piwik-script

Intern
    Lehrstuhl für neutestamentliche Exegese

    Würzburger Neutestamentler im Denkwerk-Programm der Robert-Bosch-Stiftung

    Der Lehrstuhl für Neutestamentliche Exegese warb erfolgreich Drittmittel bei der Robert-Bosch-Stiftung ein. Mit dem Programm „Denkwerk: Schüler, Lehrer und Geisteswissenschaftler vernetzen sich“ richtet sich die Stiftung an die gesamte geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungslandschaft. Gegen ein breit aufgestelltes Feld von über 100 Bewerbungen setzte sich der Lehrstuhl in einem dreistufigen Verfahren durch. Das Würzburger Projekt „Exegesewerkstatt: Neutestamentliche Apokryphen“ ermöglicht Schülerinnen und Schülern der Klassen 10–12 an Gymnasien eine forschungsorientierte Begegnung mit der Vielfalt apokrypher Texte.

    Die Projektgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Bernhard Heininger besteht aus dem Matthias-Grünewald-, Riemenschneider- und Wirsberg-Gymnasium in Würzburg, dem Ohm-Gymnasium in Erlangen, dem Friedrich-Alexander-Gymnasium in Neustadt a.d. Aisch und dem Lehrstuhl für Neutestamentliche Exegese. Eingebunden ist auch das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Würzburg. Die Werkstatt bietet Schülerinnen und Schülern ungewohnte Einblicke in die Entstehung des Christentums. Sie erforschen eine ‚verborgene’ Seite des frühen Christentums mit anderen Antworten auf gesellschaftliche und religiöse Streitpunkte. Mit dem ‚Blick’ auf die Anfänge und Entwicklung des Christentums leistet das Projekt dabei ‚Erinnerungsarbeit’, fördert das kulturelle Gedächtnis und die Auseinandersetzung mit Kultur an sich. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit einer Auswahl von nicht in den biblischen Kanon aufgenommenen Texten, wie z.B. dem Thomas-, Judasevangelium oder dem Evangelium der Maria und betreiben mit Hilfe der Methoden wissenschaftlicher Exegese Quellenstudium, Analyse und Interpretation. Dabei gewinnen sie einen Einblick in die aktuelle wissenschaftliche Forschung. Anhand ihrer Erkenntnisse entdecken sie die Pluralität christlicher Kultur und Geschichte, aber auch die Vielzahl von Texten und Bildern (z.B. von Jesus oder Judas) sowie von Lösungsstrategien und Antworten auf Fragen und Konflikte des frühen Christentums. Sowohl universitär als auch schulisch zeigt sich dieses Forschungsgebiet fächerübergreifend mit methodischen und inhaltlichen Querverbindungen, u.a. zu Literaturwissenschaften, Geschichte, Klassischen Philologien, etc.

    Download: Projekt Exegesewerkstatt