Wissenschaftliche Reihe


Markus Graulich, Matthias Pulte, Thomas Meckel (Hg.), Ius canonicum in communione christifidelium

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 23, Würzburg 2016

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Die Frage des Verhältnisses von II. Vatikanischem Konzil und dem geltenden Kirchenrecht und damit verbunden die Frage nach der Rezeption des II. Vatikanischen Konzils in der geltenden Rechtsordnung, das Verhältnis von Staat und Religion in der Bundesrepublik Deutschland und ihr Religionsrecht sowie zahlreiche weitere theologische Brückenschläge von und zum Kirchenrecht zeichnen nicht nur die Beiträge dieses Bandes aus. Sie zeichnen auch die entscheidenden Weglinien der kirchenrechtlichen und religionsrechtlichen Forschung von Heribert Hallermann nach. Dieser Band ehrt daher den Würzburger Kirchenrechtler Heribert Hallermann zu seinem 65. Geburtstag und hebt in seinem Titel Ius canonicum in communione christifidelium das Hauptanliegen seiner Forschung und seiner Lehre des Kirchenrechts hervor, das Kirchenrecht als hilfreiches pastorales Instrument innerhalb des Volkes Gottes bzw. der communio fidelium auszuweisen. 

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Matthias Ambros, Verwaltungsbeschwerde und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 22, Würzburg 2016

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Anhand eines konkreten Rechtsstreites wird das bestehende System von Verwaltungsbeschwerde und kirchlicher Verwaltungsgerichtsbarkeit auf seine Effizienz hin befragt: Stärken und Schwächen sowie Vorzüge und Grenzen werden dabei aufgezeigt. 1984 versuchte das Bischöfliche Ordinariat Passau unter Verweis auf das II. Vatikanum ein Patronatsrecht abzuschaffen. Aus dieser Verwaltungsentscheidung entstand ein Rechtsstreit zwischen der Diözese und dem Patron, wobei sich der Patron sowohl mit dem Rechtsbehelf der Verwaltungsbeschwerde als auch des Verwaltungsprozesses gegen diese Maßnahme der Verwaltung zur Wehr setzte. 1990 hat die Apostolische Signatur in der Streitsache entschieden. Das betreffende Endurteil wird im Anhang erstmals veröffentlicht.

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Johannes Klösges, Ehenichtigkeitsverfahren bei psychisch bedingten Konsensmängeln

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 21, Würzburg 2015

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Die Eheprozessordnung wird im Spannungsfeld zwischen kanonischem Recht und Psychologie grundlegend diskutiert. 
Angesichts der Zunahme der Ehenichtigkeitsverfahren an deutschen Diözesangerichten mit Streitfragen aus einer der psychischen Eheunfähigkeiten des »Can. 1095 CIC« kommen Fragen an dessen praktischer Anwendung eine hohe Bedeutung zu. Die Auseinandersetzung erfolgt –  unter Berücksichtigung entsprechender Grundlagen aus Psychologie und Psychiatrie –  insbesondere unter Einbeziehung von Rechtsprechung und Praxis der Rota Romana. Diese Studie präsentiert eine wissenschaftliche Auseinandersetzung unter ständiger Rückbindung an konkrete wie praxisrelevante Gesichtspunkte und zeigt, dass der vermeintliche »Gummiparagraph« kein solcher, sondern vielmehr pastorales Instrument der Kirche und wirkliche Chance für die Betroffenen ist.

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Peter Koch, Die Ordenspfarre

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 20, Würzburg 2014

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Ist die Ordenspfarre Hemmschuh auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Seelsorge oder bringt sie einen Mehrwert ein, auf den nur schwerlich zu verzichten ist?
Die aktuellen Strukturveränderungen der deutschsprachigen Diözesen zielen auf eine Modifizierung der Pfarrorganisation ab, die sich besonders in der Zusammenlegung von Pfarreien zeigt. Sind Pfarreien in irgendeiner Form mit einem Ordensinstitut verbunden, kann diese Modifizierung erschwert werden. Eine zeitgemäße Ordenspfarre muss der Pfarrseelsorge eindeutige Priorität zuweisen und darüber hinaus das Proprium des Ordensinstitutes gleichsam als Mehrwert zum Wohl der Gläubigen einbringen.
Damit die Ordenspfarre nicht zum Hemmschuh wird, gilt es, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen und neue Perspektiven zur Förderung der salus animarum zu eröffnen. Diese Arbeit möchte einen kirchenrechtlichen Beitrag dazu leisten, um die Ordenspfarre als zeitgemäße Form der Seelsorge zu erhalten.

