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Deutsch Intern
    Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft

    Wintersemester 2019/20

    Vorlesung: Die Feier der Sakramente (01609000)

    Zeit:                            8.00-10.00 Uhr

    Beginn:                      Mittwoch 23. Oktober 2019, 8.00 Uhr c.t.

    Dozent:                      Prof. Dr. Martin Stuflesser      

    Zielgruppe:                Mag Theol., Lehramts-, Bachelor- und Masterstudierende, GWS

     

    Inhalt:

    Von den Sakramenten der Kirche heißt es in Art. 61 der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium, dass sie Feier des Pascha Mysteriums sind, „des Leidens, des Todes und der Auferstehung Christi, aus dem alle Sakramente und Sakramentalien ihre Kraft ableiten.“ Sie sind, so Art. 59, „hingeordnet auf die Heiligung der Menschen, den Aufbau des Leibes Christi und schließlich auf die Gott geschuldete Verehrung; als Zeichen haben sie auch die Aufgabe der Unterweisung.“ In den als Sakramente bezeichneten liturgischen Vollzügen verdichtet sich demnach die sakramentale Grundstruktur der Kirche.

    Die heutige liturgische Ordnung der Feier der Sakramente ist dabei das Ergebnis eines langen Prozesses, in dem sich die konkrete liturgische Praxis und die theologische Reflexion immer wieder gegenseitig beeinflusst haben. Die Vorlesung fragt, ausgehend vom biblischen Zeugnis und der historischen Entwicklung, nach einer sachgerechten Feier der Sakramente heute. Dabei werden, beginnend mit den Sakramenten der Initiation (Taufe und Firmung) die sakramentlichen Feiern der Buße/Versöhnung, der Krankensalbung, der Ehe und des Ordo behandelt. 

    Im Mittelpunkt stehen historische, liturgisch-pastorale und ökumenisch-theologische Fragestellungen.

     

    Einführende Literatur:

    • Meßner, Reinhard. Einführung in die Liturgiewissenschaft. Paderborn 2001, bes. 59-149, 359-382.
    • Geldhof, Joris / Stuflesser, Martin / Theuer, Andy. „Ein Symbol dessen, was wir sind“. Liturgische Perspektiven zur Frage der Sakramentalität. (Theologie der Liturgie 13). Regensburg 2018.
    • Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Wiedergeboren aus Wasser und Geist. Die Feiern des Christwerdens. (Grundkurs Liturgie, Bd. 2). Regensburg 2004, bes. 92ff.
    • Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Erneuere uns nach dem Bild deines Sohnes. Die Feiern des Taufgedächtnisses, der Umkehr und der Versöhnung. (Grundkurs Liturgie, Bd. 4). Regensburg 2005, 51-90, 111-144.
    • Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Gefährten und Helfer. Liturgische Dienste zwischen Ordination und Beauftragung. (Grundkurs Liturgie, Bd. 5). Regensburg 2005, 9-57.

    Schneider, Theodor. Zeichen der Nähe Gottes. Grundriß der Sakramententheologie. Mainz 71998, bes. 57-114, 184-307.

     

     

     

    Vorlesung: Grundfragen gottesdienstlichen Handelns der Kirche (01600000)

    Zeit:                            16.00-18.00 Uhr

    Beginn:                      Dienstag, 22. Oktober 2019 bis 05. Februar 2020

    Dozent:                      Prof. Dr. Martin Stuflesser

    Zielgruppe:                Lehramtsstudierende und GWS.

     

    Inhalt:

    Es geht um eine anthropologische und theologische Grundlegung des Gottesdienstes: Liturgie im Leben der Gemeinde (u.a. als Quelle des Glaubens, Liturgiewissenschaft im Gesamt der Theologie) - Liturgie als Dialog zwischen Gott und Mensch - Handeln im Zeichen (u.a. Liturgiefähigkeit; Zeichen und/oder Symbol; Sinnenhaftigkeit; Ritusproblem) - menschengerechter Gottesdienst (u.a. Einheit und Vielfalt; Inkulturation; gesellschaftliche Bedeutung von Liturgie), Feiern im Rhythmus der Zeit (Kirchenjahr). 

