Deutsch Intern
    Lehrstuhl für Kirchenrecht

    Lehrveranstaltungen Kirchenrecht

    Sommersemester 2013  



     

    Prof. Dr. Heribert Hallermann 

    Vorlesung: Das Verfassungsrecht der lateinischen Kirche

    Vorlesung, 2-std., 2,5 ECTS; Mo, 10-12h Hs 321

    Die Kirche ist verfasst als die Gemeinschaft der Gläubigen und zugleich als hierarchische Gemeinschaft. Das kirchliche Verfassungsrecht reflektiert beide grundlegenden Gegebenheiten der Kirche und beginnt – erstaunlicherweise – nicht mit dem Papst, sondern mit den Gläubigen und ihrer aktiven Teilhabe an der Sendung der Kirche. Aufbauend darauf werden die drei Verfassungsebenen der lateinischen Kirche vorgestellt: Die Gesamtkirche, die Teilkirche und die Pfarrei. Im Kontext des kirchlichen Verfassungsrechts stellen sich wichtige Fragen: Sind die Gläubigen aktive Subjekte in der Kirche oder Objekte der Seelsorge? Wie kann das Verhältnis zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen in einer Pfarrei beschrieben werden? Warum kann nur ein Priester eine Pfarrei leiten? Welche Aufgaben hat ein Diözesanbischof? Wer ist Träger höchster Autorität in der Kirche? Und in welchem Verhältnis stehen Teilkirchen und Gesamtkirche zueinander? Daneben soll auch Raum sein, um eigene Fragen der Studierenden oder aktuelle Fragen anzusprechen.

    Hinweise zur Literatur werden in der Lehrveranstaltung gegeben.

    Zielgruppe: M10-5; Studierende im Studiengang Magister Theologiae; Pflichtvorlesung für Diplomstudierende; Interessierte Studierende anderer Studiengänge und Fächer

     

    Vorlesung: Die rechtliche Ordnung der Sakramente und der Sakramentalien

    Vorlesung, 1-std., 1,5 ECTS; Fr, 10-12h Hs 321 im Wechsel

    Sakramente sind "Handlungen Christi und der Kirche" und sie sind "Zeichen und Mittel, durch die der Glaube ausgedrückt und bestärkt" wird. Die Sakramente sind deshalb - wie die Sakramentalien auch - nicht nur auf der Ebene der individuellen Frömmigkeitspraxis zu verstehen, sondern sie müssen auch in ihrer ekklesiologischen Einbettung bedacht werden.

    Die Vorlesung befasst sich vertieft mit der rechtlichen Ordnung ausgewählter Sakramente und Sakramentalien. Sie fragt nicht nur nach Spender und Empfänger oder nach den jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen für Spendung und Empfang, sondern sie will auch reflektieren, welches Selbstverständnis von Kirche in der rechtlichen Ordnung dieser Heilszeichen zum Ausdruck kommt.

    Hinweise zur Literatur werden in der Lehrveranstaltung gegeben.

    Die einstündige Lehrveranstaltung wird in der ersten Semesterhälfte mit sechs je zweistündigen Einheiten durchgeführt.

    Die drei Initiationssakramente der Taufe, der Firmung und der Eucharistie werden einführend in der Lehrveranstaltung 01-M11-3 behandelt, das Sakrament der Ehe in der Lehrveranstaltung 01-M22-1.

    Zielgruppe: M22-2 Vertiefung im Bereich des Kirchenrechts: M22-2-V1 Allgemeines und spezielles Sakramentenrecht: Theologiestudierende im Bachelor-Nebenfach; Studierende im Studiengang Magister Theologiae; Interessierte Studierende anderer Studiengänge und Fächer

     

    Vorlesung: Der geistliche Dienst der Kleriker und seine rechtliche Ordnung

    Vorlesung, 1-std., 1,5 ECTS; Fr, 10-12 Hs 321 im Wechsel

    Folgt man einschlägigen Veröffentlichungen, so sind Kleriker heute auf dem Weg, zu einer radikalen Minderheit in der Kirche zu werden. Der - im Vergleich zu früheren Zeiten - immer mehr spürbar werdende Priestermangel kann zwei Wirkungen hervorbringen: Eine Ghettoisierung mit all den zugehörigen Folgen, aber auch ein neues und kritisches Nachdenken über den Dienst der Kleriker.

    Die Lehrveranstaltung will in vertiefender Weise auf einzelne Fragen aus dem Kontext des Klerikerrechts eingehen und beispielsweise Auswahl und Ausbildung der Kleriker, ihren spezifischen Dienst in der Kirche oder ihre spezifischen Pflichten und Rechte reflektieren.

