Deutsch Intern
    Stiftungslehrstuhl Missionswissenschaft und Dialog der Religionen

    Aktuelles

     

     

    Exkursion zu missio München

    Am 12. und 13. Mai machten sich 25 Studierende im Rahmen einer Vorlesung auf zur Exkursion zu missio München, um zu erfahren, was Mission heute konkret bedeuten kann. Im Rahmen der Exkursion trafen sich die Studierenden und die Mitarbeiter von missio, die über ihre Arbeit in den einzelnen Projekten und in Deutschland berichteten. Der Präsident von missio München Msgr. Wolfgang Huber begrüßte die Studierenden und war erfreut über das starke Interesse an der Arbeit von missio. Ganze zwei Stunden stand er den Studierenden Rede und Antwort. Auch die weiteren Diskussionsrunden ermöglichten den Austausch zwischen den Studierenden und den jeweiligen Mitarbeitern. Zu den Programmpunkten gehörten auch der Besuch der Ausstellungen des Hauses missio in München und Diskussionen zur Frage des Missionsbegriffes und des Begriffs der Inkulturation. Daneben wurde auch die missio-Kapelle besucht, die der geistlichen Gestaltung des Wochenendes Raum bot.




    Ausschreibung

    Studentische Hilfskraft am Stiftungslehrstuhl für Missionswissenschaft
    und Dialog der Religionen gesucht

    Der Stiftungslehrstuhl für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen sucht zum
    1. Oktober 2017
    eine studentische Hilfskraft für 20 Stunden im Monat.

    Der Tätigkeitsbereich umfasst die üblichen Aufgaben einer Hilfskraft an einem  Lehrstuhl. - Voraussetzung: Interesse am Fach.

    Bewerbungen bitte per E-Mail bis zum 15. August an e.volpert@uni-wuerzburg.de

     


    Exkursion

    Im Rahmen der Veranstaltung "Spezielle Themen der Missionswissenschaft: Missionserfahrungen konkret - wie wir Partnerschaft mit Ortskirchen in der Welt leben können" wird eine Exkursion zu missio München durchgeführt. Näheres erfahren Sie hier.




    Buchvorstellung: Acta Pekinensia  im Rahmen der
    Vortragsreihe „Theologie treiben mit Würzburger Wurzeln“

