05.07.2010:
Liturgiereform: Zeitzeugen berichten |
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Zu einem Zeitzeugengespräch hatten die Mitarbeiter des DFG-Forschungsprojekts zur Liturgiereform am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Universität Würzburg am 25. Juni eingeladen. Die Theologen untersuchen im Rahmen des Projekts die Rezeption der Reformimpulse, die das 2. Vatikanische Konzil zur Liturgie gegeben hat. Sie wollen wissen: Wie wurde die Liturgiereform vor Ort konkret umgesetzt? „Besonders interessiert uns, was in den Pfarreien des Bistums Würzburg passiert ist“, erklärt Prof. Dr. Martin Stuflesser, Lehrstuhlinhaber und Leiter des Forschungsprojekts. „Wir fragen uns: Was änderte sich in den Pfarrgottesdiensten? Wie wurden die Kirchenräume angepasst und umgestaltet? Wie entwickelte sich die Sakramentenpraxis, zum Beispiel die Feier der Buße?“, erläutert Stuflesser. Zum Zeitzeugengespräch fand sich eine Reihe von emeritierten Pfarrern ein, die die liturgischen Reformen während und nach dem 2. Vatikanischen Konzil als junge Kapläne miterlebt und –gestaltet haben. Auch ein Kirchenpfleger nahm am Zeitzeugengespräch teil: Er erlebte erste Reformschritte bereits vor dem Konzil als Ministrant in der Kirche eines besonders erneuerungsfreudigen Geistlichen. Die Berichte der Zeitzeugen werden nun von den Theologen historisch ausgewertet. Martin Riß, Mitarbeiter im Forschungsprojekt, berichtet über erste Erkenntnisse. „Im Gespräch wurde deutlich, dass Rezeption nicht bedeutet, dass in den Gemeinden einfach nur Vorgaben ‚von Oben‘ umgesetzt wurden. Vor Ort war man oft schon weiter. Manche Neuerungen der Liturgiereform waren bei ihrer offiziellen Einführung schon längst Teil der alltäglichen Praxis“, so Riß. Weitere Gespräche mit Zeitzeugen sind geplant. |
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