    Hinweise zur Literatur werden in der Lehrveranstaltung gegeben.

    Die einstündige Lehrveranstaltung wird in der zweiten Semesterhälfte mit sechs je zweistündigen Einheiten durchgeführt.

    Zielgruppe: M22-2-V2; Theologiestudierende im Bachelor-Nebenfach; Studierende im Studiengang Magister Theologiae; Interessierte Studierende anderer Studiengänge und Fächer

     

    M24-Seminar: Die Kirche und ihr Geld

    Seminar, 2-std., 4 ECTS; Mi, 16-18h Hs 302

    Die Vermutung, dass die Kirche über ungeahnte Reichtümer verfüge gehört ebenso zu den kirchlichen "Alltagswahrheiten" wie die Klage, dass in den Pfarreien an allen Ecken und Enden das notwendige Geld fehlt. Das Seminar will über das kirchliche Vermögensrecht ebenso informieren wie über die besonderen staatskirchenrechtlichen Bedingungen, die bezüglich der kirchlichen Vermögensverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland gelten. Dabei kommen verschiedene kirchliche Vermögensträger (z.B. Diözese, Pfarrei, Orden, Verein) in den Blick, aber auch die Organe, denen die Vermögensverwaltung aufgetragen ist. Ebenso soll danach gefragt werden, ob bzw. wie sich "der normale Gläubige" an diesem Aufgabenbereich der Kirche beteiligen kann.

    Von den Studierenden wird neben der aktiven und regelmäßigen Teilnahme an den Seminarsitzungen die Gestaltung einer Seminareinheit sowie die Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit (ca. 15 Seiten) erwartet.

    Lit.: Fischer, Georg, Finanzierung der kirchlichen Sendung. Das kanonische Recht und die Kirchenfinanzierungssysteme in der Bundesrepublik Deutschland und den USA, Paderborn – München – Wien – Zürich 2005 (KStKR 5); Heimerl, Hans – Pree, Helmuth, Handbuch des Vermögensrechts der katholischen Kirche unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsverhältnisse in Bayern und Österreich, Regensburg 1993; Marré, Heiner – Jurina, Josef, Die Kirchenfinanzierung in Kirche und Staat der Gegenwart, Essen 42006 (BzMKCIC 4);Pree, Helmuth – Primetshofer, Bruno, Das kirchliche Vermögen , seine Verwaltung und Vertretung. Eine Handreichung für die Praxis, Wien 22010.

    Zielgruppe: Studierende im Studiengang Magister Theologiae; Diplomstudierende; Interessierte Studierende anderer Studiengänge und Fächer

     

    Oberseminar: Forschungsfragen des Kirchenrechts

    Oberseminar, 2-std. 10-12.04.2013 Raum 320

    Promovendinnen und Promovenden sowie Habilitanden präsentieren ihre eigenen Forschungsergebnisse und diskutieren und vertiefen diese im wissenschaftlichen Diskurs mit den übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

    Die Teilnahme erfolgt auf persönliche Einladung des Dozenten.

    Zielgruppe: Promovendinnen und Promovenden, Habilitanden im Fach Kirchenrecht

     

    Übung: Prüfungsvorbereitung für Diplomstudierende 

    Übung, 2-std. Mi, 9-11h Raum 320

    Prüfungsrelevanter Lehrstoff im Fach Kirchenrecht; Aufbau einer kirchenrechtlichen Klausur

    Zielgruppe: Diplomstudierende der katholischen Theologie, die im Sommersemester 2013 ihre Diplomprüfung ablegen möchten

     

     

    Dr. theol. Thomas Meckel M.A.


    Vorlesung: Grundfragen des Verfassungs-, Verkündigungs- und Sakramentenrechts 

    Vorlesung, 2-std.; 2 ECTS; Di, 10-12h Hs 317

    Kirchenrecht im Lehrplan? Es stecken zahlreiche kirchenrechtliche Basics im Lehrplan und sind für ihren Unterricht und dessen Vorbereitung unverzichtbar: Wie ist die Kirche als Volk Gottes eigentlich strukturiert? Was ist ein Bistum? Was ist eine Pfarrei? Welche Ämter und Dienste gibt es in der Kirche? Welche rechtlichen Spielräume gibt es in ökumenischen Fragen? Wie sind in der Kirche die Sakramente allgemein und insbesondere Taufe, Firmung, Eucharistie und Ehe in Grundzügen geregelt?  Was ist der Unterschied von Recht und Moral? Wie gestaltet sich das rechtliche Verhältnis von Staat und Kirche in Deutschland? etc. Die Vorlesung vermittelt die notwendige kirchenrechtliche Fitness für die Beantwortung und Erarbeitung dieser Themen im schulischen Religionsunterricht. Die Vorlesung steht allen Studierenden unabhängig von der Art ihres Studiengangs offen und richtet sich insbesondere an alle Lehramtsstudierende der nichtmodularisierten und modularisierten Studiengänge.