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Johannes Fürnkranz, Effizienz der Verwaltung und Rechtsschutz im Verfahren

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 19, Würzburg 2014

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Der Obere im kirchlichen Verwaltungsbeschwerdeverfahren – zwischen Effizienz der Verwaltung und Rechtsschutz im Verfahren.

Can. 1739 CIC/1983 zählt sieben Entscheidungsmöglichkeiten über die Beschwerde auf. Ist der Spielraum des kirchlichen Oberen damit auf sieben mögliche Maßnahmen beschränkt? Handelt es sich um eine bloß beispielhafte Aufzählung, die dem Oberen völlige Handlungsfreiheit lässt? Welche Kriterien und Orientierungslinien sind dem Oberen zur Hand gegeben? Die Untersuchung der ekklesiologischen und rechtstheoretischen Grundlagen der Beschwerde sowie von deren Umsetzung im kirchlichen Verwaltungsrecht (Subsidiaritätsprinzip, Rechtsschutzanliegen, Verfahrensschritte, Redaktion und Exegese der Rechtsnorm, Beispiele aus der Praxis der römischen Kurie usw.) beleuchtet die Entscheidung des hierarchischen Oberen im Gesamtgefüge des kirchlichen Verwaltungsaufbaus – im Spannungsfeld zwischen bestmöglicher Effizienz der Verwaltung und notwendigem Schutz der Rechte der Gläubigen.

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Matthias Pulte, Ansgar Hense (Hg.), Grund und Grenzen staatlicher Religionsförderung

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 17, Würzburg 2014

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Die staatskirchenrechtliche Debatte um das Vermögen der Kirchen konzentriert sich zumeist auf sogenannte Staatsleistungen und Kirchensteuer, während die sonstige staatliche Religionsförderung eher vernachlässigt oder populistisch behandelt wird.
Um diese verengte Perspektive aufzubrechen, will sich der Band mehrperspektivisch dem Feld staatlicher Religionsfördermaßnahmen nähern. Von Bedeutung ist auch die rechtsvergleichende Perspektive, die nicht nur andere Fördermodelle als Vergleichsfolie vorstellen soll, sondern gleichzeitig die Frage danach impliziert, ob und inwieweit den einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nicht Spielräume für eigene Wege verbleiben müssen, um Kirchen und Religionsgemeinschaften zu fördern.

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Susanne Ganster, Religionsverschiedenheit als Ehehindernis

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 16, Würzburg 2013

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Das Ehehindernis der Religionsverschiedenheit entsteht bei Eheschließungen zwischen Katholiken und Ungetauften, die entweder einer anderen oder keiner Religion angehören. Weil die Zahl solcher Eheschließungen zunimmt, gewinnt dieses Ehehindernis zunehmend an Bedeutung. Die kirchenrechtliche Praxis in der Phase der Ehevorbereitung und die pastorale Begleitung religionsverschiedener Ehen bedürfen einer ganz besonderen Aufmerksamkeit.
Die vorliegende Arbeit zeigt die rechtsgeschichtliche Entwicklung des Ehehindernisses Disparitas Cultus seit den Anfängen des Christentums bis zur heutigen kirchenrechtlichen Normierung auf. Dabei wird auch diskutiert, inwieweit die geltende kirchliche Gesetzgebung den theologischen Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils über das Verhältnis der katholischen Kirche zu den anderen Religionen gerecht wird.

Obwohl im CIC/1983 beide unter der Überschrift »Mischehen« normiert werden, müssen die religionsverschiedenen Ehen von den konfessionsverschiedenen Ehen klar unterschieden werden. Zum Wohl der Ehepartner und deren Familien, aber auch zum Wohl der Kirche erfordern beide Fälle eine differenzierte Ehevorbereitung und pastorale Ehebegleitung. Das Ehehindernis der Religionsverschiedenheit entsteht bei Eheschließungen zwischen Katholiken und Ungetauften, die entweder einer anderen oder keiner Religion angehören. Weil die Zahl solcher Eheschließungen auch in Deutschland zunimmt, gewinnt dieses Ehehindernis zunehmend an Bedeutung. 