    Ein Schwerpunkt liegt auf liturgiewissenschaftlichen Themen, die im Religionsunterricht in der Grundschule und in weiterführenden Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) vorkommen. Liturgisches Basiswissen steht hierbei im Mittelpunkt. 

    Die Vorlesung richtet sich damit besonders an Lehramtsstudierende, aber auch an Studierende des Magister Theologiae und Studierende (Bachelor) mit Theologie im Nebenfach. 

     

    Einführende Literatur:

    • Berger, Rupert. Neues Pastoralliturgisches Handlexikon. Freiburg 1999. 
    • Adam, Adolf /Haunerland, Winfried. Grundriss Liturgie. Freiburg 112018.
    • Lengeling, Emil Joseph. Liturgie - Dialog zwischen Gott und Mensch, hg. von K. Richter. Altenberge 21991.  
    • Richter, Klemens. u.a. (Hg.) Gott feiern in nachchristlicher Gesellschaft. Stuttgart 2000. 
    • Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind. Was ist Liturgie? (Grundkurs Liturgie 1). Regensburg 2004.

     

     

     

    Vorlesung: Einführung in Strukturen und Formen gottesdienstlicher Feiern (01604000)

    Zeit:                            10.00-12.00 Uhr

    Beginn:                      Mittwoch, 11.Dezember 2019 bis 05. Februar 2020

    Dozent:                      Prof. Dr. Martin Stuflesser

    Raum:                        Neue Uni 124, Sanderring 2    

    Zielgruppe:               Modularisierter BA (1. bzw. 3. Semester),  Mag. Theol. (1. Semester)
    Die Lehrveranstaltung ist pflichtmäßig für alle Studienanfänger im Studiengang Magister Theologie und im Bachelor vorgesehen.

    Organisatorisches: Diese Veranstaltung ist 1-stündig, findet aber 2-stündig in der 2. Semesterhälfte statt (1. Semesterhälfte: Einführung ins Kirchenrecht).
    Ort: Raum 124, Neue Uni.

     

    Inhalt:

    Die Vorlesung gibt eine Einführung in das Fach Liturgiewissenschaft und seinen Gegenstand: Das gottesdienstliche Handeln der Kirche. Dabei geht es um methodische Fragen ebenso wie um anthropologische und liturgietheologische Grundlagen. Auch wichtige Fachtermini, Quellen und Dokumente werden eingeführt.

     

    Einführende Literatur:

    • Meßner, Reinhard. Einführung in die Liturgiewissenschaft. Paderborn 2001.
    • Stuflesser, Martin/Winter, Stephan. Wo zwei oder drei versammelt sind. Was ist Liturgie?   (Grundkurs Liturgie   Band 1) Regensburg 2004.
    • Adam, Adolf/Haunerland, Winfried. Grundriss Liturgie. Freiburg im Breisgau 2012.

     

     

     

    Seminar: Theologie im wissenschaftlichem Diskurs Kirchenräume - Kirchenträume. Den gottesdienstlichen Raum verstehen und gestalten (01601000)

    Termine:                    Freitag, den 25.10.2019 14.00-16.00 Uhr

                                        Mittwoch, den 08.01/15.01./22.01.2020 18.00-20.00 Uhr

                                        Freitag, den 24.01.2020 14.00-20.00 Uhr

                                        Samstag, den 25.01.2020 9.00-16.00 Uhr              

    Dozent:                      Prof. Dr. Martin Stuflesser, Herr Tobias Weyler, Herr Marco Weis

                

    Inhalt:

    Ab Oktober 2019 zu Beginn des Wintersemesters sollen in der Mutterhauskirche der Erlöserschwestern, in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Fakultätsgebäude „Zobelhof“, an den Sonntagabenden und darüber hinaus regelmäßige Gottesdienste stattfinden, die vom Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft verantwortet und zusammen mit Lehrenden, Studierenden der Fakultät, sowie sonstigen Interessierten aus Stadt und Umland gestaltet werden.
    Die Mutterhauskirche wird so für Studierende wie Lehrende der Fakultät zu einem liturgischen Lehr- und Lern-Raum, in dem gemeinsam gestaltete liturgische Feiern ganz konkret in die gottesdienstliche Praxis umgesetzt werden können. Sie wird zu einem Feier-Raum, in dem der wissenschaftlich bedachte Glaube in den vielfältigen Gestalten der Liturgie gefeiert werden kann.
    Das Hauptseminar widmet sich deshalb dem liturgischen Raum in seiner historischen Entwicklung und seiner theologischen Konzeption und fragt speziell nach seinen Handlungsorten.
    Betritt man eine Kirche, so fallen einem Ambo und Altar als zentrale Orte meist sofort ins Auge. Dabei gehören zu den liturgischen Orten neben dem Ort der Wortverkündigung und dem Altar auch noch der Ort der Vorstehers, mit ihrer jeweiligen Funktion und Bedeutung im Gottesdienst. Hinzu kommen sogenannte Devotionsorte wie der Ort für die Aufbewahrung der Eucharistie, oder Orte für die Verehrung der Heiligen.
    Dies alles zusammen bildet eine Menge an liturgischen Ausstattungsstücken, deren Anordnung im Raum keineswegs beliebig ist. So regeln zum einen liturgische Vorschriften Gestalt, Sinn und Funktion dieser Ausstattungsstücke eines Kirchraums, hinzu kommen aber auch räumliche, gestalterische und ästhetisch-künstlerische Aspekte.
    Die Mutterhauskirche der Erlöserschwestern bietet für dieses Blockseminar den idealen Rahmen: Hier sollen verschiedene Anordnungen und Raumkonzepte nicht nur theoretisch entwickelt, sondern auch praktisch erprobt werden. Dabei geht es um Fragen, wie: Welches ist eine ideale Anordnung von Altar und Ambo in ihrem Zueinander und Gegenüber bei der Feier der Eucharistie? Wo ist der ideale Ort der Wortverkündigung bei einer Wort-Gottes-Feier? Wo steht der Ambo beim Morgen- oder Abendgebet und braucht es hierfür einen Altar, und, wenn ja, wo? Braucht es Funktionsorte für Formen der Anbetung, für Taize-Gebet? Und welches ist die angemessene Gestalt sog. Devotionsorte, die der persönlichen Frömmigkeit dienen.
    In den vorbereitenden Sitzungen werden wir uns das nötige Vorwissen über den liturgischen Raum und seine Handlungsorte gemeinsam erarbeiten. Hierfür konnte auch Bischof. em. Dr. Friedhelm Hofmann als Gastdozent gewonnen werden, der uns Klassiker der modernen Kirchbaus nahe bringen wird. Der Mainzer Diözesanbaumeister Johannes Krämer wird als Gastdozent das Blockseminar mit begleiten. In der Arbeit in Kleingruppen werden wir auf Basis der liturgischen Vorgaben eigene Konzepte für eine jeweils angemessene Raumgestalt der Mutterhauskirche entwickeln, diese dann im Plenum diskutieren und dabei auch verschiedene Gottesdienstformen gestalten und feiern.

     

    Einführende Literatur:

    • Grundordnung für die römische Messfeier. Vorabpublikation zum Deutschen Messbuch (3. Auflage). 12. Juni 2007. (Arbeitshilfen Nr. 215). Hg. vom Sekretariat der DBK. Bonn 2007, bes. S. 126-140.
    • Liturgie und Bild (Arbeitshilfen Nr. 132). Hg. vom Sekretariat der DBK. Bonn 1996.
    • Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen, (Die deutschen Bischöfe 9). Hg. vom Sekretariat der DBK. Bonn 62002.
    • Richter, Klemens. Kirchenräume und Kirchenträume. Die Bedeutung des Kirchenraums für eine lebendige Gemeinde. Freiburg. 2. Aufl. 1999.