    Am 27. Oktober 2016 wurde durch die „Freunde und Förderer der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg e.V.“, in Zusammenarbeit mit dem Stiftungslehrstuhl für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg sowie der Katholischen Akademie Domschule das folgende Buch des Würzburgers Kilian Stumpf SJ, vorgestellt:
    The Acta Pekinensia or Historical Records of the Maillard de Tournon Legation. First transcribed edition and English annotated translation, ed. Paul Rule and Claudia von Collani. Volume One: December 2005 – August 2006 (Monumenta Historica S.I. Nova Series 9) IHSI-MRI (Rome / Macau 2015).
    Die Vorstellung wurde von Prof. Dr. Wolfgang Weiß (Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer) geleitet, den Festvortrag „Aspekte der Chinamission der Jesuiten“ hielt Prof. Dr. Michael Lackner, Direktor des Konsortiums „Fate, Freedom and Prognostication“ an der Universität Erlangen.
    Herausgegeben wurde der Band vom australischen Sinologen und Religionshistoriker Prof. Dr. Paul Rule, Melbourne, sowie der Würzburger apl. Professorin und Missionswissenschaftlerin Dr. Claudia von Collani; gefördert wird das Projekt „Acta Pekinensia“ vom Instituto Ricci de Macau.
    Das Manuskript „Acta Pekinensia“ wurde vom Würzburger Jesuiten Kilian Stumpf (1655–1720) verfasst und entstand in den Jahren 1705–1712; es beschreibt die Gesandtschaft des ersten päpstlichen Gesandten Charles-Thomas Maillard de Tournon (1668–1710) an den chinesischen Kaiserhof nach Peking und gilt als eine der bedeutendsten Quellen über die Situation in China und der Chinamission am Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Verfasser der Acta Kilian Stumpf wurde nicht nur in Würzburg geboren, sondern besuchte auch die dort von Jesuiten geleitete Schule (Gymnasium) und studierte an der Universität Würzburg Philosophie und Theologie. Neben theoretischen erwarb Stumpf auch praktische Kenntnisse über mathematische und astronomische Instrumente und erlernte die Herstellung des damals sehr begehrten Rubinglases. Mit diesen Kenntnissen ausgestattet bekam er 1690 die Erlaubnis des Jesuitengenerals, in die Chinamission zu gehen.
    Stumpf kam zunächst 1694 in Macau an. Wegen seiner vielseitigen Kenntnisse wurde der Würzburger bald vom Kaiser an den Hof berufen, wo er zum „Inneren Haushalt“ gehörte. 1697 gründete er die erste Glaswerkstatt in China, wo mit farbigem Glas experimentiert wurde und Stumpf Chinesen und Manjuren in der Kunst der Glasherstellung unterwies. Bald schon wurde Stumpf Apostolischer Notar und Prokurator der Jesuiten, 1712–1716 war er Visitator des Jesuitenordens für den Fernen Osten. Auch am Kaiserhof machte Stumpf  Karriere: von 1711 bis 1720 war er Direktor des kaiserlichen Astronomischen Amtes Qintianjian und als solcher für die Herstellung des überaus wichtigen offiziellen Kalenders des chinesischen Kaiserreichs verantwortlich. Damit gehört Stumpf zweifellos zu einem der größten Würzburger Söhne.
    Im Zuge des Ritenstreits wurde der päpstliche Gesandte Maillard de Tournon nach China entsandt. Stumpf wurde von seinen Oberen beauftragt, genauen Bericht über diese  Gesandtschaft zu machen. Teilweise war er Augenzeuge der Geschehnisse, teilweise lieferten ihm Mitbrüder Protokolle und Dokumente, die er in seinen Bericht einarbeitete. Dazu kamen übersetzte Dokumente aus dem Palastarchiv. Maillard de Tournon, der von Dezember 1705 bis Ende August 1706 am Kaiserhof war, wurde vom Kangxi Kaiser (Reg. 1662–1722) in drei Audienzen empfangen. Es stellte sich jedoch heraus, dass er nicht nur mit Vorurteilen gegen die Jesuiten und die chinesischen Riten nach China gekommen war, sondern dass er auch die chinesische Kultur geringschätzte und den staatstragenden Konfuzianismus nicht mit dem Christentum für vereinbar hielt, wodurch die chinesischen Christen und auch die Jesuiten in einen Loyalitätskonflikt gerieten. So wurde seine Gesandtschaft zum großen Misserfolg. Kangxi ließ ihn nach Macau ausweisen, wo er bis zu seinem Tod von den Portugiesen unter Hausarrest gestellt wurde, während der Kaiser um Informationen aus Rom nachsuchte.
    Das Projekt soll die „Acta Pekinensia“ der Forschung und Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Manuskript im Jesuitenarchiv umfasst 1467 Seiten mit 800.000 Worten. Dazu wurde in einem ersten Schritt der lateinische Text transkribiert, im einem zweiten Schritt wurde eine englische Übersetzung angefertigt, die dann in einem dritten Schritt mit einer Einführung und Anmerkungen versehen wird. Der vorliegende erste Band umfasst die Zeit Tournons in Peking. In den folgenden Bänden sollen die Folgen seiner missglückten Gesandtschaft für die chinesische Mission, für die Missionare und vor allem für die künftigen Beziehungen zwischen dem chinesischen Kaiser und den Hl. Stuhl gezeigt werden.

