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Deutsch Intern
    Lehrstuhl für Dogmatik

    Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2022


    Spiritualität & Dogmatik gegen den Malestream


     

    Denn neben den klassischen Vorlesungen zur Gotteslehre, Sakramentenlehre und Eschatologie stehen in diesem Sommer auch die Dogmatik aus der Sicht von Theologinnen der Geschichte und Gegenwart sowie die christliche Spiritualität im Fokus unserer Lehrveranstaltungen.

    Bereits in der Mitte des letzten Jahrhunderts prognostizierte Karl Rahner: „Der Fromme von morgen wird ein »Mystiker« sein oder er wird nicht mehr sein.“ 
    Wenn das Christentum des 21. Jahrhunderts also seine Relevanz nicht verlieren will, gilt es dieses eigene Erleben oder Suchen nach Erleben stärker mit in den Blick zu nehmen. Hierfür findet in diesem Semester nun erstmals eine Kooperation mit dem Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und Religionswissenschaft der Johannes Gutenberg Universität Mainz statt. 
     

    Die aktuellen Veranstaltungen der Dogmatik im Vorlesungsverzeichnis

    Weitere Informationen zum modularisierten Studium sowie nach älterer LPO 


    Prof. Dr. Christine Büchner

    Theologie ist Rede von Gott. Diese Rede ist nicht selbstverständlich, weil ihr Gegenstand nicht selbstverständlich ist. Menschen erfahren eher die Abwesenheit als die Anwesenheit Gottes. Wie ist unter diesen Bedingungen verantwortet von Gott zu sprechen? Und weiter: Wie ist von Gott zu sprechen unter der Annahme seiner Selbsterschließung im Menschen Jesus von Nazaret? Die Lehre von der Trinität Gottes versucht zu verstehen, wie dieser Mensch so vorbehaltlos liebend und damit so durchsichtig auf Gott sein konnte und was es für den Glauben an Gott bedeutet, wenn Gott ist, wie Jesus war.

    Die Vorlesung erarbeitet diese Zusammenhänge in ihrer biblischen und geschichtlichen Entwicklung sowie in ihrer systematischen Entfaltung angesichts der Herausforderungen und Anfragen des neuzeitlichen Denkens sowie der Pluralität der Religionen.

     

    Zeit: Dienstag 16-18 Uhr

    Ort: Seminarraum 2   (Bibrastraße 14)

    Beginn: 26.04.2022

    Zielgruppe:

    • 01-M07 – Magister Theologie
    • Bachlor Theologie in diversen Modulzuweisungen
       

    Literatur zur Einführung: 

    • Karlheinz Ruhstorfer, Gotteslehre (Gegenwärtig Glauben Denken, Bd. 2), Paderborn u.a. 2010.
       

    Anmeldung über wuestudy

    Die Gegenwart ist geprägt von religiöser Pluralität. Es gehört daher zur Aufgabe systematischer Theologie, aus einer Perspektive des christlichen Glaubens die Bedeutung dieser Pluralität zu reflektieren. D.h.: sich dafür zu interessieren, in welcher Weise nichtchristliche Religionen über Gott bzw. das Göttliche, die Welt und den Menschen sprechen und dies mit den Formen christlichen Gottes-Rede in Beziehung zu setzen. Ausgehend von einer Einführung in die Positionen einer christlichen Theologie der Religionen (vor allem mit Bezug zum II. Vatikanum) vermittelt die Vorlesung hierzu exemplarische Grundkenntnisse.

    Zeit: Montag 12-14 Uhr

    Ort: HS 318   (Neue Universität)

    Beginn: 13.06.2022

    Zielgruppe: 

    • Lehramt 2015
    • Interessierte

    Organisatorische Hinweise: 

    Die Vorlesung wird zweistündig ein halbes Semester angeboten.

    Literatur zur Einführung: 

    • ​​​Andreas Renz, Gott und die Religionen. Orientierungswissen Religionen und Interreligiosität, Stuttgart 2020. 


    Anmeldung über wuestudy

    Die Geschichte der Katholischen Theologie ist noch mehr als andere Wissenschaftsgeschichten patriarchal geprägt. Im Zuge feministischer Theologie und Genderforschung wurden zwar etwa seit Mitte des letzten Jahrhunderts Texte von Frauen ediert und erforscht. Dies hat aber bis heute kaum merkbaren Niederschlag in der dogmatischen Theologie gefunden, obwohl deren Kernaufgabe in der kritischen Vermittlung von religiöser Tradition und Gegenwart besteht. Das überrascht besonders, weil heute zunehmend auch Frauen akademische Theologie betreiben.