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Thomas Holzner, Hannes Ludyga (Hg.), Entwicklungstendenzen des Staatskirchen- und Religionsverfassungsrechts

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 15, Würzburg 2013

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Die Aktualität des Staatskirchen- und Religionsverfassungsrechts ist ungebrochen, was interdisziplinäre Diskussionen über Kruzifixe in Klassenzimmern und Gottesbezüge in Verfassungen zeigen. Das Werk versammelt daher Beiträge von Juristen, Theologen und Historikern. Der Schwerpunkt liegt auf aktuellen Themen wie dem Staatskirchen- und Religionsverfassungsrecht im Föderalismus und auf europäischer Ebene. Zudem werden Fragen des 19. und 20. Jahrhunderts behandelt. Abgerundet wird das Werk durch biographische Bei-träge zu namhaften Staatskirchenrechtlern.

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Thomas Meckel, Religionsunterricht im Recht

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 14, Würzburg 2011

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Ist der konfessionelle Religionsunterricht an öffentlichen Schulen noch zeitgemäß oder ein Privileg der Kirchen im religionsneutralen Staat?
Ist es in einer immer pluraler werdenden Gesellschaft notwendig, eine staatlich verantwortete Religionskunde für alle einzuführen oder gerade im konfessionell gebundenen Religionsunterricht ein wirksames Mittel zur Verwirklichung der positiven Religionsfreiheit zu sehen? Welche rechtlichen Spielräume gibt es für einen Religionsunterricht, der ökumenischen Belangen Rechnung trägt? Leistet der Ethikunterricht nur Ersatzdienst für Schüler, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben?
Diese Arbeit bietet aus kirchenrechtlicher und staatskirchenrechtlicher Perspektive Argumente zur Gestalt und Begründung eines schulischen Religionsunterrichts, der an der Zeit ist.

Heribert Hallermann, Katholische Theologie im Bologna-Prozess

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 13, Würzburg 2011

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Der Bologna-Prozess ist auch bei Verantwortlichen für theologische Studiengänge auf eher verhaltene Begeisterung gestoßen: Umstrukturierungen beanspruchen personelle und finanzielle Ressourcen und Informationsdefizite verunsichern und führen zu Fehlentwicklungen. Der Reader will deshalb vor allem informieren.

In vier Hauptteilen werden die Informationen zusammengestellt: Zuerst werden grundlegende Dokumente zum kirchlichen Hochschulrecht sowie zum Verfassungs- und Staatskirchenrecht in Deutschland versammelt. Im zweiten Teil werden Basisdokumente zum Bologna-Prozess präsentiert. Der dritte Teil betrachtet die Aktivitäten des Apostolischen Stuhls im Bologna-Prozess. Der vierte Teil ist der Umsetzung im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz gewidmet. Als methodische Hilfen werden zur Verfügung gestellt: Die Einleitungen zu den einzelnen Teilen, ein Glossar zu zentralen Begriffen des Bologna-Prozesses, ein ausführlicher Wortindex sowie Verweise auf weiterführende Literatur und Links.

Sabrina Pfannkuche, Papst und Bischofskollegium ...

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 12, Würzburg 2011

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Wer verfügt über die höchste Vollmacht in der katholischen Kirche? Oft wird auf den Papst verwiesen und dabei übersehen, dass der Papst als Nachfolger des Petrus und die Bischöfe, als Nachfolger der Apostel, im Bischofskollegium vereint sind und gemeinsam Träger der höchsten Vollmacht sind.
Inwieweit und in welchen Handlungsformen übt diese Körperschaft ihre Vollmacht aus? Wie stellt sich das Verhältnis von Papst und Bischöfen dar? Sind die Bischöfe nur Stellvertreter des Papstes oder leiten sie ihre Diözesen mit eigener Vollmacht? Warum kann sich der Papst bestimmte Angelegenheiten auch in einzelnen Diözesen vorbehalten? Hat die Verhältnisbestimmung von Papst und Bischöfen seit dem Ersten Vatikanischen Konzil einen Wandel erfahren?
Antworten auf diese Fragen bietet diese systematische Untersuchung der Quellen.