    (Text: Prof. Dr. Claudia von Collani)

     


    Zur Buchvorstellung von Frau Apl. Prof. Claudia von Collani  und dem anschließenden  Gastvortrag von Herrn Prof. Dr. Michael Lackner am Donnerstag, 27.10.2016, 19.00 Uhr, Raum 321 am Paradeplatz 4 ergeht herzliche Einladung!



    Frau PD Dr. Claudia von Collani wurde zum 1. August 2016 zur "Außerplanmäßigen Professorin für das Fach Missionswissenschaft und Dialog der Religionen" ernannt.
    Das ganze Lehrstuhlteam gratuliert herzlichst!





    Bibliotheksaufsicht für die Teilbibliothek Praktische Theologie
    am Paradeplatz 4

    Für die Teilbibliothek des Praktischen Instituts sucht der Stiftungslehrstuhl für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen ab dem Wintersemester 2016/17 für 24 Stunden/Monat eine studentische Hilfskraft als Bibliotheksaufsicht.
    Die Stelle kann auch geteilt werden. Interesse am Fach sollte vorhanden sein.

    Erstkontakt per E-Mail: Eva Volpert (Sekretariat)



     


    Soeben erschienen:
    Tagungsband unter der Herausgeberschaft von Prof. Dr. Chibueze C. Udeani (Lehrstuhlinhaber) und Daniel Greb (nebenberuflicher wissenschaftlicher Mitarbeiter) erschienen: „Einander begegnen – Chancen und Grenzen im Dialog der Religionen heute“ (Verlag Echter/Würzburg 2016).


    Angesichts der tagesaktuellen Debatte um religiös motivierte Gewalt einerseits, die uns in den Terror-anschlägen von Brüssel auf schreckliche Weise getroffen hat, und um die Integration zahlreicher vor Terror und Krieg zu uns geflohener und noch fliehender Menschen nichtchristlichen Glaubens und fremder Kultur anderseits scheint die Publikation der Ergebnisse der internationalen und interdisziplinären Tagung zum Thema „Einander begegnen – Chancen und Grenzen im Dialog der Religionen heute“ (20.-22.Oktober 2014 an der Universität Würzburg) auf den Nerv der Zeit abzuzielen.

    Das Motto der Tagung, die vom Stiftungslehrstuhl für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen an der Universität Würzburg unter Federführung von Prof. Dr. Chibueze C. Udeani organisiert und durchgeführt wurde, war die Begegnung - denn aus katholischer Sicht nimmt der Dialog der Religionen seit dem Zweiten Vatikanum eine Schlüsselposition ein. Die Dialogform wurde als Prinzip der interreligiösen Begegnung etabliert. Daraus entwickelten sich zahlreiche wissenschaftliche und praktische Reflexionen, Ansätze und Initiativen, diesem Anliegen zu entsprechen. Gerade das 21. Jahrhundert ist im Zuge der Globalisierung v.a. von Migrationsbewegungen gekennzeichnet. Mit den sich mobilisieren-
    den Bevölkerungsgruppen, man denke gerade an die Millionen Menschen auf der Flucht, zeigt sich neben dem Phänomen der Multikulturalität auch ein dichtes Nebeneinander verschiedenster Religionen und religiöser Strömungen nicht nur in Deutschland, sondern zunehmend weltweit. In diesem Kontext erhält der Dialog der Religionen eine neue Relevanz und bislang entwickelte Konzepte und Überlegungen müssen neu überdacht, modifiziert und auf die aktuelle Situation hin weiter entwickelt werden. Im Rahmen dieser internationalen und interdisziplinären Tagung sollte der Dialog der Religionen im Hinblick auf seine Chancen und Grenzen bedacht, erstere genützt und letztere so weit als möglich erweitert werden. Die Umsetzung dieses Vorhabens wird nun in der neu erschienenen Tagungspublikation für eine breitere Öffentlichkeit greifbar.

