Prof. Dr. Erich Garhammer

Prof. Dr. Erich Garhammer

Universität Würzburg
Lehrstuhl für Pastoraltheologie
Neubaustraße 11
D-97070 Würzburg

Telefon (09 31) 31 860-10
Telefax (09 31) 31 860-12
E-Mail: e.garhammer@mail.uni-wuerzburg.de

Sprechstunde nach Vereinbarung:

Dienstag, 09.00 - 10.00 Uhr

 

 

Wissenschaftliche Laufbahn

Erich Garhammer studierte in Regensburg Theologie und Germanistik. Nach dem Staatsexamen und dem Diplom begann er seine pastorale Praxis in der Diözese Passau.
1989 folgte die Promotion in Pastoraltheologie an der Universität Regensburg bei Konrad Baumgartner mit einer pastoralgeschichtlichen Studie zum Ultramontanismus des 19. Jahrhundert. 1991 erfolgte die Berufung an die Theologische Fakultät Paderborn auf den Lehrstuhl Pastoraltheologie und Homiletik, im Jahr 2000 an die Universität Würzburg auf den Lehrstuhl für Pastoraltheologie.
Sein besonderer Forschungsschwerpunkt gilt dem Gespräch und der Auseinandersetzung mit der modernen Literatur. In seinen Büchern "Brennender Dornbusch und pfingstliche Feuerzungen. Biblische Spuren in der modernen Literatur" (Paderborn 2003),  "Am Tropf der Worte. Literarisch predigen" (Paderborn 2000), "Zweifel im Dienst der Hoffnung. Theologie und Poesie" (Würzburg 2011) sowie "Literatur im Fluss. Brückenschläge zwischen Poesie und Religion" (Regensburg 2014) beschäftigt er sich mit dem Anregungspotential der Literatur für die Theologie.

 

Schwerpunkte

Die gegenwärtige Pluralisierung der Lebenswelt erfordert eine situativ angemessene, menschenfreundliche praktisch-theologische Interpretations- und Kommunikationsfähigkeit.

Ökonomische und mediale Globalisierungsprozesse verschleiern sowohl den Blick auf lokale und ortskirchliche Zusammenhänge als auch weltweite Solidarisierungsprozesse. Sie lassen Bodenständigkeit als Einwurzelung in die eigene Kultur und Tradition und Begegnungsfähigkeit mit Menschen anderer Kulturen verkümmern und suggerieren eine virtuelle Identität.

Gesellschaftliche und kirchliche Transformationsprozesse lösen tiefgreifende Verunsicherung aus und verlangen nach einem biographienahen, rational verantworteten, aber auch sinnlichen und expressiven Glauben.

Pastoraltheologie und Homiletik sind hier herausgefordert

  • durch Entwicklung von kommunikativer Kompetenz,
  • durch Entfaltung von interkultureller Kompetenz,
  • durch analytische Genauigkeit (z.B. Medien- und Gesellschaftsanalyse),
  • durch optionale Entschiedenheit (gottverwurzelt und menschennah)

kirchliches und pastorales Handeln (unter besonderer Berücksichtigung der Diakonie, der Verkündigung sowie der gemeindlichen Konkretion von Seelsorge) einzuüben und zu reflektieren.

Vor diesem Hintergrund gibt es am Lehrstuhl folgende Lehr- und Forschungsschwerpunkte:

  • Literatur und Theologie
  • Kommunikative Kompetenz in der Predigtausbildung
  • Medienanalyse
  • Tradierungschancen des Glaubens in der modernisierten Moderne
  • Seelsorgekonzepte der Diözesen
  • Tagungen und Kongresse