Prof. Dr. Theodor Seidl

01 050 Vorlesung: Die Thronfolge Davids und das Königtum in Israel und Juda.

Zeit:

Dienstags, 11.00-13.00 Uhr, 2-std.

Ort:

HS 127

Beginn:

17.10.2006

Zielgruppe:

Diplomstudiengang und Lehramt verteift (geeignet für ausländische Priester im Dienst der Diözese)

Zum Thema:

Die Vorlesung widmet sich dem Erzählzyklus 2 Sam 7 - 1 Kön 2, der die Wirren um die Nachfolge Davids schildert und ein Meisterstück althebräischer Erzählkunst darstellt. Im Vordergrund des Interesses werden die Erzählungen von David und Batseba stehen: 2 Sam 11 und 12; 2 Kön 1 und 2 sowie die Empörung Abschaloms gegen David (2 Sam 15-18). Dazu sollen auch allgemeine Aspekte des Königtums in Israel und Juda behandelt werden.

 

Literatur:

  • STOLZ, F., Das erste und zweite Buch Samuel, ZBK 9, Zürich 1981.
  • STOEBE, H.J., Das zweite Buch Samuelis, KAT 8,2, Gütersloh 1994.
  • McCARTER, K., II Samuel, Anc-B 9, New York 1984.
  • HÄUSL, M., Abischag und Batscheba. Frauen am Königshof und die Thronfolge Davids im Zeugnis der Texte 1 Kön 1 und 2, ATS 41, St. Ottilien 1993.
  • NIEMANN, H.M., Herrschaft, Königtum und Staat, FAT 6, Tübingen 1993.
  • DIETRICH, W., - NAUMANN, T., Die Samuelbücher, EdF 287, Darmstadt 1995.
  • DIETRICH, W., Die frühe Königszeit in Israel. 10. Jahrhundert v. Chr., BE 3, Stuttgart 1997.
  • MÜLLNER, I., Gewalt im Hause Davids, HBS 13, Freiburg 1997.
  • PURY, A. de., - RÖMER, Th. (Hg.), Die sogenannte Thronfolgegeschichte Davids. Neue Einsichten und Anfragen, OBO 176, Fribourg 2000.
  • NAUMANN, Th., David als Spiegel und Gleichnis. Ein Versuch zu den Wirkweisen alttestamentlichen Geschichtserzählungen am Beispiel von 2 Sam 11f., in: LUX, R. (Hg.), Erzählte Geschichte, BSt 40, Neukrichen 2000, 29-51.

01 051 Vorlesung: Totenkult und Jenseitsvorstellungen im Alten Israel

Zeit:

Montags, 10.00-11.00 Uhr, 1-std.

Ort:

HS 127

Beginn:

16.10.2006

Zielgruppe:

Für alle theologischen Studiengänge, Überblicksvorlesung (geeignet für ausländische Priester im Dienst der Diözese)

Zum Thema:

Neue archäologische Funde und Texte außerhalb des AT haben das hartnäckige Cliché aufgebrochen, die Religion des Alten Israel sei rein diesseitig und kenne keinen Jenseitsglauben. Doch Materialfunde und Texte bezeugen ausgeprägte Jenseitsvorstellungen, einen Toten- und Ahnenkult auch für Israel. In der alttestamentlichen Prophetie und in bestimmten Psalmen finden sich sogar die Anfänge des Glaubens an die Rettung aus dem Tod, an die jenseitige Vergeltung und die Auferstehung.

Die Vorlesung wird die Zeugnisse für den Toten- und Ahnenkult im Alten Israel diskutieren, das Phänomen der Nekromantie erläutern, ebenso die Vorstellungen von der Entrückung und die Anfänge des Auferstehungsglaubens an Texten erarbeiten.