    So umfasst der Band Beiträge aus den verschiedenen theologischen Fachdisziplinen sowie der Religionswissenschaft und beleuchtet theoretische Grundlagen wie auch praktische Umsetzungsmöglichkeiten fruchtbarer interreligiöser Begegnung und zeigt hierbei Chancen auf. Besonders in den praxisorientierten Beiträgen über interreligiöse Begegnung in Ostasien, in Afrika oder Lateinamerika geraten aber auch die Grenzen solcher Begegnung und mögliche Lösungsansätze in den Blick.

    Die Veröffentlichung ist im Verlag Echter Würzburg erschienen, umfasst 255 Seiten und ist  für 19,90 Euro über den Verlag oder den Buchhandel zu erwerben.




    Prof. Udeani wurde im Sommersemester eine Freistellung für Forschung bewilligt.
    Im Wintersemester 2016/17 liest er wieder regulär.

    Bitte beachten Sie die Veranstaltung von Frau PD Dr. Claudia von Collani


    Online-Umfrage zur Erforschung des Missionsbegriffs
    des
    Instituts für Weltkirche und Mission St. Georgen

    Am Institut für Weltkirche und Mission, an der Philosophisch-Theologischen
    Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main wird derzeit das
    Forschungsprojekt "Integraler Missionsbegriff" durchgeführt. Dabei geht es
    um eine Verhältnisbestimmung zwischen Verkündigung und Dialog auch
    angesichts der gelebten Religion bzw. der vorfindbaren kirchlichen Praxis.
    Bisher stehen der Forschung kaum empirische Daten über das
    Missionsverständnis der Glaubenden in den verschiedensten Kulturen und in
    den unterschiedlichsten Ortskirchen zur Verfügung, was wir gerne mit einer
    Studie zum Missionsbegriff nachholen möchten. Dazu haben wir einen
    Fragebogen zusammengestellt und würden Sie darum bitten diesen auszufüllen
    und ihren Möglichkeiten nach zu verbreiten. Mit dem Ausfüllen des
    Fragebogens tragen Sie wesentlich zu der Erforschung des Missionsbegriffs
    bei.

    Um möglichst viele Menschen ansprechen zu können, starten wir den
    Fragebogen zu dieser Studie in drei Sprachen: deutsch
    <https://de.surveymonkey.com/r/missionsstudie_16>, englisch 
    <https://de.surveymonkey.com/r/surveyonmission_16>und ungarisch
    <https://de.surveymonkey.com/r/missziostanulmany>.

    Der Fragebogen steht bis 01.05.2016 online und kann bis zu diesem Zeitpunkt
    ausgefüllt werden. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung.

     


    Kizito Chinedu Nweke stellt seine Dissertation fertig –
    Promotionsverfahren erfolgreich abgeschlossen


    Im Februar 2016 konnte zur großen Freude seines Doktorvaters Prof. Dr. Chibueze C. Udeani und des ganzen Lehrstuhlteams Herr Kizito Chinedu Nweke aus Nigeria seine Promotion im Fach Missionswissenschaft und Dialog der Religionen erfolgreich (magna cum laude) abschließen und den Grad eines Dr. theol. erwerben.

    Nweke beschäftigte sich in seiner Dissertation mit der Relevanz und Bedeutung des interreligiösen Dialoges für die Öffentlichkeit und der Frage nach einem missing link zwischen dem Feld des Dialogs und der Öffentlichkeit.

    Interreligiöse Dialoge finden überall auf der Welt statt. In den USA allein gibt es mehr als 200 registrierte Gruppen für den interreligiösen Dialog, noch mehr sind gar nicht registriert. Dennoch hören wir täglich von religiös motivierten Auseinandersetzungen und Hass in den Nachrichten. Es gibt derzeit 25 Länder, die sich in einem religiösen oder religiös motivierten Konflikt befinden. Zwischen dem Dialog und seiner Praxis fehlt also etwas, was für das Gelingen sehr wichtig und entscheidend ist.

