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Deutsch Intern
    Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft

    Sommersemester 2023

    Vorlesung: Die Feier der Eucharistie

    Vorlesung:          01606000

    Termin:               Donnerstag, 20.04.2023, 14.00-16.00 Uhr, Sanderring 2, Hörsaal 318                  

    Dozent:               Prof. Dr. Martin Stuflesser                   

    Inhalt:

    Das II. Vatikanische Konzil bezeichnet die Feier der Eucharistie „Mitte und Höhepunkt des ganzen Lebens der christlichen Gemeinde“ und als „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (vgl. LG, Art. 11; SC, Art. 10; CD, Art. 30). Von Anbeginn der Kirche versammeln sich die frühen Christen zum Lesen in der Heiligen Schrift und zum Brechen des Brotes (LK 24; 1 Kor 11), sie folgen der Weisung: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ und feiern Eucharistie: die große Danksagung für das Heilshandeln Gottes in Jesus Christus (vgl. SC, Art. 5).

    Und bis heute versammeln sich zu keinem anderen Gottesdienst regelmäßig so viele Christen wie zur Feier der heiligen Messe. Deshalb steht die Eucharistie im Zentrum des liturgischen Lebens und verdient alle theologische Aufmerksamkeit und pastorale Sorgfalt.

    Die Vorlesung wird in liturgiehistorischer Perspektive die Grundzüge der geschichtlichen Entwicklung vorstellen, in liturgiesystematischer Perspektive das Zueinander von Sinn- und Feiergestalt der Messe im römischen Ritus erschließen und dabei auch die heutigen pastoralliturgischen Fragen behandeln.

    Literatur:

    - Meyer, Hans-Bernhard. Eucharistie. Geschichte, Theologie, Pastoral. Mit einem Beitrag von    Irmgard Pahl (Gottesdienst der Kirche 4), Regensburg 1989.

    - Meßner, Reinhard. Einführung in die Liturgiewissenschaft. Paderborn 2001, bes. 150-222.

    - Stuflesser, Martin. Eucharistie. Liturgische Feier und theologische Erschließung. Regensburg 2013. 

    - Schneider, Theodor. Zeichen der Nähe Gottes. Grundriss der Sakramententheologie. Mainz 71998, bes. 115-183.


    Vorlesung: Das liturgische Jahr - Feiern im Rhythmus der Zeit

    Vorlesung:       01607000

    Termin/Zeit:     Dienstag, 18.04.2023, 16.00-18.00 Uhr, SR 3

                               Donnerstag, 20.04.2023, 12.00-13.00 Uhr, SR1

    Dozent:             Prof. Dr. Martin Stuflesser (zweistündige Vorlesung)

                               Mag. Theol. Marco Weis (einstündige Vorlesung)            

    Inhalt:

    Das II. Vatikanische Konzil bezeichnet das liturgische Jahr als die Entfaltung des Pascha-Mysteriums im Jahreskreis (vgl. SC, Art. 102). Die Vorlesung erschließt die Theologie und die Struktur des liturgischen Jahres.

    Schwerpunktthema der Hauptvorlesung am Dienstag ist zunächst die Entstehung und Bedeutung des Sonntags als des christlichen Urfeiertages. Die Vorlesung erschließt die Hochfeste und die einzelnen Festkreise.

    Weitere Themen sind der Kalender, die Frage der Heiligenverehrung und die Erschließung unterschiedlicher Festtypen. Aktuelle Themen und Fragestellungen wie das Verhältnis von christlichen Festen und Moderne, etc. bilden einen Ausblick.

    Vertiefungsvorlesung Tagzeitengebet (einstündig):

    Einen oft etwas nebensächlich behandelten aber dennoch konstitutiven Bestandteil der Liturgie der Kirche bildet das Stundengebet. Wie die gesamte Liturgie war auch das Tagzeitengebet, wie es auch genannt wird, einer anhaltenden Veränderung unterworfen und wurde im Zuge Liturgiereform nach dem II. Vatikanischen Konzil neu geordnet. Sein Ziel formuliert die Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium im Art. 84 wie folgt: „Das Stundengebet ist nach alter christlicher Überlieferung so aufgebaut, daß der gesamte Ablauf des Tages und der Nacht durch Gotteslob geweiht wird“.

    Doch was heißt überhaupt „Stundengebet“? Woher kommt es, wie verlief die historische Entwicklung? Welches sind seine Bestandteile, was ist seine Theologie – und wie soll und kann es heute und mit den gegebenen Voraussetzungen gefeiert werden? Mit diesen Fragen wird sich die einstündige Spezialvorlesung befassen.

    Literatur:

    - Auf der Maur, H. Feiern im Rhythmus der Zeit I. Herrenfeste in Woche und Jahr (GdK 5), Regensburg
      1983.

    - Harnoncourt, P./Auf der Maur, H. Feiern im Rhythmus der Zeit III/1. Der Kalender.       Feste und Gedenktage der Heiligen (GdK 6,1), Regensburg 1994.

    - Bieritz, K.H. Das Kirchenjahr, München 1994.

    Spezialvorlesung "Stundengebet":

    - Tagzeiten-Liturgie der Zukunft. Allgemeine Einführung in das Stundengebet (Pastoralliturgische Hilfen 14), hg. v. Deutschen Liturgischen Institut, Trier 1999.