 

Literatur:

  • FISCHER, A.A., Tod und Jenseits im Alten Orient und Alten Testament, Neukirchen 2005.
  • GÖRG, M., Ein Haus im Totenreich. Jenseitsvorstellungen in Israel und Ägypten, Düsseldorf 1998.
  • KITTEL, G., Befreit aus dem Rachen des Todes. Tod und Todesüberwindung im AT und NT, Göttingen 1999.
  • TROPPER, J., Nekromantie. Totenbefragung im Alten Orient und im AT, AOAT 223, Neukirchen 1989.
  • BIBEL und KIRCHE 61,1 (2006): Themaheft "Jenseitvorstellungen im AT"

01070 Hauptseminar: Die Josefsgeschichte (Gen 37-50). Interpretation - Komposition - Rezeption (zusammen mit Prof. Dr. Rechenmacher, Biblische Einleitung)

Zeit:

Dienstags, 16.30-18.00 Uhr, 2-std.

Ort:

Zimmer 227

Beginn:

17.10.2006

Zielgruppe:

Vor allem für Studierende Lehramt vertieft

Arbeitsweise:

Kurzreferate, Gruppenarbeit, Diskussion

Zum Thema:

Die Josefsgeschichte gehört mit den Davidtraditionen zu den Erzählzyklen des Alten Testaments, die durch ihre geschlossene Komposition bestechen. Sie hat im Jakobssohn Josef eine Zentralgestalt, die das Ideal eines weisen Menschen in Israel verkörpert: Planvolles, kluges Handeln in Leben und Politik zeichnet ihn aus, dazu Vertrauen auf eine verborgene göttliche Ordnung des Lebens. Bemerkenswert im Kontext der folgenden Exodusgeschichte ist die ägyptenfreundliche Tendenz der Josefsgeschichte.

Das Hauptseminar wird zunächst Aufbau und Erzählformen der biblischen Josefsgeschichte erarbeiten und dann besonders auf die Wirkungsgeschichte der Josefsgestalt eingehen, wie sie sich in der frühjüdischen Haggada, im Koran, sodann in der deutschen Literatur (z.B. Thomas Mann, "Joseph und seine Brüder"), auch in Lyrik und Musik präsentiert.

Literatur:

  • SEEBASS, H., Genesis III. Josephsgeschichte (Gen 37,1-50,26), Neukirchen 2000.
  • SCHWEIZER, H., Die Josefsgeschichte, 3 Bände, Tübingen 1991-1995.
  • SCHWEIZER, H., Art. "Josefsgeschichte", in: NBL II, Zürich 1995, 388f. (Lit.).
  • WESTERMANN, C., Genesis 37-50, BK I/3, Neukirchen 1982.
  • MÜLLER, H.-P., Die weisheitliche Lehrerzählung im Alten Testament und seiner Umwelt. Die Welt des Orients IX (1977/78) 76-98.

01 059 Sprachwissenschaftliche Übung: Hebräische Lektüre IA und IB: Die Sintfluterzählung: Gen 6,5-8,21

Zeit:

IA: Montags, 13.00-14.00 Uhr, 1-std.
IB: Montags, 14.00-15.00 Uhr, 1-std.

Ort:

IA: Zimmer 226
IB: Zimmer 227

Beginn:

16.10.2006

Zielgruppe:

Absolventinnen und Absolventen unserer Hebräischkurse. Die Übung ist die konsequente und nachdrücklich zu empfehlende Fortsetzung des hebräischen Sprachkurses; nur so können die Hebräischkenntnisse für das exegetische Hauptstudium und das Exegeticum aufrechterhalten und vertieft werden.

Es wird dringend geraten, den Lektürekurs zu Beginn des Hauptstudiums und nicht erst im Exegeticumsemester zu besuchen.

Gegenstand und Ziel:

Im Rahmen einer kursorischen Lektüre der Sintflutperikope Gen 6-8 sollen die Grundlagen der althebräischen Grammatik und Syntax wiederholt und vertieft werden.

01 060 Sprachwissenschaftliche Übung: Hebräische Lektüre II: Die Klagelieder

Zeit:

Dienstags, 15.00-16.00 Uhr, 1-std.

Ort:

Zimmer 227

Beginn:

17.10.2006

Zielgruppe:

Alle, die ihre Hebräischkenntnisse vertiefen wollen und bereits an einem Hebräisch-Lektürekurs teilgenommen haben.