    Die vorgelegte Arbeit geht diesen fehlenden Elementen nach, zeigt auf, warum sie fehlen, und bietet Lösungsansätze an. Hierbei entwickelt Nweke das Modell gegenseitiger Bereicherung (Model of mutual enrichment); dieses Modell beinhaltet folgende Implikationen:
    (1) Der Dialog dreht sich sowohl um die Bewahrung der je eigenen Identität als auch um die Komplementarität zueinander.
    (2) Die Bereitschaft zur „Übernahme des Anderen“ ist unbedingte Voraussetzung.
    (3) Aufmerksames Zuhören, um sich in rechter Weise zu verstehen, ist nötig.
    (4) Offenheit für Neues und Erneuerung charakterisieren dieses Modell.

    Das Lehrstuhlteam gratuliert Herrn Dr. Kizito Nweke von Herzen und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft!



    Demnächst erscheint in der Reihe
    Würzburger Theologie, Bd. 13:

    Tagungsband "Einander begegnen - Chancen und Grenzen im Dialog der Religionen heute", Echter Verlag Würzburg 2016.
    Erscheinungsankündigung des Verlags



    Interview von Prof. Udeani mit dem Deutschlandfunk

    Zum Nachhören:

     


    Q11 des Hanns-Seidel Gymnasiums Hösbach besucht den Lehrstuhl für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen

    In Begleitung ihrer Lehrerin Frau OStRin Isolde Thiem besuchte ein Religionskurs aus 17 Schülerinnen und Schülern der Q11 des Hösbacher Hanns-Seidel Gymnasiums im Rahmen des Unterrichts am 29. Januar 2015 den Lehrstuhl für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen, wo sie von Prof. Dr. Chibueze C. Udeani und der wissenschaftlichen Hilfskraft Daniel Greb begrüßt wurden.

    Zunächst stellte Prof. Udeani den Schülerinnen und Schülern die Räumlichkeiten des Lehrstuhls vor und ließ sie so den Arbeitsalltag eines Professors abseits der Hörsäle hautnah erleben. Nach einem Gang durch die Bibliothek für Praktische Theologie schloss sich im Seminarraum 302 eine Vorstellung der Geschichte, der Aufgaben und Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls samt seiner Verortung in der Theologie insgesamt sowie in der Organisation der Theologischen Fakultät an der JMU an.

    Der Frage, was Mission heute eigentlich ist und wie sie sich legitimiert und definiert, wurde in einer anschließenden Darstellung verdeutlicht: Durch Abgrenzung zum traditionell-abendländischen Missionsverständnis, das bis Mitte des 20. Jahrhunderts vorherrschte, wurde aufgezeigt, dass Mission in unseren Tagen mehr als dialogisches Geschehen begriffen werden kann – Dialog zwischen Konfessionen und Religionen unter der Voraussetzung des Wissens um den eigenen Standpunkt und der Rücksichtnahme auf gesellschaftliche und kulturelle Kontexte. Missionswissenschaft arbeitet demzufolge unter anderem daran, missionstheologische Konzepte vor dem Hintergrund pluralistischer und multireligiöser Gesellschaften zu entwickeln.

    Nach einer Auseinandersetzung mit für den interreligiösen Dialog bedeutenden Aussagen des Konzilsdokuments Nostra Aetate (mit besonderem Fokus auf den Islam) erfolgte abschließend eine Diskussion zu aktuellen gesellschaftlichen Themen wie der Pegida-Bewegung, islamistischem Terror und der Debatte um den Islam in Deutschland. Besonders Chancen und Grenzen des Dialogs der Religionen wurden vor diesem Hintergrund kontrovers erörtert.

    Nicht zuletzt durch die verschiedenen Einblicke, die Prof. Udeani in seinem persönlichen  Lebensweg von Nigeria über Österreich nach Würzburg und in die Verhältnisse seiner afrikanischen Heimat bot, konnten die Schülerinnen und Schüler einen multiperspektivischen Blickwinkel auf das so wichtige Thema des interreligiösen Dialogs in unserer pluralistischen Welt werfen.