    Eine Literaturliste wird in der Vorlesung ausgegeben.

    Zielgruppe: Lehramtsstudierende aller Lehrämter im freien Bereich; Pflichtvorlesung für Lehramtsstudierende modularisiert Lehramt an Gymnasien (01-PT-AFKR-1) und nicht modularisiert (tritt an die Stelle der bisher im WS angebotenen Vorlesung „Grundfragen des Kirchenrechts“ nach LPO I i.d.F. vom 1.09.2004) sowie alle interessierten Studierenden.

     

    Seminar: Welche Stellung, welche Rechte, welche Pflichten haben Laien in der Kirche? – Die Sendung der Laien in Kirche und Welt

    Seminar 2 std.; 2-3 ECTS; Mo, 16-18h Hs 302

    Leo Karrer überschrieb eines seiner Werke zu Ende des letzten Jahrhunderts mit dem Titel „ Die Stunde der Laien. Von der Würde eines namenlosen Standes“. Hat die Stunde der Laien mittlerweile geschlagen? Die Laien, ein namenloser Stand? Wie ist der Laie genau definiert? Ist er mehr als ein Nichtkleriker? Lässt sich der Laienbegriff demgegenüber auch positiv füllen? Welche Rechten und Pflichten haben Laien in der Kirche? Seit wann gibt es in der Kirche hauptamtlich tätige Laien in Form von Gemeinde- und Pastoralreferenten? Wie ist ihr Kirchenamt umrissen? Welche Kompetenzen kommen ihnen zu? In welchem Verhältnis stehen sie zu sogenannten ehrenamtlichen Laien?

    Das Seminar führt in die Begründung, Definition und Stellung des Laien in der Kirche ein. Über diese Fragen hinaus bestimmen die Interessen der Teilnehmer in der ersten Sitzung den Seminarplan.

    Eine Bibliographie wird in der Veranstaltung ausgegeben.

    Der Leistungsnachweis wird in Form von studienbegleitenden Leistungsnachweisen erworben, sodass es keine Schlussprüfung im Prüfungszeitraum gibt.

    Für Lehramtsstudierende modularisiert (01-ThKR-1Ü Themen des Kirchenrechts) und nicht modularisiert; Möglichkeit des Erwerbs von 2 ECTS Punkten für den freien Bereich; für GWS-Studierende 3 ECTS-Punkte im GWS-Bereich; fachwissenschaftlicher Scheins gemäß § 42 Abs. 1 Nr. 5 d bb) LPO 2002; EWS-Schein; sowie alle interessierten Studierende.

     

    Übung: Der Dialogprozess der Deutschen Bischofskonferenz in kirchenrechtlicher Perspektive – Ein Schreibworkshop

    Übung; 1-std.; 1,5 ECTS; Vorbesprechung: Mi, 17.04.13 Raum 320 16-17h; weitere gemeinsam vereinbarte Termine im Block.

    Die Deutsche Bischofskonferenz hat einen mehrjährigen Dialogprozess gestartet, um innerhalb der Kirche den Dialog zwischen den Bischöfen und den anderen Gliedern der Kirche zu beleben, wichtige Anliegen der Kirche der Gegenwart zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungen für strittige Fragen zu suchen. Vieles soll diskutiert werden, was zugleich eine kirchenrechtliche Relevanz aufweist. Häufig wird insbesondere auf die hemmende Wirkung des Kirchenrechts verwiesen, wenn gewisse „Reformanliegen“ in der Kirche nicht die gewollte Umsetzung zeitigen wie im Fall des Kommunionempfangs von wiederverheiratet Geschiedenen oder im Bereich der Möglichkeit der Beteiligung von Laien an der sogenannten Gemeindeleitung etc. Jeder Teilnehmer wird eine selbst gewählte Thematik kirchenrechtlich analysieren und bewerten.

    Der Workshop will ihren individuellen Schreibprozess mit individuellem Feedback begleiten und fördern. Im gesamten Studium, ob Magister, Diplom oder Lehramt, ob am Anfang oder am Ende, stehen sie vor der Herausforderung, wissenschaftliche Texte zu verfassen. Daher richtet sich der Schreibworkshop an Anfänger wie an Fortgeschrittene.

    Der Kurs ist einstündig und beginnt am 17.04.13; 16-17h (Seminarraum 320). In den ersten Sitzungen werden mit den Teilnehmern weiter geblockte Treffen vereinbart.