    In der Übung lesen wir daher gezielt und gegen den dominierenden Malestream theologische Texte von Frauen der Theologiegeschichte und der Gegenwart und überlegen, inwiefern ihre Rezeption Sprache, Bilder, Narrative und Begründungsmuster der dogmatischen Traktate (insbesondere Gotteslehre, Anthropologie und Ekklesiologie) verändert.

     

    Zeit: Montag 16-18 Uhr

    Ort: Seminarraum 1   (Bibrastraße 14)

    Beginn: 25.04.2022 

    Zielgruppe: 

    • Magister Theologie
    • LA Gymnasium 
    • LA (Freier Bereich)
    • LA GWS
    • BA Theologische Studien

    Literartur: 

    • Ch. Büchner/N. Giele (Hg.), Theologie von Frauen im Horizont des Genderdiskurses, Ostfildern 2020.

    Organisatorische Hinweise: 

    Die Übung ist in diesem Semester zweigeteilt. D.h.: Sie kann als einstündige Übung (erste Semesterhälfte) mit einer anderen Vorlesung kombiniert werden, oder als zweistündige Übung belegt bzw. kombiniert werden.


    Anmeldung über wuestudy

    Religion im Modus der Spiritualität ist geradezu verwiesen auf das eigene Erfahren. Innerhalb der spirituellen Traditionen bildet es ein zentrales Moment. Daher sind Meditation, Kontemplation und Achtsamkeit zentrale Praktiken aller spirituellen Traditionen. Dies gilt auch für das Christentum, wenngleich dies dort mitunter in Vergessenheit geraten ist.

    Wenn das Christentum des 21. Jahrhunderts seine Relevanz nicht verlieren will, gilt es dieses eigene Erleben oder Suchen nach Erleben stärker mit in den Blick zu nehmen. Karl Rahner hat dies bereits in der Mitte des letzten Jahrhunderts prognostiziert mit dem aktuell immer öfter zitierten Satz: „Der Fromme von morgen wird ein »Mystiker« sein, einer der etwas »erfahren« hat, oder er wird nicht mehr sein.“

    In Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Dogmatik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und dem Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und Religionswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz soll diesem Anliegen nachgegangen werden. Im Seminar werden anhand von ausgewählten Schwerpunkten die Grundlagen christlicher Spiritualität erarbeitet. Im Rahmen eines Workshops erfolgt zugleich eine Einführung in die Praxis der Meditation. Dafür wird es ein gemeinsames Treffen sowohl in Würzburg als auch in Mainz geben und zwei Treffen als Video-Call.

     

    Zeit: Blockveranstaltung

    Termine:

    • 29.04.22     10:00-12:00 Uhr   (online)
    • 13.05.22     10:00-16:00 Uhr   (Präsenz an der Universität Würzburg/Seminarraum 4 in der Bibrastr. 14)
    • 03.06.22     10:00-16:00 Uhr   (online)
    • 17.06.22     10:00-16:00 Uhr   (Präsenz an der Universität Mainz)


    Zielgruppe: 

    • Magister Theologie
    • LA GWS (für alle Unterrichtsfächer)
    • LA alle Schularten (Freier Bereich) 
    • Bachelor Theologische Studien
    • Master Theologische Studien


    Organisatorische Hinweise: 

    Die Veranstaltung wird gemeinsam Mit Daniel Rothe von der Universität Mainz angeboten. 
    Die Veranstaltung beinhaltet neben zwei digitalen Sitzungen daher eine Präsenzsitzung in Würzburg und eine Präsenzsitzung an der Universität Mainz. 
    Für die Teilnahme an den Workshops vor Ort steht ein Reiskostenzuschuss zur Verfügung.

     


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    Das Oberseminar bietet Doktorand*innen der Dogmatik und angrenzender Fächer sowie fortgeschrittenen Studierenden, die Möglichkeit, ihre Arbeitsergebnisse und –fortschritte innerhalb ihres Promotionsvorhabens oder ihrer Abschlussarbeit regelmäßig in einem kleinen Kreis von Expert*innen vorzustellen und zu diskutieren.

    Termine: 

    • Freitag       27.05.   14:00-18:00 Uhr   (digital)
    • Freitag       01.07.   14:00-18:00 Uhr   (Präsenz)
    • Samstag    02.07.   09:30-17:30 Uhr   (Präsenz)
    • Samstag    16.07.    10:00-14:00 Uhr   (digital)

    Ort für die Präsenztermine: wird noch bekannt gegeben

    Zielgruppe: 

    • Promovendinnen und Promovenden der Theologie und benachbarter Wissenschaften
    • Fortgeschrittene Studierende der Theologie


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    Dr. Lic theol. Florian Klug

     

    Die Vorlesung versucht eine Antwort darauf zu finden, wie die Nähe Gottes zur und in der Welt verstanden und gedeutet werden kann.