    Text u. Foto: Daniel Greb



    Zur Internationalen Tagung


    "Einander begegnen:
    Chancen und Grenzen im Dialog der Religionen heute"
    (20. bis 22. Oktober 2014)


    ergeht herzliche Einladung!

    Flyer



    Ankündigung zur
    Konferenz anlässlich
    des 400. Geburtstags
    von Martino Martini

     


    Einladung zum Vortrag

    Lehrstuhl für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen
    zusammen mit der

    Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft Würzburg e.V.

    Mittwoch, 28. Mai 2014, 19:00-20:30
    Seminarraum 321, Institut für Praktische Theologie
    Paradeplatz 4, 97070 Würzburg


    von

    PD Dr. theol. Claudia von Collani
    (Lehrstuhl für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen)

     

    Das Bild Chinas im Europa der Frühen Neuzeit

    Seit jeher stellte China als wichtigstes Land im Fernen Osten eine große Faszination für den Westen dar. Angefangen von den Berichten der Franziskanermissionen des Mittelalters zur Mongolenzeit bis über den Bericht des Marco Polo wurde China stets als ein Land der Wunder und der Exotik dargestellt. In der Frühen Neuzeit zeigten Bücher von Reisenden und Gesandtschaften, vor allem aber von Missionaren ein differenzierteres Bild. Insbesondere die Publikationen der Jesuiten präsentierten ein Reich, das durch seine Kultur und Herrschaftsform als Anregung für Europa dienen konnte. Dieses Bild Chinas beeinflusste speziell die frühe Aufklärung in Europa.

     


    Wissenschaftliche Hilfskraft

    (40 Std./Monat)

    zur Mithilfe am Lehrstuhl

    zum nächstmöglichen Zeitpunkt gesucht!


    Näheres und Erstkontakt: Eva Volpert

     


    Prof. Dr. Chibueze Udeani erhält
    den Karl Jaspers Förderpreis

    Im Rahmen der „Karl Jaspers Vorlesungen zu Fragen der Zeit“ erhält der Würzburger Inhaber der Stiftungsprofessur für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen den diesjährigen Karl Jaspers Förderpreis.

    Im Rahmen der „Karl Jaspers Vorlesungen zu Fragen der Zeit“, die von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in Verbindung mit der EWE/Stiftung veranstaltet werden, erhält der Würzburger Professor Dr. Chibueze Udeani, der seit September 2012 an der Kath.-Theologischen Fakultät die Stiftungsprofessur für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen innehat, den diesjährigen Karl Jaspers Förderpreis, der mit 1500 Euro dotiert ist.

    Der Preis wird in einer Feierstunde am 24. Juni 2013 in Oldenburg verliehen. Der Initiator der „Karl Jaspers Vorlesungen zu Fragen der Zeit“, Herr Prof. Dr. Rudolf zur Lippe, der sich 1968 bei Theodor W. Adorno habilitierte, hält in diesem Jahr den Festvortrag zum Thema „Voneinander und miteinander lernen. Für eine Zukunft der Menschheit“. Das Ziel der Karl Jaspers Vorlesungen ist es, die unterschiedlichen Stimmen der Kulturen, Nationen und Erdteile soweit wie möglich unverfälscht zur Sprache kommen zu lassen. Diesem Ziel entspricht auch die Preisverleihung an Herrn Professor Udeani, der aus Nigeria stammt und sich im Jahr 2011 an der Universität Wien mit einer Arbeit zum Thema „Intercultural Hermeneutics in Understanding Culture and Religion“ habilitiert hat.