    Für Studierende Magister Theologiae (01-SQL-1b-1), Diplomstudierende, Lehramtsstudierende und sonstige Interessierte. Für Studierende aller Studiengänge, die im Kirchenrecht eine Qualifikationsarbeit anfertigen wollen, ist dieser Kurs verpflichtend.

     

    Kolloquium zur Vorlesung Grundfragen des Verfassungs-, Verkündigungs- und Sakramentenrechts

    Übung, 1-std. Mo, 14-15h Raum 302 Beginn: 22.04.2013

    Die Veranstaltung wiederholt und ersetzt nicht den Besuch und den Stoff der Grundlagenvorlesung Grundfragen des Verfassungs-, Verkündigungs- und Verfassungsrechts. Im Kolloquium zu dieser Vorlesung können Fragen gestellt, beantwortet, gemeinsam diskutiert und vertieft werden, um sich in kirchenrechtlicher Denkweise und Methodik einzuüben und die jeweilige Prüfungsfitness zu verbessern.

    Zielgruppe: Lehramtsstudierende (LA Gymnasien) modularisiert, die im Sommersemester 2013 die Prüfung der Grundfragenvorlesung ablegen.

    Teilnahmevoraussetzung: Besuch der Grundlagenvorlesung: Grundfragen des Verfassungs-, Verkündigungs- und Verfassungsrechts.


     

    Übung: Verfassungsstrukturen und Ämter der Kirche in ihrer rechtsgeschichtlichen Entwicklung - Einführung in die Editionspraxis und Übersetzung mittelalterlicher und weiterer Rechtsquellen (01-SQL-1a-1)

    Für Diplomstudierende, Studierende Magister Theologiae (01-SQL-1b-1), Lehramtsstudierende und alle Interessierte sowie für Studierende (Bachelor) im Bereich "allgemeine Schlüsselqualifikationen", Credits 2,5; im ASQ-Pool 3
    2-stündige Blockveranstaltung n.V. in Kooperation mit Dr. Waltraud Kozur und Karin Miethaner-Vent

    Verpflichtende Vorbesprechung:

    Mittwoch, 16.10.2013, 16.00 Uhr; Seminarraum 320, Paradeplatz 4
    In der Vorbesprechung werden die Blocktermine festgelegt.
    Ohne Teilnahme an dieser Vorbesprechung ist eine Teilnahme an der Übung nicht möglich.

    Freitag, 29.11.2013, 13-18 Uhr; Seminarraum 320, Paradeplatz 4
    Freitag, 06.12.2013, 13-18 Uhr; Seminarraum 320, Paradeplatz 4
    Samstag, 07.12.2013, 9-12 Uhr; Seminarraum 320, Paradeplatz 4

    Kirchliche Rechtsnormen werden nicht am Schreibtisch erfunden, sondern kommen aus dem Leben und damit aus der Praxis der Kirche. Die kirchliche Rechtsgeschichte gibt den heutigen Normen ihre Tiefenschärfe und lässt diese heute besser verstehen. Mit diesem rechtsgeschichtlichen Horizont wird in einem zweiten Teil ein Einblick in das am Lehrstuhl für Kirchenrecht angesiedelte DFG-Forschungsprojekt "Edition der Werke des Honorius und der Summa Lipsiensis" (12. Jh.) geboten. Beispielhaft wird in den Umgang mit mittelalterlichen Schriften und Rechtsquellen eingeführt und es werden Techniken und Hilfsmittel zur Erstellung und Auswertung von Editionen und der Übersetzung lateinischer Rechtsquellen vorgestellt und eingeübt.

    Quellen:
    Magistri Honorii Summa "De Iure Canonico Tractaturus" Tomus II-III (= Monumenta Iuris Canonici. Series A: Corpus Glossatorum Vol. 5), hg. v. P. Landau - W. Kozur - S. Haering - K. Miethaner-Vent - M. Petzolt, Città del Vaticano. Biblioteca Apostolica Vaticana 2010; Corpus Iuris Canonici, hg. v. E. Friedberg, Leipzig 1879/81.

    Literatur:
    Feine, Hans Erich, Kirchliche Rechtsgeschichte, Köln-Graz 51972; Plöchl, Willibald, Geschichte des Kirchenrechts 5 Bde., Wien-München 1953ff.; Erdö, Peter, Die Quellen des Kirchenrechts, Frankfurt u.a. 2002; Erdö, Peter, Geschichte der Wissenschaft vom kanonischen Recht, Berlin 2006.; Link, Christoph, Kirchliche Rechtsgeschichte, München 2009; Köstler, Rudolf, Wörterbuch zum Codex Iuris Canonici, München - Kempten 1927.

     

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