    Wir werden „allgemeinen Sakramentenlehre“ zentrale Kategorien wie Zeichen, Symbol, (Sprach-)Handlung, Ritual und Feier heranziehen und analysieren, wie in der Vergangenheit die Nähe Gottes verstanden wurde. Dazu greifen wir auf zentrale Texte des christlichen Glaubenslebens zurück, um eine Grundgrammatik des Sakramentalen zu ermitteln.
    In einem zweiten Schritt werden in der "Speziellen Sakramentenlehre" die Sakramente von Taufe und Eucharistie auf ihre Bedeutung für den christlichen Glauben und ihre theologische Tiefendimension untersucht.
    Um die Frage der gegenwärtigen Relevanz in den Vorlesungshorizont einzubeziehen, sollen die bisherigen Ergebnisse einer kritischen Würdigung unterzogen werden, um daran anschließend ein Sakramentenverständnis für die Gegenwart im Anschluss an die derzeitige Theologie und Philosophie vorzustellen.

     

    Zeit: Dienstag 10-12 Uhr und Mittwoch 12-13 Uhr

    Ort: HS 317   (Neue Universität)

    Beginn: 26.04.2022

    Zielgruppe: 

    • Magister Theologie
    • LA Gymnasium
    • LA GWS
    • LA  alle Schularten (Freier Bereich)
    • Bachelor Theologische Studien
    • Master Theologische Studien

    Literatur: 

    • Agamben, Giorgio (2010): Das Sakrament der Sprache. Eine Archäologie des Eides (homo sacer II.3). Berlin: Suhrkamp.
    • Chauvet, Louis-Marie (2015): Symbol und Sakrament. Eine sakramentale Relecture der christlichen Existenz (Theologie der Liturgie 8). Regensburg: Pustet. 
    • Faber, Eva-Maria (2002): Einführung in die katholische Sakramentenlehre. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
    • Fischer-Lichte, Erika (2004): Ästhetik des Performativen. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verl.
    • Ganoczy, Alexandre (1991): Einführung in die katholische Sakramentenlehre. 3. Aufl. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
    • Hoffmann, Veronika (2016): Christus - die Gabe. Zugänge zur Eucharistie. Freiburg im Breisgau: Herder.
    • Höhn, Hans-Joachim (2020): Gottes Wort - Gottes Zeichen. Systematische Theologie. Würzburg: Echter.
    • Koch, Günter (1991): Sakramentenlehre. Graz, Wien: Verl. Styria.
    • Marion, Jean-Luc (2014): Gott ohne Sein. Paderborn u.a.: Schöningh.
    • Menke, Karl-Heinz (2012): Sakramentalität. Wesen und Wunde des Katholizismus. Regensburg: Pustet.
    • Meuffels, H. Otmar (1995): Kommunikative Sakramententheologie, Freiburg im Breisgau: Herder.
    • Nocke, Franz-Josef (1997): Sakramententheologie. Ein Handbuch. Düsseldorf: Patmos Verl.
    • Oster, Stefan (2010): Person und Transsubstantiation. Mensch-Sein, Kirche-Sein und Eucharistie - eine ontologische Zusammenschau. Freiburg im Breisgau: Herder.
    • Schneider, Theodor (1998): Zeichen der Nähe Gottes. Grundriss der Sakramententheologie. Durchgängig überarbeitet und ergänzt zusammen mit Dorothea Sattler. 7. Aufl. Mainz: Matthias-Grünewald-Verl.

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    Prof. Dr. Matthias Reményi

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Nach herkömmlichem Verständnis hat die Eschatologie als "Lehre von den Letzten Dingen" einerseits die Ereignisse des einzelnen Menschen in bzw. nach seinem Tod zu bedenken (personale Eschatologie), andererseits aber auch das Ende der Weltgeschichte im Ganzen in den Blick zu nehmen (geschichtliche Eschatologie). Seit dem II. Vatikanischen Konzil mit seiner Hinwendung zur Welt ist aber noch ein weiterer Kontext der Eschatologie hinzugekommen: die kosmische Dimension der erhofften Vollendung durch Gott. Eine solchermaßen dreifach ausgerichtete Eschatologie ist aber nicht nur um "Letzte Dinge" be­müht, sondern es geht zugleich um die Frage, wie die erhoffte personale, geschichtliche und kosmische Vollendung als Perspektive christlicher Hoffnung zu einer Neuschöpfung aller Dinge führt, die bereits im Hier und Jetzt anhebt, da uns der Grund unserer Hoffnung, Jesus Christus, längst gegeben ist.