     

     


    Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Chibueze Udeani am 14.06.13

     

    "Mission und Dialog - ein EntwederOder? - Zu den Eckpfeilern einer Christlichen Mission, die dialogisch sein will"

    Die Katholisch-Theologische Fakultät lädt herzlich ein zur Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Chibueze Udeani, Inhaber der Stiftungsprofessur für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen zu dem Thema: 

     

    "Mission und Dialog - ein EntwederOder? - Zu den Eckpfeilern einer Christlichen Mission, die dialogisch sein will"

     

    Ort: HS 318, Neue Universität Würzburg, Sanderring 2

    Zeit: Freitag, 14. Juni 2013, 11 Uhr s.t.

     

    Im Anschluss an die Antrittsvorlesung wird zu einem Empfang in der Neuen Universität eingeladen.

     

    Siehe auch

     


    Lehrstuhl für Missionswissenschaft und
    Dialog der Religionen wieder besetzt

    Dr. Chibueze Udeani

    25.09.2012, 14:06 Uhr

    Dr. Chibueze Udeani, Direktor des Instituts für Caritaswissenschaft an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz, ist mit Wirkung vom 01.09.2012 als Universitätsprofessor für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen an der Universität Würzburg eingestellt worden.

    Die Katholisch-Theologische Fakultät freut sich, den Lehrstuhl für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen mit Dr. Chibueze Udeani vielversprechend besetzt zu haben. Dr. Udeani hat in Ikot-Ekpene, Enugu (jeweils Nigeria), Innsbruck, Waco Texas (USA) und Linz studiert und ist seit 2008 Direktor des Instituts für Caritaswissenschaft an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz. Das Thema seiner Dissertation ist „Inculturation as Dialogue Between the African Cultures and the Message of Christ - A Case Study of the Igbo Culture and the Message of Christ", das Thema der eingereichten Habitilationsschrift "Intercultural Hermeneutics in Understanding Culture and Religion".

    Seine erste Lehrveranstaltung im kommenden Wintersemester 2012/13 hat folgendes Thema: Inkulturationstheologie in Afrika

     


    Bitte beachten!

    Krankheitsbedingt entfallen die Präsenzzeiten von Fr. Volpert im Sekretariat bis auf Weiteres. 

    Bei Fragen bezüglich Sprechstunden o.ä. bitte direkt mit Prof. Udeani per Mail Kontakt aufnehmen.

     


    Bitte beachten Sie die Veranstaltung von PD Dr. Chibueze C. Udeani am Fr./Sa. 20.1./21.1. und Fr./Sa. 27.1./28.1.!

     




     


    Zukunft der Würzburger Missionswissenschaft langfristig gesichert

    15.06.2010

    Stiftungsvertrag unterzeichnet

    Zwei Stifter, dazu das Bistum und die Universität Würzburg haben es gemeinsam möglich gemacht: In den kommenden elf Jahren wird es an der Universität eine Stiftungsprofessur „Missionswissenschaft und Dialog der Religionen“ an der Katholisch-Theologischen Fakultät geben. Jetzt haben die Beteiligten die entsprechenden Verträge unterzeichnet.

    „Ein wichtiges und schönes Ereignis für die Universität Würzburg“ –  „Ein denkwürdiger Tag für die Fakultät“ – „Eine ungewöhnliche Entscheidung für das Bistum“ – „Vorbildhaftes Handeln für die Uni“: Dass dieser Vertrag kein gewöhnlicher ist, betonten sämtliche Redner, die sich am 15. Juni im Senatssaal der Uni Würzburg eingefunden hatten, um dort den Vertrag über die Stiftungsprofessur „Missionswissenschaft und Dialog der Religionen“ zu unterzeichnen. Eine vergleichbare missionswissenschaftliche Einrichtung findet sich in Deutschland nur noch an der Universität Münster.

    Beispielhafte Kooperation

    Vier Einrichtungen finanzieren die Professur in den nächsten elf Jahren. Die ersten fünf Jahre sichern die Stiftung  Promotio Humana und das Internationale Katholische Hilfswerk Missio, dann ist für drei Jahre Universität Würzburg an der Reihe, gefolgt vom Bistum Würzburg für drei weitere Jahre. Danach werde von allen vier Partnern die Weiterführung «nachhaltig angestrebt», heißt es in dem Vertragstext.