Heribert Hallermann, Ratlos - oder gut beraten?

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 11, Würzburg 2010

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»Wird in der Kirche nur noch geraten und nicht mehr geleitet?« Die Vielzahl von Räten und Beratungsgremien in einer Diözese ist weder ein Garant für qualitätsvolle Beratung des Diözesanbischofs noch wird dadurch eine wirkliche Mitverantwortung der Gläubigen sichergestellt.

Das Problem der »vielen Räte« ist beinahe sprichwörtlich geworden. Manche sehen durch die vielen Beratungsgremien die Autorität der bischöflichen Leitung beeinträchtigt, aber auch Bischöfe empfinden die Vielzahl der Ratsgremien oft eher als Last denn als Hilfe. Ein theologisch begründetes Konzept von Beratung in der Kirche fehlt bislang. Durch die mangelnde Kompetenzabgrenzung verliert der Rat der einzelnen Räte an Wert und wird austauschbar.

Die Suche nach einer Lösung dieses Problems muss über die jeweilige diözesane Praxis hinausgreifen; sie kann nicht nach rein pragmatischen Gesichtspunkten vorgehen, sondern muss theologisch und rechtlich begründet sein. Es geht darum, die Reformanliegen des II. Vatikanischen Konzils aufzugreifen und ihnen Geltung zu verschaffen.

Ilona Riedel-Spangenberger, Die Sakramente der Initiation ...

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 10, Würzburg 2009

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Mit der Erstveröffentlichung ihrer Dissertation wird posthum eine große Kirchenrechtlerin gewürdigt.
Ganz in der Perspektive der von der Apostolischen Konstitution »Sacrae Disciplinae Leges« normativ vorgegebenen Kirchenrechtshermeneutik und fern von jedem rechtspositivistischen Ansatz geht die Verfasserin der theologischen Grundlegung der drei Initiationssakramente namentlich in den Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils nach und untersucht die rechtliche Umsetzung dieser Vorgaben in der nachkonziliaren sowie in der kodikarischen Gesetzgebung von 1983.

Die Autorin:

Ilona Riedel-Spangenberger, Prof. Dr. theol, Dr. iur. can., † 16. Juli 2007, Professorin für Kirchenrecht und Staats-kirchen-recht an der Universität Mainz.

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Markus Graulich/Andrea Farina, Familie hat Rechte

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 9, erscheint voraussichtlich 2012

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Am 22. Oktober 1983 veröffentlichte der Heilige Stuhl seine Charta der Familienrechte, um gegenüber den Verantwortungsträgern der Politik sowie vor dem Forum der Öffentlichkeit die Rechte zusammenzufassen, die der Familie als Keimzelle von Kirche und Gesellschaft zukommen. Diese Rechte, zu denen nicht nur das Recht auf Leben und Erziehung, sondern auch das Recht auf Förderung der Familie und ihre Beteiligung an der Gestaltung der politischen und sozialen Umwelt gehört, sind 25 Jahre nach Veröffentlichung der Charta aktueller, aber auch umstrittener denn je.

Die Autoren legen in diesem Werk einen umfassenden Kommentar zur Charta der Familienrechte vor, zeigen ihre Ursprünge und ihre Verwurzelung in der Soziallehre und im Recht der Kirche auf und gehen zugleich auf die aktuellen Fragestellungen im Zusammenhang mit den Rechten der Familie und den Einsatz der Kirche für die Sicherstellung dieser Rechte ein. Ein Blick auf die Verankerung der Familienrechte im Internationalen Recht rundet den Band ab.

Lluís Martínez Sistach, Die Vereine von Gläubigen

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 8, Würzburg 2008

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Die Bedeutung von Vereinen in der Kirche nimmt beständig zu; sie bewegen sich in einem Raum der Autonomie und sind zugleich ein Zeichen der Gemeinschaft und der Einheit der Kirche. Dementsprechend ist eine terminologisch präzise Darlegung des für sie geltenden kanonischen Rechts erforderlich. Ausgehend von den theologischen Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils stellt Lluís Kardinal Martínez Sistach, einer der international renommiertesten Kirchenrechtler, das Vereinsrecht der Kirche und die Kriterien für den kirchlichen Charakter der Vereine vor und lädt so zu einer rechtskonformen Praxis im Umgang mit kirchlichen Vereinen und Verbänden ein.

