische Gesang der römischen Kirche, der dennoch so aktuell ist, dass „The Cistercian Monks of Stift Heiligenkreuz“ mit Gregorianischem Choral von Universal Music unter Vertrag genommen wurden und Madonna und Amy Winehouse in den englischen Charts auf die hinteren Plätze verwiesen.

    Wir untersuchen die Wurzeln christlichen Singens in der Alten Kirche, die Verbindung der Gregorianik mit Papst Gregor und die Entstehung oder Veränderung im Frankenreich unter Karl dem Großen, die in Rom nicht nur Zustimmung fand: Johannes Diaconus, ein päpstlicher Geschichtsschreiber, schrieb in den 870er-Jahren, die Germanen könnten die Melodien Gregors und deren Süße „nicht unverfälscht bewahren […], weil die barbarische Wildheit [ihrer] durstigen Kehlen […] gewissermaßen ein naturgegebenes Krachen herausstößt, mit einem Geräusch, wie wenn ein außer Kontrolle geratener Lastwagen die Treppe hinunterjagt. Und so bestürzt [die Melodie] durch den sehr unebenen und laut schreienden [Gesang] die Seelen der Zuhörer, die er besänftigen sollte.“ Dieses harte Urteil wird im Laufe des Seminars verständlich. Wir analysieren Texte und Melodien des Gregorianischen Chorals, seine unterschiedlichen Gattungen und Notationen, seine die Auswirkungen auf die europäische Musik und seine Geschichte bis in die Gegenwart.

    Klangbeispiele kommen nicht zu kurz.

     

    Hinweise:

    Weder Lateinkenntnisse noch Notenlesen sind Voraussetzungen, ein grundlegendes Verständnis von Noten erleichtert allerdings die Teilnahme am Seminar. Das Seminar kann für Studierende der Theologie in der Alten Kirchengeschichte (Historische Theologie) oder Liturgiewissenschaft (Praktische Theologie) verbucht werden.

     

     

     

    01604000  Übung:               Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten

     

    Zeitrahmen:                               1 stündig

    Dozent:                                     Prof. Dr. Martin Stuflesser

    Zeit/Ort:                                    nach Vereinbarung