01 061 Sprachwissenschaftliche Übung: Ugaritisch. Einführung in die Sprache und Lektüre des Baal-Mythos (KTU 1.1-1.2)

Zeit:

Montags, 15.00-17.00 Uhr, 2-std.

Ort:

Zimmer 227

Beginn:

16.10.2006

Zielgruppe:

Diplomstudierende und InteressentInnen aller Fakultäten.

Voraussetzung:

Hebräischkenntnisse oder Kenntnisse in einer anderen semitischen Sprache.

Zum Thema:

Im Rahmen des zyklischen Lehrangebots zu biblisch-orientalischen Sprachen erfolgt eine Einführung in die nordwestsemitische Sprache des nordsyrischen Stadtstaates Ugarit (1700-1200 v. Chr.). Seine reichen literarischen Zeugnisse, häufig mit mythologischem Hintergrund, sind für das Verständnis alttestamentlicher Texte von erheblicher Bedeutung.

Die Grundzüge der ugaritischen Grammatik werden an Hand der Lektüre ausgewählter Texte aus dem Baal-Mythos entwickelt.

Literatur:

  • TROPPER, J., Ugaritisch. Kurzgefasste Grammatik mit Übungstexten und Glossar, Münster 2002.
  • SEGERT, S., A Basic Grammar of Ugaritic Language with selected texts and glossary, Berkeley 1984.
  • SIVAN, D., A Grammar of the Ugaritic Language, HdO 28. Leiden 1997.
  • DIETRICH, M., - LORETZ, O., - SAN MARTÍN, J. (Hg.), The Cuneiform Alphabetic Texts from Ugarit, Ras Ibn Hani and other Places, (KTU), Münster 1995.
  • SMITH, M.S., The Ugaritic Baal Cycle, Vol. I, Introduction, Text, Translation and Commentary, VTS 55, Leiden 1994.
  • KINET, D., Ugarit. Geschichte und Kultur einer Stadt in der Umwelt des AT, SBS 104, Stuttgart 1981.

01 081 Oberseminar: Vorstellung von aktuellen Forschungsprojekten

Zeit:

Jeweils freitags, Blockveranstaltung, 1-std.

Ort:

Zimmer 227

Zielgruppe:

Diplomanden, Doktoranden, Habilitanden

Voraussetzung:

Persönliche Anmeldung beim Leiter

Dr. Stephanie Ernst

01 062 Sprachkurs: Einführung in das Biblisch-Semitische Denken I
                                  (=Hebräischer Grundkurs I)

Zeit:

Montags, 13.00-14.00 Uhr s.t., 2,5-std.

Ort:

Zimmer 227

Beginn:

16.10.2006

Zielgruppe:

Studierende des Diplomstudienganges

Wichtiger Hinweis des Prüfungs-
ausschusses:

Da zur Anmeldung für das Vordiplom am Beginn des Prüfungssemesters der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme am Hebräischkurs bzw. am Kurs für Biblisch-Semitisches Denken vorliegen muss (in der Regel handelt es sich um das 4. Semester), werden die Studierenden darauf hingewisen, dass sie den Kurs im 1. bzw. 2. Semester beginnen müssen.

01 072  Proseminar:  Einführung in die Methoden der alttestamentlichen Exegese

Zeit:

Dienstags, 14.00-16.00 Uhr, 2-std.

Ort:

Zimmer 227

Beginn:

17.10.2006

Zielgruppe:

Studierende der Lehramtsstudiengänge (vertieft und nicht vertieft)

Thema:

Kann man die Textaussagen eines alttestamentlichen Textes erschließen, dessen Entstehungszeit über 2000 Jahre zurückliegt, dessen zeitgeschichtlichen und sozialen Hintergrund wir nur bruchstückhaft kennen und der zudem eine Fortschreibung erfahren hat?

Gibt es die eine "richtige" oder "ursprüngliche" Aussage? Oder betreibt man am besten die Auselgung am uns überlieferten Endtext, da der "ursprüngliche" Bibeltext und seine Absicht ohnehin nicht mehr zu erreichen sind?

