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Chair of Religious Education and Didactics of Religious Education

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Positionalität in Religion, Politik und Gesellschaft: Orientierungen im Kontext religiöser Bildung

01/27/2026

Die Fachtagung findet vom 19.-20. März 2026 in der Universität Bonn statt und richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen, interessierte Studierende und Promovierende, Vertreter*innen der religionspädagogischen Praxis in Schule und Kirche sowie Funktionsträger*innen in Bildung und Kirche. Sie wird geleitet von Prof.’in Dr. Britta Baumert (Frankfurt), Prof. Dr. Johannes Heger (Würzburg), Prof.’in Dr. Caroline Teschmer (Bonn) und Prof. Dr. Christoph Wiesinger (Darmstadt).

Welche Rolle spielen Positionierungsprozesse angesichts gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen der Gegenwart?
Inwiefern bilden Positionierungsmöglichkeiten ein Privileg, das hegemoniale Ordnungen und gesellschaftliche Konventionen rekonstruiert?
Welche impliziten Erwartungen und normative Strukturen gehen mit dem Anspruch auf Positionalität einher?
Welchen Beitrag kann, soll und will der Religionsunterricht in diesem Spannungsfeld leisten?

Der Ruf, Position zu beziehen, erreicht uns im gesellschaftlichen Diskurs gegenwärtig auf allen Ebenen. Sich zu strittigen Themen zu positionieren, die nach Orientierung verlangen, gilt als bürgerliche, wenn nicht sogar als menschliche Verantwortung – sei es in Politik, Kirche, Verein oder Familie. Dass vermeintlich klare ethische Überzeugungen zunehmend unter Druck geraten und Positionierung fordern, hängt nicht zuletzt mit den aktuell drängenden multiplen Krisen sowie den durch sie verursachten wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Folgen zusammen. Angesichts der Vielzahl und Vielfalt von Herausforderungen drängen insbesondere die Fragen nach Recht und Gerechtigkeit zur Positionierung.
Zugleich ist die skizzierte Kultur der Positionierung ein ambivalentes Phänomen: Einerseits eröffnet sie Räume für Orientierung und Engagement, andererseits wird sie v. a. von radikalen Akteur*innen in Politik und Gesellschaft instrumentalisiert, um Polarisierungen zu verstärken und Handlungsdruck zu erzeugen – etwa in der Flüchtlingspolitik, dem Klimaschutz oder der Verteidigungspolitik.

Weitere Informationen zum Programm der Tagung mit genauen Zeiten, zum Veranstaltungsort in Bonn und zur Anmeldung per E-Mail (Anmeldung bis 15.02.2026 möglich!) finden Sie unter folgendem Link: Positionalität in Religion, Politik und Gesellschaft. Genauere Informationen über die Workshops, die am 20. März nachmittags angeboten werden, finden Sie unter Workshops.

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