    - Liborius Olaf Lumma, Liturgie im Rhythmus des Tages. Eine kurze Einführung in Geschichte und Praxis des Stundengebets, Regensburg 2011.

    - Martin Klöckener / Heinrich Rennings, Lebendiges Stundengebet. Vertiefung und Hilfe, Freiburg i. B. 1989.


    Seminar: Die Feier der Königskrönunung

    Veranstaltung:       01601000

    Zeit:                          Donnerstag, den 04.05.2023, 18.00-20.00 Uhr, SR 2

                                       Freitag, den 05.05.2023, 14.00-20.00 Uhr, SR 2

                                      Samstag, den 06.05.2023, 9.00-16.00 Uhr, SR 2

    Dozenten:                Prof. Dr. Martin Stuflesser

                                     Mag. Theol. Marco Weis

    Inhalt:

    Die Feier der Königskrönung in heutiger Zeit. Sakrament oder Sakrileg?

    Am. 6. Mai 2023 wird der neue britische König, Charles III., in der Westminster-Abbey durch den Erzbischof von Canterbury die Krone empfangen und zum König gesalbt.  Auch wenn lediglich die Anglikanische Kirche und mit ihr das Vereinigte Königreich als einzige Monarchie Europas die Krönung des Staatsoberhauptes in dieser Weise beibehalten haben, wurden über Jahrhunderte auch katholische Häupter durch die kirchlichen Obrigkeiten gekrönt. Dies wurde mindestens als Sakramentalie, wenn nicht sogar als Sakrament betrachtet.


    Das Seminar gibt somit nicht nur einen Blick über den katholischen Tellerrand hinaus zur anglikanischen Tradition sondern stellt sich den liturgisch-theologischen Fragen zu Krönung von politischen Staatsoberhäuptern in vergangenen aber auch heutigen Zeiten.


    Kult und Kultur

    Veranstaltung:        01603000

    Zeit:                          Montag, den 24.04.2023, 18.00-20.00 Uhr, SR 1

    Dozent:                     Mag. Theol. Marco Weis 

    Inhalt:

    Kirchenbauten prägen das Ortsbild in vielen Teilen der westlichen Hemisphäre. Bis heute üben sie auch auf Personen eine Anziehungskraft aus, die sich selbst als nicht dezidiert religiös bezeichnen würden. Sie sind Teil unserer abendländischen Kultur und dienen, neben dem Gottesdienst, auch kulturellen Veranstaltungen. Sie werden zum Teil des Weltkulturerbes erklärt, sind kunsthistorisch von hohem Interesse und etliche Kirchenbauten scheinen auch in einer säkularer werdenden Gesellschaft um jeden Preis erhaltenswert - selbst wenn ihre ursprüngliche Nutzung nicht mehr gegeben ist. Dabei kommen relativ selten die Fragen danach in den Blick, warum die Kirchen so ausgestattet oder gebaut wurden, wie sie es eben sind. Der Modegeschmack der Zeit ist dafür nur sekundärer Grund. Die Liturgie und ihre Anforderungen sowie die Vorstellung vom Heiligen sind dafür ausschlaggebender gewesen. Die Übung will anhand von Lektüre einschlägiger Literatur sowie der Veranschaulichung durch Beispiele das Wissen aus den Vorlesungen des Fachs Liturgiewissenschaft vertiefen und weitere Einblicke in die nach außen sichtbarste Äußerung des Christentums geben: die Kirchengebäude.
    Diese Übung eignet sich insbesondere als Ergänzung zur Vorlesung „Grundfragen gottesdienstlichen Handelns der Kirche“ (Nr. 01600000) und zur Vorlesung „Das liturgische Jahr – Feiern im Rhythmus der Zeit“ (Nr. 01607000).

    Literatur:

    Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen. Hand­reichung der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz, 25. Oktober 1988 (Die deutschen Bischöfe – Liturgiekommission 9), herausgegeben vom Sek­retariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 62002.
    Missale Romanum. Editio typica tertia 2002. Grundordnung des Römischen Mess­buchs. Vorabpublikation zum Deutschen Messbuch (3. Auflage), herausgegeben vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2007.
    Rudolf Schwarz, Kirchenbau. Welt vor der Schwelle, Heidelberg 1960.
    Adolf Adam, Wo sich Gottes Volk versammelt, Freiburg i. B. / Basel u.a. 1984.
     
    Albert Gerhards / Thomas Sternberg u. a. (Hg.), Communio-Räume. Auf der Suche nach der angemessenen Raumgestalt katholischer Liturgie (Bild – Raum – Feier. Studien zu Kirche und Kunst 2), Regensburg 2003.
    Franz-Heinrich Beyer, Geheiligte Räume. Theologie, Geschichte und Symbolik des Kirchengebäudes, Darmstadt 2008.
    Hans Körner / Jürgen Wiener (Hg.), Liturgie als Bauherr? Moderne Sakralarchitektur und ihre Ausstattung zwischen Funktion und Form, Essen 2010.
    Klemens Richter, Kirchenräume und Kirchenträume. Die Bedeutung des Kirchen­raus für eine lebendige Gemeinde, Freiburg i. B. 1998.