    Zeit: Dienstag 14-16 Uhr und Mittwoch 13-14 Uhr

    Ort:    Dienstag   Seminarraum 2   (Bibrastraße 14)
               Mittwoch  Seminarraum 3   (Bibrastraße 14)

    Beginn: 26.04.2022

    Zielgruppe: 

    • Magister Theologie
    • LA Gymnasium
    • LA GWS
    • LA  alle Schularten (Freier Bereich)
    • Bachelor Theologische Studien
    • Master Theologische Studien


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    Ursula Eisl


     

    Die Vorlesung „Grundfragen der Dogmatik II“ bietet im Basismodul der modularisierten Lehramtsstudiengänge eine Einführung in die Traktate Schöpfungstheologie und Sakramentenlehre. Die Vorlesung beginnt mit der Schöpfungs­theologie, innerhalb derer dargelegt wird, wie die Schöpfungserzählungen der Bibel in moder­ner Exegese gedeutet werden. Von daher kann gefragt werden, welche Berührungspunkte es heute zwischen einer zeitgemäßen Schöpfungstheologie und naturwissenschaftlichen Erkennt­nissen gibt.

    In einem zweiten Teil wird der Frage nachgegangen, wie Symbole der Schöpfung in christ­licher Perspektive als sakramentale Zeichen des Nähe Gottes zu verstehen sind. Dazu ist zunächst der Blick auf das Leben und Sterben Jesu zu richten, um anschließend die sakramentalen Deutungen der Tradition zu be­denken. Indem auf die Sakramente von Eucharistie und Taufe gesondert eingegangen wird, soll ein Sakramentenverständnis entwickelt werden, dass die Einsichten der Tradition in die Selbstoffenbarung wie das kirchliche Handeln ernst nimmt und anschlussfähig an einen heutigen Verständnishorizont ist.
     

    Zeit: Mittwoch 08-10 Uhr

    Ort: HS 317 (Neue Universität)

    Beginn: 27.04.2022

    Zielgruppe: Lehramt; alle Schularten

    Literatur: 

    Zur Schöpfungslehre:

    • A. Ganoczy, Schöpfungslehre, in: Glaubenszugänge. Lehrbuch der Katholischen Dogmatik, hg. v. W. Beinert, Bd. 1, Paderborn u. a. 1995, 363-495.
    • M. Kehl, Und Gott sah, dass es gut war – eine Theologie der Schöpfung, Freiburg i. Br. 2006.
    • G. Langemeyer, Die theologische Anthropologie, in: Glaubenszugänge. Lehrbuch der Katholischen Dogmatik, hg. v. W. Beinert, Bd. 1, Paderborn u. a. 1995, 497-622.
    • Chr. Link, Schöpfung. Schöpfungstheologie angesichts der Herausforderungen des 20. Jahrhunderts (HST 7/2), Gütersloh 1991.
    •  G. L. Müller, Ka¬tholische Dogmatik. Für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg/Basel/Wien 1995, 105 154 (Theol. Anthropologie); 155-223 (Schöpfungslehre).
    • D. Sattler/Th. Schneider, Schöp¬fungslehre, in: Handbuch der Dogmatik, hg. v. Th. Schneider, Bd. 1, Düsseldorf 1992, 120 238.

    Zur Sakramentenlehre:

    • G. Koch, Sakramentenlehre - Das Heil aus den Sakramenten, in: Glaubenszugänge. Lehrbuch der Katholischen Dogmatik, hrsg. v. W. Beinert, Bd. 3, Paderborn u. a. 1995, 307-380.
    • G. L. Müller, Katholische Dogmatik. Für Studium und Praxis der Theologie, Freiburg/Basel/Wien 1995, 627-657.
    •  F.-J. Nocke, Allgemeine Sakramentenlehre, in: Handbuch der Dogmatik, hrsg. v. Th. Schneider, Bd. 2, Düsseldorf 1992, 188-225.
       

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    Theologische Themen begegnen auch im human- oder geisteswissenschaftlichen Studium, z.B. in den Erziehungswissenschaften, der Philosophie oder Geschichte. Häufig ist die Unsicherheit groß, wie mit diesen Fragestellungen umzugehen ist. „Theologie für Greenhorns“ richtet sich an alle, die interessiert, wie Theologie „funktioniert“, welche Themen sie umschließt und wo theologische Fragestellungen außeruniversitär auftreten. Im Sommer 2022 werden Ansätze der systematischen und biblischen Theologie anhand aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen vorgestellt und diskutiert.

