piwik-script

Intern
    Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit

    Der Kardinal der Einheit. Zum 50. Todestag des Jesuiten, Exegeten und Ökumenikers Augustin Bea (1881-1968)

    Clemens Brodkorb / Dominik Burkard (Hg.):
    Der Kardinal der Einheit. Zum 50. Todestag des Jesuiten, Exegeten und Ökumenikers Augustin Bea (1881-1968) (Jesuitica 22), Regensburg 2018, 512 Seiten.

    Augustin Bea gehört zweifellos zu den prägendsten Persönlichkeiten der Kirche des 20. Jahrhunderts. Der Band versammelt 16 Beiträge zu Leben und Werk des Jesuitenkardinals. Sie befassen sich mit Herkunft, Wirken und Bedeutung Beas, zunächst im Dienst des Jesuitenordens als akademischer Lehrer im niederländischen Valkenburg und in Rom sowie als erster Provinzial der Oberdeutschen Ordensprovinz, dann im Dienst der Weltkirche als Mitglied der Päpstlichen Bibelkommission und Rektor des Päpstlichen Bibelinstituts, als Exeget im Spagat zwischen Tradition und Moderne, als Konsultor des Heiligen Offiziums (heute: Kongregation für die Glaubenslehre), als erster Leiter des durch Papst Johannes XXIII. errichteten Sekretariats für die Einheit der Christen und schließlich als „Schlüsselfigur“ auf dem II. Vatikanischen Konzil und für die Textgestaltung grundlegender Konzilsdokumente. Nicht zuletzt durch seinen Einsatz für den theologischen Dialog mit den anderen Kirchen und Religionen sowie durch die Überführung des Einheitssekretariats in eine ständige Einrichtung der römischen Kurie (heute: Päpstlicher Rat für die Förderung der Einheit der Christen) hat Bea entscheidend die Wege zur Öffnung der Kirche und ihrer durch das Konzil angestoßenen Reform bereitet.