Die alttestamententliche Methodendiskussion spiegelt diese Extrema wider. Über eine Einführung in das Methodenspektrum soll eine kritische Auseinandersetzung mit dem Umgang alttestamentlicher Texte erreicht werden.

Literatur:

In der ersten Seminarsitzung wird eine ausführliche Literaturliste ausgegeben.

Dipl.-Theol. Rainer Albert

01 001 Sprachkurs: Bibel-Hebräisch I

Zeit:

Montags und mittwochs 18.15-19.30 Uhr, 3-std.

Ort:

Zimmer 227

Beginn:

16.10.2006

Zielgruppe:

Diplomstudiengang und HörerInnen aller Fakultäten

01 071 Seminar: Bibelkunde des Alten Testaments

Zeit:

Montags 16.00-18.00 Uhr, 2-std.

Ort:

Zimmer 227

Beginn:

16.10.2006

Zielgruppe:

Insbesondere Studierende der Lehramtsstudiengänge (vertieft und nicht vertieft), sowie des Diplomstudiengangs (untere Semester)

Scheinerwerb:

Bei kontinuierlicher Teilnahme und entsprechendem Leistungsnachweis kann ein Seminarschein nach LPO §59, §83 (1) 2 oder §84 2a) bzw. ein Proseminarschein (Diplom) erworben werden.

Arbeitsweise:

Einführung, Referate, Diskussion

Anmeldung:

in der 1. Seminarsitzung

Thematik:

Das jeweils im WS stattfindende Seminar bietet eine bibelkundliche Einführung in das Alte Testament bzw. die jüdische Bibel (Tenach), vom Pentateuch (Tora, die Bücher Genesis bis Deuteronomium), über die „Bücher der Geschichte" (Vordere Propheten/Nebiim, das sog. Deuteronomistische Geschichtswerk) und die „Bücher der Prophetie" (Hintere Propheten/Nebiim) bis zu den „Büchern der Weisheit" (Ketubim „Schriften", darunter die Psalmen, das Buch Ijob, die Sprichwörter und das Hohelied). Ein Einblick in die Welt und Umwelt der Bibel und ein Überblick über Gestalt und Aufbau der beiden Textkorpora liefern den notwendigen Verstehenshintergrund für die nachfolgende Vorstellung der einzelnen Schriften.
Neben der Aneignung bibelkundlichen Wissns dient das Seminar der Einführung in bibelwissenschaftlich fundierte Lektüre des Alten Testaments.
Zur begleitenden und weiterführenden Beschäfitgung bzw. selbständigen Arbeit mit biblischen Texten und Themen - insbesondere im Hinblick auf Gemeinde und Religionsunterricht - werden grundlegende Hilfsmittel und Sekundärliteratur vorgestellt.

Literatur:

  • Augustin M. - Kegler J.: Bibelkunde des Alten Testaments (Gütersloh 22000).
  • Dohmen Chr.: Vom Umgang mit dem Alten Testament = Neuer Stuttgarter Kommentar - Altes Testament 27 (Stuttgart 1995).
  • Preuß H.D. - Berger K.: Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments 1. Altes Testament (Heidelberg - Wiesbaden 61999).
  • Rösel M.: Bibelkunde des Alten Testaments. Die kanonischen und apokryphen Schriften. Überblicke - Themakapitel - Glossar (Neukirchen 21999).
  • Staubli Th.: Begleiter durch das Erste Testament (Düsseldorf 1997).
  • Zenger E. u.a.: Einleitung in das Alte Testament = Kohlhammer Studienbücher Theologie 1,1 (Stuttgart - Berlin - Köln 31998).

 

 

 

Sebastian Diez (Wissenschaftliche Hilfskraft)

Tutorium zu Biblisch-Semitisches Denken I = Hebräischer Grundkurs I

Zeit:

Donnerstags, 10.00-11.00, 1-std.

Ort:

Zimmer 227

Thematik:

Fakultatives Angebot zur Einübung und Vertiefung der im Sprachkurs erworbenen Kenntnisse