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Intern
    Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft

    Beschreibung des Projekts

    Liturgische Akteure und ihre gottesdienstliche Praxis

    Ausrichtung und Leitung

    Das Projekt „Liturgische Akteure und ihre gottesdienstliche Praxis“ ist eines der ersten empirisch ausgerichteten liturgiewissenschaftlichen Forschungsprojekte im deutschen Sprachraum. Es wird von den Theologen Prof. Dr. Martin Stuflesser und Prof. Dr. Dr. Hans-Georg Ziebertz (Universität Würzburg) und ihren Mitarbeitern durchgeführt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Es hat im Oktober 2015 begonnen und läuft bis September 2018.

    Anliegen

    So, wie die Kirche sich stetig wandelt („Ecclesia semper reformanda“), so wandelt sich auch die Liturgie ständig. Weltweit feiern Katholiken heute in verschiedenen Sprachen in der Liturgie ihren Glauben. Diese ist durch die liturgischen Bücher geregelt. Soweit die Theorie.

    Doch wie sieht die Praxis aus?

    Wichtiger noch als die liturgischen Vorgaben ist für das kirchliche Leben die konkrete, in den Gemeinden gefeierte Liturgie: Pastorale, theologische und persönliche Faktoren beeinflussen hauptamtliche Gottesdienstleiter (Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten) bei der Vorbereitung und Feier von Liturgie. In dem Projekt wird erforscht, aus welchen Beweggründen sie auf die eine oder andere Weise Liturgie feiern und mit den liturgischen Büchern umgehen. Dabei geht es um das positive Wahrnehmen, wie Liturgie heute in deutschen Gemeinden lebendig ist und welche Ausdrucksformen der Glaube hat. Das Ergebnis der Untersuchung kann auf pastoraler Ebene Perspektiven eröffnen, in welcher Weise sich die Liturgie in diesem Jahrzehnt wandeln könnte.

    Forschung

    Für die Untersuchung wurden vier deutsche Bistümer mit jeweils unterschiedlicher kirchlicher Struktur und Situation ausgewählt.

    In einem kurzen Fragebogen möchte die Forschergruppe zunächst von möglichst vielen professionellen Gottesdienstleitern ihre grundsätzlichen Ansichten über liturgische Fragen erheben. Dieser Fragebogen wird in der ersten Jahreshälfte 2016 online verfügbar sein.

    In einem zweiten Schritt haben einige liturgische Akteure, die sich dazu bereit erklären, die Möglichkeit, ihre konkrete liturgische Praxis und die zugrunde liegenden Motivationen genauer vorzustellen. Die Forscher werden dafür in den Bistümern narrative Interviews, die Wert auf das freie Erzählen der Interviewten legen, führen. Die Interviews dauern in der Regel 60-90 Minuten; pro Bistum sind 15-20 Interviews vorgesehen. Die Interviewphase wird voraussichtlich bis 2017 andauern. Im Anschluss werden das gesammelte Material bis zum Herbst 2018 ausgewertet und die Ergebnisse publiziert.

    Datenschutz

    Die Forschung unterliegt den Regeln des Bayerischen Datenschutzgesetzes und der DFG.

    Alle persönlichen Daten, Angaben und Aussagen werden in unterschiedlichen verschließbaren Schränken aufbewahrt und können nicht einander zugeordnet werden. Die Transkription und Auswertung erfolgt ausschließlich im Rahmen der Forschungsgruppe.

    Es werden keine kompletten Interviews veröffentlicht. Lediglich einzelne, besonders aussagekräftige Passagen könnten publiziert werden. Dabei werden alle Angaben anonymisiert, sodass auch nicht indirekt auf Personen geschlossen werden kann.

    Die Einwilligung in die Verarbeitung der personenbezogenen Daten muss vor einem Interview erteilt und kann jederzeit widerrufen werden.