Neuerscheinung

Bernhard Heininger (Hg.): Mächtige Bilder. Zeit- und Wirkungsgeschichte der Johannesoffenbarung (SBS 225), Stuttgart 2011.

Die Offenbarung des Johannes gilt mit gutem Grund als Buch mit sieben Siegeln. Ihre rätselhafte Bilderwelt kommt aber nicht von ungefähr. Vielmehr spiegelt sie auf verblüffende Weise die Situation der christlichen Gemeinden Kleinasiens am Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. wider: Auf der einen Seite waren die Kämpfe um den richtigen Weg, die entlang der Frontlinien Judenchristentum vs. Heidenchristentum geführt wurden, noch nicht ausgestanden, auf der anderen Seite erwuchs im Kaiserkult eine Herausforderung, welche die schwierige Grenzziehung zwischen "bürgerlichem Christentum" und "prophetischer Kirche" ernsthaft auf die Probe stellte.

Hier setzen die Beiträge des vorliegenden Bandes an, die auf ein Symposion zur Johannesoffenbarung im Rahmen des Würzburger Apokalypse-Projekts 2010 zurückgehen.

Mit Beiträgen von O. Böcher, M. Ebner, H. Giesen, A. Hammes, B. Heininger, K. Huber und K. Müller.

Prof. Heininger ist neuer Herausgeber der Reihe "Neutestamentliche Abhandlungen"

Prof. Dr. Bernhard Heininger ist zusammen mit Prof. Dr. Martin Ebner (Münster) Herausgeber der Reihe "Neutestamentliche Abhandlungen" im Aschendorff-Verlag Münster.

 

Würzburger Neutestamentler im Denkwerk-Programm der Robert Bosch-Stiftung-

Der Lehrstuhl für Neutestamentliche Exegese warb erfolgreich Drittmittel bei der Robert-Bosch-Stiftung ein. Deren Programm „Denkwerk: Schüler, Lehrer und Geisteswissenschaftler vernetzen sich“ ermöglicht den Schülern Einblicke in die aktuelle Forschung und beschleunigt so den Wissenstransfer von der Universität zur Schule. Mit der „Exegesewerkstatt: Neutestamentliche Apokryphen“ setzte sich der Lehrstuhl für Neutestamentliche Exegese gegen ein bundesweites, breites Bewerberfeld aus allen geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern durch. Das Projekt stellt weithin unbekannte Texte aus der Frühzeit des Christentums in den Mittelpunkt, die nicht in den Kanon des Neuen Testaments eingegangen sind. Diese Schriften wurden zum Teil erst im letzten Jahrhundert wieder entdeckt (Thomas-, Judasevangelium oder Evangelium der Maria) und sind gerade für die Geschichte des frühen Christentums von eminenter Bedeutung.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Matthias-Grünewald-, Riemenschneider- und Wirsberg-Gymnasium in Würzburg und dem Ohm-Gymnasium in Erlangen durchgeführt. Eingebunden ist auch das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Würzburg.

 

Neuerscheinung

Bernhard Heininger: Die Inkulturation des Christentums. Aufsätze und Studien zum Neuen Testament und seiner Umwelt (WUNT 255), Tübingen 2010.
Die im vorliegenden Band versammelten Aufsätze und Studien beschäftigen sich mit der Frage, wie sich das frühe Christentum in die es umgebende Umwelt „inkulturierte“. Zentrale Themen des Bandes sind die Grundlagen dieser Inkulturation, unter anderem die Rückfrage nach dem historischen Jesus, und die Auseinandersetzung mit Paulus und seiner Umwelt. Dabei wird der Kaiserkult als eine der maßgeblichen Folien für die Interpretation neutestamentlicher Schriften ebenso thematisiert wie die allmähliche Ausbildung von Riten und Ritualen, deren Reinterpretation in der beginnenden Gnosis und die Debatte um Status und Rolle der Geschlechter im frühen Christentum. Zusammengenommen entsteht so ein Panorama religionsgeschichtlichen Arbeitens am Neuen Testament, wie es für den Autor und sein Verständnis von Exegese charakteristisch ist.

 

Stellenausschreibung zum WS 2009/10

Griechisch-Tutor am Lehrstuhl für Neutestamentliche Exegese

Der Lehrstuhl für Neutestamentliche Exegese sucht zum Wintersemester 2009/10 eine(n) studentische(n) Tutor(in) für ein neutestamentliches Griechisch-Tutorium. Das Tutorium ist eine Semesterveranstaltung, die die Lesefähigkeit griechischer Texte ausbaut, das Gespür für die Sprache und die Übersetzungsroutine der Studierenden vertieft (Grammatik, Satzbau).

Voraussetzung für die Tutor-Stelle ist sprachliche und methodische Kompetenz sowie das Graecum bzw. entsprechende Griechisch-Kenntnisse.

Wir erbitten Ihre formlose, schriftliche Bewerbung (per E-Mail) bis 01.08.2009 an:

Prof. Dr. Bernhard Heininger, Sanderring 2, 97070 Würzburg, Telefon: 0931 31-82251

bernhard.heininger@mail.uni-wuerzburg.de