    „Eine beispielhafte Zusammenarbeit“, findet Unipräsident Alfred Forchel. Gerade in Zeiten knapper Finanzmittel sei es häufig nur dann möglich, solche Projekte zu realisieren, wenn viele Beteiligte gemeinsam Prioritäten setzen.


    Wachsende Bedeutung des interreligiösen Dialogs

    Der interreligiöse und interkulturelle Dialog spielt angesichts der vielfältigen Herausforderungen im Umgang der Religionen und Kulturen miteinander eine zunehmend wichtige Rolle. Auf diesem Gebiet soll die missionswissenschaftliche Professur arbeiten. Daneben soll sich der künftige Inhaber der Professur um Fragen nach dem heutigen Verständnis von Mission und Evangelisierung inner- und weltkirchlich kümmern und wichtige Impulse für deren Entwicklung geben.

    Die Professur übernimmt Aufgaben in Forschung und Lehre. Das Fach „Missionswissenschaft“ ist den übrigen theologischen Fächern an der Universität Würzburg gleichgestellt; es ist Bestandteil der neuen modularisierten Studiengänge. Sein Angebot richtet sich nicht nur an Theologiestudierende, sondern auch an Studierende anderer Fachrichtungen. Auch die Ausbildung künftiger Religionslehrer, Priester und Pastoralreferenten soll davon profitieren und den Absolventen Kompetenzen in interkulturellen und interreligiösen Fragen ermöglichen.


    Stärkung der Würzburger Theologie

    „Wir wollen damit unsere Arbeit auf ein wissenschaftliches Fundament stellen“, begründete Eric Englert,  Präsident von Missio München, das Engagement seiner Einrichtung. Außerdem erhofft sich Englert eine stärkere Präsenz des Themas in der Öffentlichkeit.

    „Damit geben wir der Katholisch-Theologischen Fakultät einen wichtigen Impuls“, sagte Walter Eykmann, Honorarprofessor an der Uni Würzburg und Präsident des zweiten Geldgebers, der Stiftung Promotio Humana. Die Fakultät sei damit aufgefordert, für den Dialog der Religionen den Kontakt zu weiteren Institutionen zu suchen.

    Als „ungewöhnlich“ bezeichnete Bischof Friedhelm Hofmann das Engagement des Bistums Würzburg. Es sei jedoch wichtig „im Hinblick auf das, was wir erreichen wollen.“ Wie Hofmann betonte, gebe der Vertrag ein wichtiges Signal, die Katholisch-Theologische Fakultät im bayern- und deutschlandweiten Kontext zu stärken und zu profilieren.

    Mehr als 80jährige Tradition der Würzburger Missionswissenschaft wird fortgesetzt

    Momentan ist die Professur noch nicht besetzt; spätestens im Sommersemester 2011 soll der künftige Stelleninhaber jedoch die Arbeit aufnehmen.  Seine Berufung erfolgt in enger Abstimmung mit den Stiftern, die auch im Berufungsausschuss vertreten sein werden.

    Mit der Errichtung des Stiftungslehrstuhls wird die missionswissenschaftliche Tradition an der Universität Würzburg zumindest in den kommenden elf Jahren weitergeführt. Sie reicht bis in das Jahr 1924 zurück, als erstmals in Würzburg missionswissenschaftliche Vorlesungen angeboten wurden. Der erste
    Honorarprofessor kam 1928. Seit 1962 gab es für Missionswissenschaft einen ordentlichen Lehrstuhl.

    Dass nach diesen elf Jahren jedoch nicht Schluss ist, haben alle Vertragsunterzeichner betont. Sie wollen die Zeit auch dafür nutzen, um an einer Verstetigung zu arbeiten.

    (Text: Gunnar Bartsch/Claudio Ettl)


    Weitere Berichte:


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