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Intern
    Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft

    Projekt Ma(h)l anders

    Forschungsprojekt zu den gottesdienstlichen Mahlformen im Bereich der christlichen Kirchen und Gemeinschaften in Deutschland.

    Es gibt den Auftrag Jesu: „Esst, trinkt, tut das zu meinem Gedächtnis.“ Der Exeget Franz Mußner schreibt in seinem Buch zum Epheserbrief: „Das Wesen des Christentums ist synesthiein (miteinander essen).“ Die Vergegenwärtigung der Mahlgemeinschaft Jesu ist auf verschiedene Weise im Christentum verwirklicht, auf sakramentale Weise in den verschiedenen Formen der Eucharistie/des Abendmahls – aber auch außerhalb des Gottesdienstes im Alltag, wo das gemeinsame Essen und Trinken als christliches Erkennungszeichen verstanden wird. In den einzelnen Kirchen spielt die sakramentale Umsetzung des Wortes Jesu bzw. das gottesdienstlich geprägte Mahlhalten eine sehr unterschiedliche Rolle. Von der Eucharistie über Feiern des Abendmahls im Rahmen eines Frühstücks oder Abendessens, Agapemähler, Feiern wie „brunch & pray“ bis hin zur „Semmel-Andacht“ und Gottesdiensten in Bäckereien, Cafés und Restaurants reicht die Palette der oft sehr phantasievollen Formen, in denen ein gemeinsames Essen mit einer gottesdienstlichen Feier verbunden ist.

    Ziel dieser Untersuchung ist es, in einem klar umrissenen Bereich – Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (einschließlich Gastmitglieder) – danach zu schauen, inwieweit dieses „Miteinander-Essen“ jeweils in liturgischer Form oder in Verbindung mit Gottesdiensten zum Tragen kommt. Welche Rolle spielt die christliche Mahlkultur in der Lehre der Kirchen und ihrer jeweiligen gemeindlichen Praxis? Es gibt innerhalb der Kirchen bemerkenswerte Unterschiede, die vom Schema der Eucharistie/des Abendmahls abweichen („Ma[h]l anders“) und schon bei einem flüchtigem Blick auffallen. Eine solche Aufarbeitung und Darstellung gibt es bislang nicht. 

    Unterstützt wird dieses Projekt vom Verein „Andere Zeiten e. V., Hamburg“. 

     

    Schulprojekt MAHL-Zeit

    Am Martin-Schongauer-Gymnasium in Breisach gibt es seit dem Schuljahr 2009/2010 eine Arbeitsgemeinschaft für besonders begabte und befähigte Schüler, die an einem gesellschaftswissenschaftlichen Wettbewerb teilnehmen. Diese Arbeitsgemeinschaft wird von OStR Dr. Joachim Kittel geleitet. Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist eine grundständige Einführung in wissenschaftliches Arbeiten, die wissenschaftliche und persönliche Begleitung der Entstehung der Wettbewerbsarbeiten, sowie die Vermittlung von methodischen und didaktischen Kompetenzen im Blick auf die Präsentation und das abschließende Kolloquium. Die Schülerleistung zählt als so genannte Besondere Lernleistung (BLL), die ins Abitur eingebracht werden kann.

    Für das Schuljahr 2010/2011 soll die AG gemeinsam mit Herrn Dr. Guido Fuchs Hildesheim/Würzburg durchgeführt werden; er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik und apl. Prof. an der Universität Würzburg mit dem besonderen Forschungsfeld der religiösen Kulinaristik. Auf diese Weise soll der Austausch zwischen Gymnasium und Hochschule gefördert werden. Interessierte

    Schülerinnen und Schüler sind aufgerufen, ihre Wettbewerbsarbeit rund um das Thema „MAHL-Zeit“ im Rahmen des von den baden-württembergischen Kirchen ausgelobten Wettbewerbs „Christentum und Kultur“ zu verfassen. Es ist geplant, die AG in drei Blockveranstaltung vor Ort und mit Exkursionen zu gestalten und mit einem Prüfungsblock abzuschließen. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von Oktober 2010 – Juli 2011.

     

    Studentische Hilfskräfte

    Die studentischen Hilfskräfte Florian Grimm und Johannes Dürig unterstützen die Arbeiten des Projekts.

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    Kontakt

    Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft
    Paradeplatz 4
    97070 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-83138
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