Zwei Anhänge – Statuten und die Canones des Codex über die kirchenrechtlichen Vereine – komplettieren das Werk, das in Spanien bereits seine fünfte Auflage erlebt.

Heribert Hallermann, Direktorium für den Hirtendienst der Bischöfe

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 7, Würzburg 2006

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Das II. Vat. Konzil hat den Dienst der Bischöfe als "Hirtendienst" charakterisiert. Das verweist auf das biblische Bild von Jesus, dem Guten Hirten, der durch die Bischöfe in besonderer Weise repräsentiert werden soll. Zudem wird in dieser Bezeichnung die komplexe und vielfältige Aufgabe der Bischöfe gebündelt: Sie müssen in umfassendem Sinn die Aufgabenbereiche der Verkündigung, Heiligung und Leitung für alle Gläubigen verwirklichen, die ihrer Sorge anvertraut sind. Die 10. Ordentliche Vollversammlung der Bischofssynode 2001 hat sich mit dem Dienst der Bischöfe befasst. Johannes Paul II. hat in dem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben "Pastores Gregis" von 2003 wesentliche Ergebnisse dieser Bischofssynode zusammengefasst. Das Direktorium für den Hirtendienst der Bischöfe versucht, der praktischen Seite des bischöflichen Dienstes gerecht zu werden, und fasst die geltenden kirchlichen Normen und Vorgaben für diesen Dienst zusammen. Das Direktorium ist 2004 in italienischer Sprache erschienen. Die vorliegende deutsche Übersetzung wurde von der Bischofskongregation autorisiert und macht das Dokument für den deutschen Sprachbereich leichter zugänglich. Neben dem Text enthält das Buch einen in Fußnoten gesetzten weiterführenden Kommentar, der einzelne Anweisungen vor dem Hintergrund des geltenden Kirchenrechts erläutert. Das ausführliche Sachregister hilft, den umfangreichen Text zu erschließen.

Markus Graulich, Unterwegs zu einer Theologie des Kirchenrechts

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 6, Würzburg 2006

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Für Theologie und Kirchenrecht ist das Zweite Vatikanische Kon-zil der entscheidende Bezugspunkt. Seine Ekklesiologie ist der Maßstab für das Recht der Kirche, das die Vorgaben des Konzils in konkrete Normen zu übersetzen hat. Die Bestimmung des Verhältnisses von Kirchenrecht und Theologie wird dadurch genauso unerläßlich wie eine theologische Fundierung des Kirchenrechts, die den Vorgaben des Konzils gerecht wird. Die vorliegende Veröffentlichung entfaltet vor dem Hintergrund des vom Münchner Fundamentaltheologen Gottlieb Söhngen (1892-1971) in nuce vorgelegte Entwurfs einer Begründung des Rechts in der Kirche Elemente einer Fundamentalen Theologie des Kirchenrechts, die sich dieser Herausforderung stellt. Söhngens Ansatz wird dabei im Kontext seiner Theologie und der bisher vorgelegten Begründungen des Rechts in der Kirche betrachtet. Eine Einladung zum Dialog und zum Aufbau einer Rechtskultur in der Kirche.

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Georg Fischer, Finanzierung der kirchlichen Sendung

