Religion und Menschenrechte in Osteuropa

15.05.2012, 10:43 Uhr

Internationales Symposium des Lehrstuhls für Religionspädagogik am 16. Mai 2012

Wie sieht es aus: das Verhältnis von Religion und Menschenrechten in Ländern Osteuropas? Mit dieser Frage befasst sich ein Symposium an der Universität Würzburg am Mittwoch, 16. Mai 2012. Studierende und alle anderen Interessierten sind dazu eingeladen.

Regelmäßig benennt Amnesty International Verstöße gegen das Menschenrecht in den Ländern Osteuropas. Nirgendwo sonst investiert die Europäische Union mehr Geld in Menschenrechtsprogramme als dort. Gleichzeitig genießen die orthodoxen Mehrheitskirchen in der osteuropäischen Bevölkerung ein hohes Ansehen; Orthodoxie gilt dort als wichtiges Element nationaler Identität. Dementsprechend hoch ist der Einfluss der orthodoxen Kirchen auf gesellschaftliche Prozesse.

Wie gehen die Kirchen mit dieser Situation um? Sehen sie sich in der Verantwortung, die Menschenrechte durchzusetzen und beim Aufbau einer Menschenrechtskultur dabei zu sein? Wie sind sie dieser Verantwortung bislang nachgekommen?

Diesen und weiteren Fragen geht das öffentliche Symposium „Religion and Human Rights in Eastern European Countries“ nach. Es findet statt am Mittwoch, 16. Mai von 9:00 bis 13:00 Uhr, Paradeplatz 4, Seminarraum 302.

Organisiert hat die Tagung der Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts der Universität Würzburg (Prof. Dr. Dr. Hans-Georg Ziebertz). Das Symposium ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten inner- und außerhalb der Universität. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Tagungssprache ist Englisch.

Teilnehmer sind:

  • Dr. Olga Breskaya (Belarus, Litauen)
  • Prof. Andrej Baumeister (Ukraine)
  • Prof. Ivan Zabaev (Russische Föderation)
  • Prof. Milan Podunavac (Serbien)

Sie werden das Verhältnis von Religion und Menschenrechten in verschiedenen nationalen Kontexten Osteuropas reflektieren.

In einem abschließenden Plenarpodium unter Beteiligung von Dr. Uzeyir Ok (Türkei) und Prof. Hans van der Ven (Niederlande) wird dann Raum für Fragen und Diskussion sein.

Kooperation mit GSiK

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Lehrprogramm „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“ (GSiK) statt. Studierenden werden zwei Gastvorträge für das GSiK-Zertifikat anerkannt.

Weitere Informationen finden Sie hier.