     

     

     

    Oberseminar: Wort und Kult, Geheimnis und Kommunikation. - Ökumenische Klassiker der Liturgietheologie (1. PG)

    Termine:                    Donnerstag, den12.12.2019, 16.00-20.00 Uhr        

                                        Freitag, den 13.12.2019, 13.00-19.00 Uhr

                                        Samstag, den 14.12.2019, 9.00-18.00 Uhr

    Dozent:                      Prof. Dr. Martin Stuflesser

    Zielgruppe:                Promovenden und Studierende mit Vertiefung im Fach Liturgiewissenschaft.

     

    Inhalt:

    Was eigentlich geschieht im Gottesdienst? Diese Frage wird immer wieder neu gestellt und äußerst unterschiedlich beantwortet. Zweifellos spielen dabei konfessionelle Differenzen eine Rolle, darüber hinaus aber auch die jeweilige theologische und gesellschaftliche ‚Großwetterlage‘, in die hinein ein liturgietheologischer Entwurf geschrieben wird, das Verhältnis zur liturgischen Tradition sowie eigene theologische und ästhetische Präferenzen der Autoren/innen.
    In einem gemeinsamen Oberseminar – organisiert vom Lehrstuhl für Praktische Theologie in Leipzig (Prof. Dr. Alexander Deeg) und vom Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft in Würzburg (Prof. Dr. Martin Stuflesser) – diskutieren wir ‚Klassiker der Liturgietheologie‘ im ökumenischen Horizont.

     

     

     

    Übung: Auf dem Weg zu einer reflektierten gottesdienstlichen Praxis (01603000)

    Zeit:                            18.00-20.00 Uhr st.

    Beginn:                      Dienstag, den 29.10.2019 bis 28.01.2020

    Dozent:                      Herr Tobias Weyler

     

    Inhalt:

    Liturgische Feiern umfassen eine Fülle einzelner Riten und Elemente: Darunter fallen nicht nur die Handlungen in der Feier, sondern auch zahlreiche andere Aspekte, z.B. der liturgische Raum und seine Ausstattung, die Paramente, der Gesang, stille Momente u.v.m. 

    Durch die Beschäftigung mit einschlägigen Quellen wie liturgischen Texten, den liturgischen Büchern und ihren pastoralen Einführungen möchten wir Fragen der angemessenen, sinnvollen Gestaltung eines Gottesdienstes diskutieren. Auf diese Weise stellt sich zum einen Vertrautheit im Umgang mit liturgischen Büchern ein, zum anderen kommen die Teilnehmer fundierten Überlegungen, welche Feiergestalt und Verwendung von Elementen der Liturgie gerecht werden und welche Weisen der Feier kritisch angefragt werden können.

    Darauf aufbauend sollen die Teilnehmer auch eigenständig Gottesdienstvorlagen entwerfen, die dann gemeinsam besprochen und anhand der genannten Kriterien evaluiert werden.

     

    Literatur:

    • Fendler, Folkert / Binder, Christian (Hg.), Handbuch Gottesdienstqualität, Leipzig 2017.
    • Kaupp, Steffen, Gottesdienst einfach anders: Fit fürs Feiern werden, Stuttgart 2015.
    • Wie heute Gott feiern? Liturgie im 21. Jahrhundert, Freiburg 2013.

     

     

     

    Lektürekurs: Liturgiewissenschaft (01605000)

    Zeit:                            10.00-12.00 Uhr ct.

    Beginn:                      Freitag, den 25.10.2019 bis 31.01.2020

    Dozent:                      Herr Marco Weis, Herr Andy Theuer

     

    Inhalt:

    Was bestimmt das Verhältnis von Liturgie und Bibel? Wo und wie ist die Bibel innerhalb der Liturgie präsent? Inwieweit sind die Texte in der Liturgie – vor allem auch außerhalb des Wortgottesdienstes – biblisch geprägt? Wo trifft man auf direkte Zitate aus der Heiligen Schrift und wo werden biblische Motive rezipiert oder neu arrangiert dargeboten? Und schließlich: Welche liturgietheologischen Erkenntnisse lassen sich aus der liturgisch-biblischen Perspektive gewinnen?
    Diese Fragen sollen anhand von Artikeln und kürzeren Beiträge erarbeitet und vor allem in ihrer Relevanz für die Praxis diskutiert werden.