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 5, Würzburg

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Kirche und Geld - wenige Themen werden auch außerhalb der katholischen Kirche so breit diskutiert wie das ihrer Finanzierung. Gefordert wird häufig ein "ideales" System zur Finanzierung der kirchlichen Sendung, alternativ zu unserem gegenwärtigen Kirchensteuersystem. Erwähnt wird dabei immer wieder das Beitrags- und Spendensystem in den USA.
Ausgehend vom übergeordneten kirchlichen Vermögensrecht des CIC werden beide Systeme, das deutsche und das amerikanische, aus historischer, staatlichrechtlicher und pastoraler Sicht dargestellt und dann aus kirchenrechtlicher Sicht bewertet. Das Recht der katholischen Kirche, eigenes Vermögen zu erwerben, zu besitzen, zu verwalten und zu veräußern, ergibt sich danach aus ihrer eigenen Sendung, die keine innerweltliche Größe für sie wahrnehmen kann. Staatliche Unterstützung bei ihrer Finanzierung darf daher immer nur Hilfe, nicht Ersatz für die Mitarbeit aller Gläubigen sein. Beitragszahlungen sind mithin Ausdruck ihrer Berufung und nicht analog zu staatlichen Steuern zu sehen. Das in den USA entwickelte Konzept der "stewardship", einer umfassenden Dienstbereitschaft aller Gläubigen - hier erstmalig in Deutschland vorgestellt - könnte also ein rechtlich und wirtschaftlich, pastoral und ekklesiologisch tragfähiges System zur Ergänzung des gegenwärtigen Kirchensteuersystems sein.

Heribert Hallermann, Pfarrei und pfarrliche Seelsorge

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 4, Würzburg 2004

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In einer Zeit, da in deutschen Bistümern Pfarreien aus finanziellen Gründen und wegen des zunehmenden Priestermangels zusammengelegt werden, unterliegt das Rechtsinstitut der Pfarrei mannigfaltigen Veränderungen. Ein solch umfassendes Handbuch - geschrieben für alle, die in der kirchlichen Verwaltung tätig sind, vom Bischof bis zum Gemeindepfarrer und zum Diakon - füllt für den deutschsprachigen Raum eine seit Erscheinen des CIC schmerzlich empfundene Lücke. Die Pfarrei als rechtliche Organisationsform besteht seit weniger als tausend Jahren, recht eigentlich erst seit dem Konzil von Trient. Das II. Vatikanische Konzil hat auf der Grundlage seiner Communio-Ekklesiologie die pfarrliche Hirtensorge theologisch neu beschrieben. Das geltende CIC hat die rechtlichen Konturen der Pfarrei vor diesem Hintergrund neu gezeichnet und bestimmt sie als Gemeinschaft von Gläubigen, die in partnerschaftlichem Zusammenwirken mit dem Pfarrer als ihrem Hirten sowie mit den übrigen pastoralen Diensten beitragen zur Verwirklichung der pfarrlichen Hirtensorge. Dieses Handbuch zeichnet zunächst die rechtsgeschichtliche Entwicklung der Pfarrei von ihren ersten Anfängen bis hin zu den entscheidenden Reformimpulsen des II. Vatikanischen Konzils nach. Das zweite Kapitel wendet sich den Rechtsbestimmungen über die Pfarrei im geltenden Recht zu. Das dritte Kapitel erörtert die Normen über den Dienst des Pfarrers und das vierte Kapitel widmet sich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pfarrers sowie den pfarrlichen Gremien der Mitverantwortung. Ein abschließender Ausblick geht der Frage nach, wie sich das Rechtsinstitut der Pfarrei in einer Zeit des zunehmenden Priestermangels verändern muss.

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Stephan Schwarz, Strukturen von Öffentlichkeit im Handeln ...

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 3, Würzburg 2004

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Der sozial- und rechtswissenschaftliche Begriff der Öffentlichkeit, der heute in vielen unterschiedlichen Kontexten gesellschaftlicher Kommunikation eine bedeutende Rolle spielt, hat auch in den kirchlichen Sprachgebrauch Eingang gefunden. Die Kirche ist zusehends darum bemüht, sowohl mit ihrer Botschaft als auch als gesellschaftliche Institution ihren Platz in der Öffentlichkeit zu behaupten und nicht in eine vermeintlich reine Privatsphäre abgedrängt zu werden. Dieser Arbeit geht es um die Erörterung der juristisch relevanten Bedeutung von Öffentlichkeit und die präzise Erfassung dieses Begriffs im Verfassungsrecht der katholischen Kirche. Sie untersucht zunächst die vielfältigen Dimensionen des modernen Öffentlichkeitsbegriffs und analysiert aus rechtshistorischer Perspektive, wie dieser Begriff Eingang in das kirchliche Recht gefunden hat. Danach weist sie die Grundlagen des öffentlichen Wirkens der Kirche in der Theologie des II. Vaticanums auf und erörtert Ausgestaltung und Umsetzung des politisch-sozialen Öffentlichkeitsauftrags der Kirche. Vor diesem Hintergrund wird dann das Verständnis von Öffentlichkeit in den Rechtsbestimmungen des CIC von 1983 analysiert und im Sinne eines Handelns im Namen Jesu Christi und/oder im Namen der Kirche charakterisiert, das vom bloß privaten Handeln der Gläubigen unterschieden ist und entsprechend dem spezifischen Apostolat der jeweiligen Träger der kirchlichen Sendung detailliert strukturiert werden kann.