    Die Theologie wird schon in biblischen Büchern mit zukünftigen Schreckensszenarien konfrontiert: Die Weltgeschichte verliert sich in einer Abwärtsspirale auf Grund menschlicher Allmachtsfantasien. Im Alten Testament ist das apokalyptische Danielbuch ein Beispiel: An dessen Ende stehen das göttliche Vernichtungsgericht, das Auftreten eines Messias und die Herrschaft des ‚Menschensohns‘, der lange als Beweis für die Messianität Jesu galt. Im neutestamentlichen Buch der Offenbarung wird die als bedrohlich wahrgenommene Welt schließlich abgelöst durch eine neue Welt Gottes, in der es keine Gewalt und kein Leid mehr gibt.

    Auch in der heutigen Zeit beschäftigen Szenarien einer drohenden Katastrophe die Menschheit. Das Ende der Welt begegnet fast alltäglich in den Medien, nicht zuletzt in Filmen wie The Day After Tomorrowoder (auf satirische Weise) in Don’t Look Up. Anknüpfend an Filme des apokalyptischen Genres werden in diesem Seminar theologische Denkmodelle vorgestellt und der Frage nachgegangen, wie in einer Situation der Unsicherheit aus christlicher Perspektive Motive der Hoffnung und Erlösung verhandelt wurden und werden. Außerdem sollen Parallelen sowie Unterschiede zwischen heutigen und den klassischen Dystopien aus biblischen Beispielen herausgearbeitet werden.

    Zeit: Mittwoch 14-16 Uhr

    Ort: Seminarraum 2    (Bibrastraße 14)

    Beginn: 27.04.2022

    Zielgruppe: Studierende speziell aus nicht-theologischen Studiengängen

    Organisatorischer Hinweis: 

    Das Seminar ist interdisziplinär unter Beteiligung der biblischen (Barbara Bargel) und der systematischen Theologie (Ursula Eisl) angelegt.

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    Felix Fleckenstein


     

    Dieser Kurs dient der Vertiefung in der Vorbereitung auf das Staatsexamen. Inhaltich behandelt er die examensrelevanten Themen für die dogmatischen Traktate der Gotteslehre, Christologie, Schöpfungslehre, Eschatologie/Ekklesiologie und Sakramentenlehre.

    Der Kurs orientiert sich an Vorgaben des Kultusministeriums und arbeitet den geforderten Stoff umfassend anhand von Lehrbuch- und Primärliteratur auf. Des Weiteren bietet er Raum zur Klärung offener Fragen und eine Vorbereitung im Hinblick auf potenzielle Prüfungsfragen.


    Der begleitende WueCampus-Kursraum bietet vollumfänglich alle erforderlichen und hilfreichen Materialien für die Vorbereitung auf das systematische Staatsexamen.

    Zeit: Freitags 12-16 Uhr

    Ort:  Seminarraum 4    (Bibrastraße 14)

    Beginn: 29.04.2022

    Organisatorische Hinweise:

    Der erste Termin dient der konkreten Terminfindung in Absprache mit den KursteilnehmerInnen.
    Die Termine der inhaltlichen Sitzungen (5-6 Termine) können vom angegebenen Termin in WueStudy abweichen.

    Zielgruppe:

    Lehramtsstudierende jeder Schulart, die sich in der Vorbereitung auf das Staatsexamen im Bereich der Dogmatik befinden, sowie alle Interessierte, die sich im Bereich der Dogmatik eine Vertiefung und Sicherung ihres Wissenstandes wünschen.

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    Materialien über wuecampus 

    Einschreibeschlüssel: ontologie


    Anna-Tabea Schug

     

     

     

     

     

     

     

     

    Das Tutorium beleuchtet die wichtigsten Aspekte der klassischen dogmatischen Traktate: Schöpfungslehre und Sakramentenlehre. Hierbei werden explizit Inhalte aus der Grundlagenvorlesung erläutert, vertieft und eingeübt.
    Des Weiteren steht die Vorbereitung auf die Klausur am Ende des Semesters im Fokus des Tutoriums.

    Zeit: Montag 10:00-11:00 Uhr

    Beginn: 25.04.2022

    Ort: Seminarraum 2   (Bibrastraße 14)
     

    Zielgruppe:

    Lehramtsstudierende, die an der Vorlesung Grundfragen der Dogmatik II bei Ursula Eisl Mag. theol. teilnehmen.
    Ebenso all jene Studierende, welche die Klausur zur Einführung in die Dogmatik im Sommersemester 2022 nachholen.
     

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