Am Lehrstuhl für Pastoraltheologie

ist die Stelle der / des wissenschaftlichen Mitarbeiterin / Mitarbeiters neu zu besetzen. Näheres Initiates file downloadHIER:

 

 

 

Prof. Dr. Erich Garhammer,
Professor für Pastoraltheologie

an der Universität Würzburg hielt beim Thematischen Forum anlässlich der Synode im Bistum Trier zwei Workshops zum Thema:

Geschieden – Wiederverheiratet.

Plädoyer für eine lernende Kirche

Walter Kardinal Kasper spricht von einem vertikalen Schisma in der Kirche: Die Kirchenleitung weiß häufig nicht mehr, wie die Gläubigen heute wirklich leben, was ihre Freude und Hoffnung, was ihre Trauer und Ängste sind. In der Frage der geschiedenen Wiederverheirateten wird das beispielhaft manifest. Im Apostolischen Schreiben „Familiaris Consortio“ von 1981 wird betont: ließe man geschiedene Wiederverheiratete zur Eucharistie zu, würde dies bei den Gläubigen Verwirrung hervorrufen. Mittlerweile hat sich dieses Argument in sein Gegenteil verkehrt. Gerade die jetzige Praxis der Kirche ruft Unverständnis und Verwirrung hervor. Sie wird von den Gläubigen größtenteils nicht mehr akzeptiert.

In diesem Forum soll deutlich werden, welche Lösungen in dieser Frage (pastoral)theologisch schon heute möglich und welche Schritte noch nötig sind.

Initiates file downloadWeitere Informationen finden Sie auf dem Flyer

 

Brücken zwischen Poesie und Religion

Literatur im Fluss

"Wir haben wieder Gegenwartsautoren, die an Themen anschließen, die oft religiös und sogar theologisch umschwiegen werden", so die These von Erich Garhammer. Der Professor für Pastoraltheologie an der Universität Würzburg hat renommierte Gegenwartsautoren für die Anthologie: "Literatur im Fluss" gewinnen können. Die Autoren schreiben über Wunder und Wahrheit und das Evangelium, sie bauen "Brücken zwischen Poesie und Religion".

Für den Katholikentag in Regensburg organisierte Professor Garhammer ein umfangreiches Literaturprogramm. Er schrieb deutsche Gegenwartsautoren an, er bat sie um einen unveröffentlichten Text und lud sie nach Regensburg  auf ein Literaturschiff zur Lesung ein. "Wir wollten das Gespräch suchen, denn Autoren haben eine eigene Form der Wirklichkeitswahrnehmung und sie ermöglichen eine Vokabularerweiterung für unser Leben", so die Auffassung  von Garhammer. Er versprach den Autoren, dass es in erster Linie um Literatur gehen sollte: "Da wird nichts amputiert, was für die Kirche kritisch sein könnte".

"Die Basis der Poesie ist die Wahrheitsfrage", ist Garhammer überzeugt: "Hier wird sensibel von der Suche nach Wahrheit erzählt, und sie wird nicht mit Hammerschlägen in die Wand getrieben". In der Theologie werde die Wahrheitssuche manchmal zu holzschnittartig, zu wenig gegenwartssensibel, zu doktrinär betrieben. Obwohl die modernen Autoren keine Bekenntnisautoren seien, finden sich in den persönlichen Texten auch Glaubenszeugnisse. So erzählt Andreas Maier in "Flaschenpost Evangelium", warum das Matthäus-Evangelium zu einem zentralen Text für sein Schreiben geworden ist. Sibylle Lewitscharoff schreibt über den Erzengel Michael, Arnold Stadler über den Psalm 90 oder Petra Morsbach über Gleichnisse.

Ein Interview mit Prof. Garhammer und die Vorstellung des Buches finden sich auf folgendem Link:
http://www.domradio.de/radio/sendungen/autorengespraech/bruecken-zwischen-poesie-und-religion