Gisela Drossbach, Christliche caritas als Rechtsinstitut

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 2, Würzburg 2005

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Dass sich im Mittelalter zahlreiche religiöse Gemeinschaften mit verschiedenen spirituellen Leitideen formierten, ist einerseits ein kirchen- und speziell ordensgeschichtliches Phänomen. Andererseits entstanden im Zuge dieser Entwicklung Institutionen eigener Art, die gerade auch unter rechtshistorischen und organisationsstrukturellen Aspekten zu vielschichtigen Fragestellungen Anlass geben. Untersucht wird dieses Phänomen hier am Beispiel des Heilig-Geist-Ordens, dessen Mutterhaus das Hospital von Santo Spirito in Sassia in Rom ist. Der Heilig-Geist-Orden - Hospital und Orden zugleich - war, von Papst Innozenz 1198 gegründet, ein Werk päpstlicher caritas. Auf diese spirituelle Leitidee waren die Ideale des Ordens zentral bezogen. Die Untersuchung dieser Einrichtung und ihres Selbstverständnisses erfolgt nicht chronologisch, sondern gemäß ihren besonderen institutionellen Elementen. Im Blick stehen dabei die Ordensgründung, die Entstehung der Ordensregeln, die Organisationsstruktur und die Verbreitung des Ordens im Kirchenstaat und im Königreich Sizilien sowie seine Ausstrahlung in den europäischen Raum. Dabei werden auch Vergleiche mit den Strukturen der großen Ritterorden (z. B. den Johannitern) gezogen. Schließlich wird das Hospital von Santo Spirito als bedeutender Wirtschaftsfaktor betrachtet sowie als Spielball päpstlicher Macht- und Territorialpolitik. Als Appendix folgt die kritische Edition der Ordensregel.

Norbert Witsch, Synodalität auf Ebene der Diözese

Kirchen- und Staatskirchenrecht, Bd. 1, Würzburg 2004

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In der Auseinandersetzung mit den Demokratisierungsforderungen nach dem Zweiten Vatikanum haben gerade kirchenrechtliche Überlegungen gezeigt, dass demokratische Ordnungsprinzipien nicht einfach auf die Kirche übertragen werden können, ohne Gefahr zu laufen, die Kirche sich selbst zu entfremden. Dagegen bietet eine Besinnung auf die durch die Kirche selbst entwickelten Formen und Strukturen von Synodalität die Möglichkeit, den in der Demokratisierungsforderung sich artikulierenden Anliegen in einer dem Wesen der Kirche gemäßeren Weise zu begegnen. Diese Arbeit untersucht derartige Formen und Strukturen von Synodalität speziell für den Bereich der Diözese. Genauerhin fragt sie danach, welche synodalen Rechtsinstitute der universalkirchliche Gesetzgeber für den Bereich der Diözese vorgesehen hat und welches Verständnis von Synodalität sich darin ausprägt. Im Mittelpunkt des Interesses stehen neben der Diözesansynode die verschiedenen diözesanen Räte, deren Aufgabe es ist, den Bischof in unterschiedlicher Weise bei der Leitung der Diözese beratend zu unterstützen. Die Analyse des Codex Iuris Canonici von 1983 wird des weiteren bezüglich der einschlägigen Bestimmungen mit dem Codex Iuris Canonici von 1917 sowie mit den Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils und der nachkonziliaren Rechtsentwicklung verglichen. Synodalität auf Ebene der Diözese erscheint in dieser Perspektive als eine für die Kirche spezifische wie auch unaufgebbare Weise, in der Bischof und Gläubige ihre je eigene und unverwechselbare Verantwortung für die Kirche in Gestalt eines strukturierten Zusammenwirkens gemeinsam wahrzunehmen haben.